Wiedereröffnung Anfang März

Lenneper Gartencenter Kremer wird zum „Grüntopia“

Alexander Kremer auf der Baustelle.
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Alexander Kremer auf der Baustelle.

Das Gartencenter wird komplett umgestaltet und erhält nicht nur einen neuen Namen: Entstehen soll ein grünes Ausflugsziel zum Wohlfühlen.

Von Sven Schlickowey

Im neuen Food Markt werden die Burger stilecht aus dem Foodtruck heraus verkauft.

Remscheid. Mitten in der Halle nehmen Arbeiter das Pflaster heraus, um einen Baum zu pflanzen. Nur ein paar Meter weiter entsteht ein Farmhaus aus Holz und einem Übersee-Container. Und parallel dazu kommt Lkw-weise Ware an. Die Umbauarbeiten im und am Gartencenter Kremer in Lennep sind in vollem Gang. „Wir haben noch vier Wochen“, sagt Geschäftsführer Alexander Kremer. Denn Anfang März soll der Markt wieder eröffnet werden. Dann mit einem noch nie dagewesenen Konzept.

Seit ziemlich genau zwölf Jahren betreibt das Unternehmen aus dem sauerländischen Lennestadt seine Niederlassung in Remscheid, die größte der insgesamt vier Häuser. Nach dieser Zeit habe man an dem Standort etwas tun müssen, sagt Alexander Kremer. Und statt eines Facelifts habe man sich für eine grundlegende Überarbeitung entschieden: „Wir wollten keinen alten Wein in neuen Schläuchen.“

Vor dem Eingang, der in Zukunft von einem vertikalen Wald umgeben sein wird, entsteht der Urban-Gardening-Bereich.

So entstand die Vision eines grünen Ausflugszieles mit Namen Grüntopia, bei dem der Verkauf von Pflanzen und anderen Gartenartikeln fast in den Hintergrund rückt. „Wir wollen wieder näher ran an die Natur“, beschreibt Kremer das Konzept. Besucher sollten sich wohlfühlen, entspannen, Neues entdecken. Und jede Menge Anregungen und Tipps fürs eigene grüne Leben mitnehmen.

Zehn Nachhaltigkeitsthemen ziehen sich durch den Markt, jeweils festgemacht an verschiedenen Häusern, die sich derzeit im Bau befinden. Dazu gehören unter anderem Urban Gardening, also die gärtnerische Nutzung städtischer Flächen, Artenvielfalt oder auch Kräuter.

In einem Exotenhaus kann man einen urbanen Jungle erleben, ein Tiny-House bringt das Thema Naturgarten näher und das Grüne Stadthaus zeigt unter anderem ein ganz natürliches Kinderzimmer. „Das wird aber nie oberlehrerhaft“, verspricht Alexander Kremer. Stattdessen gebe es viel zu entdecken und auszuprobieren.

„Wir wollten keinen alten Wein in neuen Schläuchen.“

Alexander Kremer über das neue Konzept

Dabei wird auch das bisherige Café, beliebter Treffpunkt nicht nur für die Lenneper, verändert und erweitert. Auf einer etwa doppelt so großen Fläche entsteht ein Food Markt mit rund 160 Sitzplätzen, wo es neben Frühstück, Kaffee und Kuchen zukünftig auch vegetarische Burger und Superfood wie Salate und Bowls geben wird. Die fleischlosen Burger seien extra für Kremer konzipiert worden, berichtet der Geschäftsführer: „Ziel war, dass sie besser schmecken als welche mit Fleisch.“

Los geht das grüne Erlebnis schon am Eingang. Rund um den grünen Korpus, der das Entree des Marktes bildet, entstehe ein vertikaler Wald, kündigt Alexander Kremer an. Auf einem Gerüst sollen 100 Zukunftsbäume angepflanzt werden, die für Klimaveränderungen besser gerüstet sind. „Durch diesen Wald muss man dann durch, um Grüntopia zu betreten.“

Und natürlich gibt es dort auch noch immer etwas zu kaufen. Fast zwei Drittel der Verkaufsfläche sollen Pflanzen ausmachen, dabei wechselt das Sortiment im Rhythmus der Jahreszeiten. Auf dem Rest finden sich auch in Zukunft Deko-Artikel, Gartengeräte und Wohnaccessoires. Nur die Gartenmöbel müssen dem Umbau weichen, sagt Alexander Kremer: „Dafür hatten wir nicht mehr genug Platz.“

Fertig soll all das „Anfang März“ sein, formuliert es Kremer angesichts der noch ausstehenden Arbeiten eher vorsichtig. Stand jetzt gehe es an einem Donnerstag los. So könne man das neue Lenneper Grüntopia gebührend feiern, mit einem viertägigen Fest bis zum Sonntag.

Hintergrund

Kremer wurde 1905 als Gartenbaubetrieb in Lennestadt gegründet, vom Ur-Großvater des heutigen Inhabers. Nach einer ersten Filiale im oberbergischen Gummersbach eröffnete das Unternehmen 2010 die Niederlassung in Remscheid, später kam eine weitere in Lüdenscheid dazu. In Lennep bezog man ein etwa 27.000 Quadratmeter großes Grundstück direkt an der A1, das zuvor von einem Energieversorger genutzt wurde, dann aber lange leer stand. In den derzeitigen Umbau investiert die Firma rund drei Millionen Euro.

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