Lennep

Revue führt zu den Schlachtfeldern des Lebens

Heike Kehl und Okko Herlyn begeisterten das Publikum mit Musik und Texten, die zum Nachdenken anregten. Foto: Doro Siewert
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Heike Kehl und Okko Herlyn begeisterten das Publikum mit Musik und Texten, die zum Nachdenken anregten.

„Frieden fängt beim Frühstück an“ mit Heike Kehl und Okko Herlyn im Gemeindehaus von St. Bonaventura.

Von Dela Kirchner

Remscheid. Was kann es für Künstler und Veranstalter Schöneres geben, als ihr Publikum nach einem erfolgreichen und kurzweiligen Abend zufrieden in die Herbstnacht zu entlassen? Unter anderem Kommentare wie dieser, den die Dame beim Verlassen der Veranstaltung zu ihrer Begleiterin äußerte: „Hat sich doch gelohnt, oder?“

Und wie es das hat. Rund 60 Gäste waren der Einladung des „Kulturkreises.jetzt im Heimatbund“ und der Awo Lennep-Lüttringhausen in das Gemeindehaus von St. Bonaventura an der Hackenberger Straße in Lennep gefolgt. Strahlende Gesichter auch bei Organisatorin Ulla Wilberg (Kulturkreis.jetzt) und Antonio Scarpino (Awo-Geschäftsführer). Die musikalisch-literarische Revue von und mit der Rezitatorin und Jazzsängerin Heike Kehl und dem Theologen, Liedermacher und Kirchenkabarettisten Okko Herlyn wäre ausverkauft gewesen – wenn denn Eintritt verlangt worden wäre. Zu diesem anspruchsvollen Abend waren die Gäste aber sogar eingeladen; für die nötige Verpflegung war gesorgt.

„Frieden fängt beim Frühstück an“, so das Motto des Abends, führte die Besucher dann auf sämtliche Schlachtfelder des Lebens; ob Küche oder Schützengraben. Anti-Kriegs-Lieder und Friedenstexte namhafter Künstler wechselten sich mit eigenen Stücken von Okko Herlyn ab. Auch bekannte Lieder wie „Blowing in the Wind“ (Bob Dylan) oder „Fragile“ (Sting) konnte Heike Kehl einen ganz eigenen Charakter verleihen, getragen durch ihre eindrucksvolle Stimme.

Viele Texte sich auch nach Jahren noch aktuell

Die Reihe der Autoren, deren Stücke das Publikum zum Nachdenken und auch zum Schmunzeln anregten, war lang: Von Hanns Dieter Hüsch über Wolf Biermann, Kurt Tucholsky und Bertholt Brecht bis zu Wolfgang Borchert und Matthias Claudius reichte die Palette derer, die sich mit Krieg und Frieden in unserem alltäglichen Leben und in der Welt beschäftigt haben.

Und auch Überraschendes gehörte zum Repertoire der Künstler: Kombiniert wurde Literarisches auch mit „Maikäfer flieg“ und der immer aktuellen Frage „Wozu sind Kriege da?“ von Udo Lindenberg. Erstaunlich, wie brandaktuell viele der Texte auch nach Jahren noch sind. Letztlich bleibt es doch dabei, trotz aller ungelösten Konflikte des Daseins: Und so schlossen Gäste, Künstler und Veranstaltungsteam den Dienstagabend in Lennep mit „What a wonderful world“ – trotz allem.

Mehr zu den Büchern und CDs sowie den Predigten von Okko Herlyn und den Terminen mit Heike Kehl gibt es unter:
www.okkoherlyn.de.

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