Fahrradweg

Balkantrasse: So soll es bis nach Lüttringhausen gehen

Am Lenneper Bahnhof soll es endlich weitergehen: Die Verkehrsplaner wollen die Balkantrasse verlängern.
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Am Lenneper Bahnhof soll es endlich weitergehen: Die Verkehrsplaner wollen die Balkantrasse verlängern.
  • Axel Richter
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Der verlängerte Radweg führt vom Lenneper Bahnhof und Lüttringhausen bis nach Wuppertal. So soll der Weg verlaufen.

Von Axel Richter

Remscheid. Wann die ersten Radfahrer vom Bahnhof in Lennep über die Balkantrasse weiter nach Lüttringhausen und von dort nach Wuppertal fahren können, mag Burkhard Fey nicht voraussagen. Der Verkehrsplaner der Stadt Remscheid weiß um die vielen Hindernisse, die noch auf dem Fahrradweg liegen können. Da versagt er sich lieber eine Prognose.

Passend dazu: Verein will Lücken im Radnetz schließen

Immerhin konnte der Mann aus dem Remscheider Rathaus den Politikern in der Bezirksvertretung jetzt so etwas wie einen offiziellen Startschuss für die Weiterführung der Balkantrasse als Radwegeverbindung präsentieren. Mit der ein oder anderen Einschränkung weiß er, wo es künftig grundsätzlich langgehen soll.

Von der Kölner Straße zur Karlstraße

Der erste Abschnitt der verlängerten Trasse beginnt an der Alten Kölner Straße und verläuft bis zur Karlstraße. Hier wird aktuell eine Rampe von der bereits vorhandenen Balkantrasse geplant, um die Weiterführung auf der Westseite der Eisenbahngleise zu ermöglichen. Im nächsten Jahr errichtet die Bahn eine neue Eisenbahnüberführung. Das vorhandene Bauwerk wird dazu komplett abgerissen, was den Neubau einer Geh- und Radwegebrücke erforderlich macht. Der Gutachter, der das Radverkehrskonzept erstellt hat, schlägt die Planung einer Fahrradstraße auf der Alten Kölner Straße vor. Darauf haben Räder Vorrang.

Von der Karlstraße zur Brücke Diepmannsbacher Straße

Auch die Karlstraße soll zur Fahrradstraße werden. Von dort geht es auf einem gemeinsamen Geh- und Radweg zur Brücke Schlachthofstraße und weiter zur Brücke Diepmannsbacher Straße.

Durch Kleingärten, an Feldern entlang oder über Straßen

Noch ist nicht sicher, wie es weitergeht. Die neue Balkantrasse soll entweder durch die Kleingartenanlage Endringhausen oder aber über landwirtschaftliche Flächen westlich an den Gärten vorbeiführen. Eine dritte Möglichkeit ist die Führung über bestehende Stadtstraßen.

Über die Lüttringhauser Straße in Richtung Blume

Der nächste Abschnitt soll über die Lüttringhauser Straße führen. Sie ist keine städtische Straße, sondern fällt in den Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebes Straßen NRW. Die Behörde soll den darauf geplanten Radweg auch finanzieren.

Von der Blume bis zur Ritterstraße

Ab Blume soll der Weg östlich der Bahngleise verlaufen. Für den Seitenwechsel wird eine weitere Radwegebrücke geplant.

Am Wasserturm vorbei, an Gleisen oder durch die Siedlung

Im sechsten Abschnitt gerät die neue Balkantrasse in Konflikt mit dem Naturschutz. Drei verschiedene Varianten sind deshalb mit dem Umweltamt und den Naturschützern zu diskutieren. Entweder wird die Trassenführung an der Ritterstraße aufgenommen, am Wasserturm vorbei und durch den Lüttringhauser Stadtwald bis zum Bahnhof geführt. Oder sie verläuft entlang der parallel verlaufenden Bahngleise. Zusätzlich könnte die Trasse über die Wohnsiedlung Reinwardstraße, Paul-Figge-Straße, Düringer Straße bis zur Beyenburger Straße führen.

Über den Lüttringhauser Bahnhof bis zur Stadtgrenze

Hier bieten sich verschiedene Optionen auf teils vorhandenen Wegen an. Von der Barmer Straße aus soll zum Ende über das Gewerbegebiet Großhülsberg, die Walter-Freitag-Straße und über die Dreherstraße auf einem geplanten Schutzstreifen zur Stadtgrenze gefahren werden. Die Abstimmung mit Wuppertal läuft.

Dazu auch: Fahrradfahrer fordern sichere Wege in Remscheid

So geht es weiter

Die Lüttringhauser Politiker gaben den Plänen für die neue Balkantrasse ihren Segen. Die Stadt wird jetzt beim Land einen Antrag auf Fördermittel stellen. Der Radweg soll aus dem Programm „Klimaschutz durch Radverkehr“ finanziert werden. Die Stadt wird die Trassenführung danach konkretisieren. Die Bauarbeiten sollen sowohl von Norden als auch von Süden aufgenommen werden. Wann, ist noch unklar.

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