Debatte über Stau in Lennep

Linkspartei will an der Wupperstraße zweite Fahrbahn

Die Kreuzung Ring-/Rader Straße wurde nun zum Thema in der Lenneper Bezirksvertretung. Es ging um den Verkehrsfluss nach Radevormwald.
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Die Kreuzung Ring-/Rader Straße wurde nun zum Thema in der Lenneper Bezirksvertretung. Es ging um den Verkehrsfluss nach Radevormwald.
  • Frank Michalczak
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Tausende Pendler sind werktags auf der Lenneper Kreuzung Ring-/Rader Straße unterwegs – und landen in Stoßzeiten auch nach dem großangelegten Umbau weiter im Stau, wie Colin Cyrus (Linkspartei) bemängelt.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Dabei lasse sich aus Richtung Röntgen-Stadion ein Teil des Übels beheben, indem auf der Wupperstraße Fahrbahnen umgestaltet und neu markiert werden, erklärte er in der Lenneper Bezirksvertretung.

Cyrus führte aus, dass es auf diesem Teil der Kreuzung zwei Linksabbiegespuren in Richtung Hackenberg/Lüttringhausen gibt. „Aber nur eine führt geradeaus in Richtung Radevormwald und eine nach rechts in Richtung Trecknase.“ Die Linienführung sorge zum einen für Verwirrung bei manchen Autofahrern. Zum anderen seien dort deutlich mehr Pendler in Richtung Rade unterwegs als nach Lüttringhausen. Daher stocke der Verkehr oft an dieser Stelle, „während die beiden Linksabbiegespuren weniger benutzt werden und frei bleiben“. Aus seiner Sicht sei es „sinnvoll und ohne großen Aufwand“ möglich, die rechte der beiden Linksabbiegespuren durch eine Geradeausspur in Richtung Radevormwald zu ersetzen.

Grundsätzlich haben sich die Erfordernisse an dem Knotenpunkt seit den Planungen für seinen Umbau geändert. Die Kreuzung wurde so konzipiert, dass sie den Kundenverkehr für das Designer Outlet Center (DOC) verkraften kann.

Nach DOC-Aus: Erfordernisse der Kreuzung haben sich verändert

Nun wird es nichts mit dem DOC, wobei sich nicht nur vor diesem Hintergrund für die Kreuzung ein Umdenken bei der Verwaltung abzeichnet: „Den Technischen Betrieben und auch uns ist klar, dass wir das nicht 25 Jahre so lassen können“, erklärte Stadtplanerin Christina Kutschaty, die als zuständige Fachdienstleiterin im Rathaus für Verkehrsfragen zuständig ist.

Allerdings regte sie an, zunächst einmal abzuwarten, was aus den Grundstücken werden soll, die ursprünglich einmal dem Outlet-Center vorbehalten waren. Das heißt: Erst wenn feststeht, was auf Jahn- und Kirmesplatz und im Röntgenstadion entstehen soll, könnten die künftigen Verkehrsströme an der Kreuzung berechnet werden. Zudem sollte bei den Überlegungen ein Aspekt Priorität haben: der Radverkehr, der beim Ausbau der Kreuzung vernachlässigt worden sei, wie auch die Linkspartei anmerkte.

Jürgen Kucharczyk (SPD) mahnte, die Angelegenheit dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werden. „Die Debatte läuft doch schon längst in der Bevölkerung“, erklärte der Politiker, der ebenfalls von „erheblichen Rückstaus“ sprach.

Bettina Stamm von der Wählergruppe echt.Remscheid, die sich stets klar gegen den Bau des DOC positioniert hatte, nahm die Fraktionen in der Bezirksvertretung in die Mitverantwortung: „Wer hat denn entschieden, dass die Kreuzung so ausgebaut wird? Sie haben das beschlossen.“

Ob es zeitnah eine Möglichkeit gibt, mittels neuer Markierungen und Veränderungen im Straßenaufbau die Fahrbahnen neu anzuordnen, soll in Gesprächen mit der Bezirksregierung sondiert werden. Für den Umbau gab es rund zwei Millionen Euro Fördermittel von Land und Bund. Deswegen könne die Stadt alleine nicht darüber entscheiden.

Passend zum Thema: Der Munsterplatz in der Lenneper Altstadt wird für die Skulptur von Tony Cragg umgestaltet.

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