„Ökofair Leben“

Online-Veranstaltung: Kirchenkreis informiert über Nachhaltigkeit

Stellten gestern das Vortragsprogramm für „Ökofair Leben“ im Haus der Kirche vor (v.l.): Frank Frisch, Annette Cersovsky und Wolfgang Putz. Foto: Roland Keusch
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Stellten am Dienstag das Vortragsprogramm für „Ökofair Leben“ im Haus der Kirche vor (v.l.): Frank Frisch, Annette Cersovsky und Wolfgang Putz.

Der Evangelische Kirchenkreis Lennep lädt für 19. Februar zu zahlreichen Online-Vorträgen ein, die das Thema „Kirche für Klima – Schöpfung bewahren“ behandeln.

Von Sabine Naber

Remscheid. Der Evangelische Kirchenkreis Lennep lädt im Rahmen seines Themenjahres „Kirche für Klima – Schöpfung bewahren“, in dem schwerpunktmäßig alle Gesichtspunkte zusammengefasst sind, die zum Begriff Nachhaltigkeit passen, zu einer Vortragsveranstaltung mit dem Titel „Ökofair Leben“ ein.

„Geplant hatten wir, am Samstag, 19. Februar, ins Allee-Center einzuladen, wollten dort Transparenz zeigen, Alternativ-Angebote machen und nachhaltige Investitionen vorstellen. Aber die Standbetreiber hatten Sorge, dass es wegen der Corona-Pandemie Schwierigkeiten geben könnte. Deshalb haben wir uns jetzt zu einer Online-Veranstaltung entschlossen“, erklärt Pfarrerin Annette Cersovsky. Zum Abschluss des Themenjahres im Oktober sei es hoffentlich möglich, die Aussteller zu einer Präsenzveranstaltung nach Remscheid zu holen.

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Remscheid: Die Programmpunkte drehen sich um das Thema Nachhaltigkeit

Am Dienstag stellten Wolfgang Putz (Kirchenkreis) und Frank Frisch vom Fachbereich Umwelt der Stadt, die einzelnen Programmpunkte vor. Zu Beginn am 19. Februar gegen 10 Uhr wird die Einkaufsplattform „Wir kaufen anders“ von Kirsten Troost-Ashour, Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland, vorgestellt. „Wir haben uns als Kirche der Einkaufsplattform angeschlossen. Aber auch jeder andere kann sich hier informieren“, sagt Putz. Und betont, dass diese Plattform keine Konkurrenz zum örtlichen Handel oder den Fairweltläden ist.

Weiter geht es mit dem Thema „Klima schützen – CO2-Emissionen ausgleichen“, dem sich Simone Petrischak von der gemeinnützigen GmbH Klima-Kollekte in Berlin widmet. „Hier wird eine solide Kompensation geboten“, unterstreicht Putz und weist darauf hin, dass die Klima-Kollekte von vielen kirchlichen Organisationen ins Leben gerufen wurde. Das Besondere sei, dass der Ausgleich von CO2-Emissionen durch Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern und Osteuropa geschieht.

Wie man Geld nachhaltig, ethisch und sozial anlegen kann, das wird Jens Elmer vom Westdeutschen-Förderkreis „Oikocredit“ schildern. „Hier kann Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden, beispielsweise werden Kleinstkredite vergeben. Diesen Förderverein gibt es schon seit 1975“, macht Putz deutlich. Viele Kirchengemeinden hätten sich angeschlossen.

Klimaschutzmanager der Stadt stellen ihre Arbeit vor

Um nachhaltige Investitionen geht es auch im nächsten Vortrag von Jutta Albrecht von Brot für die Welt in Berlin. „Faire und nachhaltige Geldanlagen in der Praxis“ heißt die Überschrift. Thema sind Aktienfonds. Und die Kriterien für die, die aufgenommen werden, seien streng.

Am Nachmittag geht es Victor Smolinski vom Verein „Nahhaft“ in Kassel um nachhaltige Ernährung. „Wir als Konsumenten können mit unserer Nachfrage Einfluss nehmen“, ist Putz überzeugt. Ab 14 Uhr soll es dann mit Angeboten und Tipps für den Alltag um die Themen „Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Mobilität“ gehen.

Lukas Gregori und Dr. Wieland Hoppe wollen ihre Arbeit als Klimaschutzmanager der Stadt vorstellen. „Es wird einen Überblick über die städtischen Bildungsangebote, beispielsweise in Kooperation mit der Volkshochschule und in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale geben“, verspricht Frank Frisch. Auch geplante Veranstaltungen wie die „Earth Hour“, die Ausstellung „Einfach machen“ oder der Klimafit-Kurs der VHS werden Thema sein.

In diesem Zusammenhang erinnerte Putz auch an die Klimaschutz-Aktivitäten der Kirchengemeinde. 65 Heizungsanlagen in 12 Gemeinden im Kirchenkreis seien inzwischen von Experten überprüft worden, die sich auf den Bereich Kirchen spezialisiert hätten. „Durch die richtige Einstellung hat es Ersparnisse zwischen Null und 22 Prozent gegeben. Aber natürlich wurden auch technische Mängel festgestellt und für ganze Anlagen empfohlen, sie auszutauschen.“ Alle Heizungsanlagen auf den neusten Stand zu bringen sei eine große Herausforderung. Im nächsten Schritt sollen Dächer und Fenster überprüft werden. „Viele Kirchen und damit auch angrenzende Gemeindehäuser stehen unter Denkmalschutz und dürfen nicht mit Photovoltaik-Anlagen bestückt werden. Da kommen erst jetzt Gespräche in Gang“, weiß die Pfarrerin.

Anmeldung

Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte, kann sich per E-Mail bei Wolfgang Putz anmelden.

Wolfgang.Putz@ekir.de

Der Link für den Zugang wird anschließend zugesandt. Pro Vortrag sind 20 Minuten vorgesehen, weitere zehn Minuten sind für Fragen und für die Diskussion vorgesehen. Das Gesamtprogramm des Themenjahres „Kirche für Klima - Schöpfung bewahren“ findet sich unter: www.Kirchenkreis-Lennep.de.

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