Röntgen-Museum

Haus Oelbermann: Bauarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss

Das Gerüst ist weg, nun folgen noch Arbeiten am Sockel des Hauses Oelbermann, dem alten Trakt des Röntgen-Museums. Foto: Doro Siewert
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Das Gerüst ist weg, nun folgen noch Arbeiten am Sockel des Hauses Oelbermann, dem alten Trakt des Röntgen-Museums.

Der alte Trakt des Röntgen-Museums wird für 410.000 Euro saniert.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Es wird ein hervorragendes Fotomotiv in seiner alten Pracht, dessen ist sich Museumsdirektor Dr. Uwe Busch sicher: Das Haus Oelbermann, der historische Trakt des Deutschen Röntgen-Museums in Lennep, soll schon in Kürze wieder ohne Gerüst erstrahlen.

Denn die Bauarbeiten an dem über 200 Jahre alten Fachwerkhaus stehen kurz vor dem Abschluss. Laut dem städtischen Gebäudemanager Thomas Judt könnte die Sanierung spätestens Mitte Juli abgeschlossen sein. Momentan liefen Arbeiten an Sockel, Treppe und Geländer des alten Zugangs. Danach steht laut Judt noch der Anstrich an. „Mit der Unteren Denkmalbehörde haben wir uns auf Farben geeinigt, die dem Originalzustand nahekommen.“

Die Baustelle Haus Oelbermann sei nicht nur im Zeitplan, sondern auch im Kostenplan, sagt der Gebäudemanager: Insgesamt 410 000 Euro wurden für die Sanierung des verschieferten Museumstraktes investiert. Für Dr. Uwe Busch eine lohnende Investition. „Und wir sind ja noch nicht fertig“, betont er. „Wir setzen noch die letzten Maßnahmen des Masterplans um, den wir 2004 begonnen haben.“ Dazu gehöre auch die Sanierung der Außenfassade. „Dann sind wir heilfroh, wenn wir das Ganze komplett einmal durchsaniert haben.“

Bei der Sanierung des Hauses Oelbermann gab es kleinere Überraschungen. Durch eingedrungene Feuchtigkeit hatten sich verschiedene Pilzarten auf das Holz hinter der Schieferfassade gesetzt. Zudem hatte sich an zwei weiteren Stellen der Bunte Nagekäfer, auch Totenuhr genannt, durch die Eichenbalken geknabbert. Dabei handelte es sich aber um ein geringes Ausmaß. Das Schadensbild sei für ein mehr als 200 Jahre altes Gebäude nicht ungewöhnlich, sagte Judt damals. Einzelne Eichenbalken oder Teile derer wurden ausgetauscht – dafür musste der Schiefer abgetragen werden.

2109 wurden bereits Jahr die rückwärtige Fassade und Teile des Holzwerks an der Wallstraße saniert, 2020 die restlichen Fenster, Schlagläden und das Holzwerk des Fachwerkhauses restauriert. Dabei wurden Altlacke entfernt, Fensterscheiben neu verkittet und Holz gestrichen.

Das verschieferte Fachwerkhaus stammt aus dem Jahr 1803. Die Stadt erwarb das Gebäude Anfang der 1930er Jahre von der Familie Oelbermann und richtete hier 1932 das Deutsche Röntgen-Museum ein. Heute beherbergt der alte Museumstrakt einen Teil der Röntgen-Ausstellung. Er ist verbunden mit dem gläsernen Neubau. Aber noch heute prangt der Schriftzug „Röntgen-Museum“ an der Fassade des Hauses Oelbermann.

Mit den Lockerungen dürfen das Deutsche Röntgen-Museum und das Werkzeugmuseum wieder öffnen. Neben der ständigen Ausstellung sind zwei Sonderausstellungen zu sehen.

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