Leerstände

Lennep: Gewag reißt altes Gemäuer ab

Hier rücken in Kürze die Abrissbagger an.
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Hier rücken in Kürze die Abrissbagger an.
  • Axel Richter
    VonAxel Richter
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Die Wohnungsgesellschaft will mit dem Abriss ein Zeichen setzen, doch die Baulücke wird vorerst wohl bleiben.

Remscheid. Der Bagger wird nicht lange brauchen. Das alte Wohnhaus an der Zeppelinstraße in Lennep wird ihm nicht viel entgegensetzen. Lange schon steht es leer, eine Wohnung ist vor Jahren ausgebrannt. Nun macht das morsche Gemäuer Platz für Neues, doch wird der Neubau, den die Gewag an der Stelle plant, vorläufig auf sich warten lassen.

„Wir wollen mit dem Abriss zunächst ein Zeichen setzen“, sagt Oliver Gabrian, Vorstand der städtischen Wohnungsgesellschaft. „Ein so heruntergekommenes Gebäude steht der Gewag nicht an.“

Mit 5345 Wohnungen in Remscheid ist die Gewag Wohnungsaktiengesellschaft der mit Abstand größte Vermieter in der Stadt. Allein am Lenneper Hasenberg zählt das Unternehmen 1250 Wohnungen. Die lässt die Gewag sukzessive sanieren. Um ihre Gebäude an der Ringstraße, Zeppelinstraße und an der Leverkuser Straße machten die Sanierer dagegen lange einen Bogen. Bis zum Sommer, da kündigte Gabrian gegenüber dem RGA den ersten Abriss an.

„Wir müssen gegenwärtig auf Sicht fahren.“

Oliver Gabrian, Gewag

Der soll nun erfolgen. Was danach kommt? Oliver Gabrian bleibt zurückhaltend. Zwar gebe es längst Pläne für die Baulücke wie auch für das ganze Quartier. Doch: „Die Bauzinsen haben sich vervierfacht, die Baukosten steigen, Fachkräfte sind nicht zu bekommen. Mit anderen Worten: Wir müssen gegenwärtig auf Sicht fahren“, sagt der Gewag-Chef. Das heißt, die Baulücke wird zunächst bleiben, die Pläne liegen auf Eis.

Das gilt nicht minder für die übrigen Gebäude an der Ringstraße. Viele der Wohnungen gegenüber der Barmag wurden bereits vor Jahren leergezogen. Die einheitlichen Gardinen, die vor den Fenstern hängen, zeugen davon. Langfristig sollen die Leerstände verschwinden und neue Wohnungen entstehen. Jetzt aber will sich die Gewag auf die Projekte konzentrieren, die buchstäblich in der Mache sind.

Ihr Verwaltungsneubau in der Remscheider Innenstadt zählt dazu. Wie berichtet, will der größte Vermieter der Stadt im September 2023 mit seinen 50 Mitarbeitern von der Hochstraße in die Bismarckstraße ziehen. Im Frühjahr ließ die Gewag dazu eine in die Jahre gekommene Immobilie abreißen. Mittlerweile hat der Neubau begonnen. In dieser Woche sollen die Mauern für die zweite Etage gesetzt werden.

Weiter geht auch die energetische Sanierung der Vömix-Siedlung im Südbezirk. Der dort nach dem Krieg mit viel Einsatz aber wenig Material hochgezogene Wohnraum galt als unvermietbar. Die Gewag ließ umbauen und legte im ersten Bauabschnitt 40 schlecht geschnittene Wohnungen zu 33 modernen Wohnungen zusammen. Alle sind wieder vermietet. An der Zeppelinstraße war daran nicht zu denken. Das alte Wohnhaus galt als unrettbar.

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