Sichere Abstellplätze

Fahrradboxen: Pilotprojekt am Lenneper Bahnhof wird Entscheidungshilfe

Die Balkantrasse am Bahnhof Lennep.
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Die Balkantrasse am Bahnhof Lennep.

SPD-Anfrage zu sicheren Abstellplätzen für E-Bikes. Bei der Stadt gibt es eine neue Mitarbeiterin für Radverkehr.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Im hügeligen Remscheid mehr Menschen vom Umstieg aufs Rad zu überzeugen, gelingt wohl nur dank E-Bikes und Pedelecs. Doch die schnell einige tausend Euro teuren Räder wollen sicher abgestellt sein. So hatte sich die SPD schon vor Monaten mit einer Anfrage nach „Quartiersfahrradgaragen und sicheren Stellplätzen in den Wohnquartieren“ erkundigten.

Inzwischen liegt eine Antwort der Verwaltung vor, nachdem das Thema intern durchaus kontrovers diskutiert worden sei, wie Stadtplanerin Christina Kutschaty unlängst in einer Gremiensitzung durchblicken ließ. Insbesondere, weil man sich gar nicht sicher sei, ob solche Abstellplätze gerade in Wohngebieten zu den Aufgaben der öffentlichen Hand gehören.

Entsprechend dreht sich die Antwort in erster Linie auch um sichere Abstellplätze an Bahnhöfen. Demnach seien am Hauptbahnhof sowie in Lüttringhausen, Lennep und Güldenwerth die Errichtung von Fahrradboxen geplant. Wenn ein Pilotprojekt am Lenneper Bahnhof entsprechend gut angenommen wird.

In Wohnquartieren sei die Thematik bisher „aufgrund des Mangels an möglichen Freiflächen“ nicht geprüft worden, heißt es von der Verwaltung. Es gebe aber bereits Gespräche mit der Gewag über die Einrichtung sogenannter Mobilstationen. Für die Remscheider Schulen wiederum sei der Bedarf bereits abgefragt worden, so die Verwaltung. Der Fachdienst Umwelt prüfe nun im Rahmen des „Betrieblichen Mobilitätsmanagements“ die Finanzierung von Abstellplätzen für Fahrräder.

Die SPD zeigt sich mit den Antworten nicht ganz zufrieden. Das sei sicherlich „nicht in unserem Sinne“, betonte der Lüttringhauser Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser im Ausschuss für Mobilität. Und bat darum, das Thema im Blick zu halten. Peter Lange (Linke) regte eine entsprechende Änderung der Stellplatzsatzung an, um Immobilienbesitzer zu verpflichten, neben Parkplätzen für Autos auch Stellplätze für Räder einzurichten.

Das habe man im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie bereits berücksichtigt, berichtete Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke, Und Christina Kutschaty wies darauf hin, dass bei der Stadt zum 1. Dezember eine neue Mitarbeiterin für den Radverkehr angefangen habe. Die werde sich dieses Themas annehmen, versprach die Stadtplanerin: „Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld.“

Auch interessant: Fahrradbox in Wohnsiedlung gewünscht - Die Stadt lehnt Vorhaben ab

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