Lennep-Experte

Dr. Wilhelm R. Schmidt tritt in Zukunft kürzer

Tritt kürzer: Dr. Wilhelm R. Schmidt. Archivfoto: Doro Siewert
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Tritt kürzer: Dr. Wilhelm R. Schmidt.

Dr. Wilhelm R. Schmidt geht in den Ruhestand.

Von Stephanie Licciardi

Remscheid. Mehrere Tausend Interessierte deutschland- und weltweit, schätzt der gebürtige Lenneper, erreicht er mit seinen virtuellen Newslettern. Dieser Newsletter, der einst als Rundbrief an ausgewählte Interessierte adressiert war, ist seit zwei Jahrzehnten ein fester Bestandteil für Röntgenstadt-Fans.

Ob über seinen berühmten Urgroßvater, den Architekten Albert Schmidt, so manches Bonmot über Originale und natürlich Lenneps berühmtesten Sohn, Dr. Wilhelm R. Schmidt kennt seine Heimatstadt wie seine Westentasche. Nach 20 Jahren geht der promovierte Wissenschaftler in den wohlverdienten Ruhestand. „Ich habe viele Bücher und damit verbundene Ausstellungen über Lennep organisiert. Nun ist es Zeit, kürzer zu treten.“

Remscheid: Startschuss zu umfangreichem Lennep-Archiv gab Urgroßvater

Den Startschuss zu Schmidts umfangreicher Lennep-Archiv gab sein Urgroßvater. „Angefangen hat das Ganze, als ich über die nähere Einblicknahme des Nachlasses meines Urgroßvaters Albert Schmidt im Stadtarchiv wieder auf Lennep aufmerksam wurde“, berichtet Schmidt. 1947 in Lennep geboren, wo er 1966 sein Abitur am Röntgen-Gymnasium ablegte, zog er in den 1970er Jahren aus beruflichen Gründen fort. Der Kontakt zur Geburtsstadt riss nie ab. „Es entstand ein umfassendes Buch über Albert Schmidt im Jahr 2000“, erinnert er sich. „Damals noch mit einem Epidiaskop (Projektor), mit dem die Abbildungen an die Wand geworfen wurden.“

Viele seiner Bildbände entstanden auf der Bahnfahrt zwischen Gießen und Frankfurt, wo Schmidt sich aus beruflichen Gründen aufhielt. „Lennep war zum Hobby geworden, das immer mehr private Zeit ausfüllte.“ Dem Historiker war es bei seinen Ausstellungen und Rundführungen wichtig, nicht nur eine bestimmte Klientel anzusprechen. „Lennep-Freunde gibt es überall“, lacht Schmidt. „Selbst von der Insel Tonga erreichte mich eine Anfrage von einem Mann, dessen Vorfahren aus Lennep stammten.“

Schmidt fand heraus, dass im 18. und 19. Jahrhundert viele verarmte Lenneper nach Übersee auswanderten. „So mancher meldete sich in den vergangenen Jahren bei mir, um mehr über seine Vorfahren herauszufinden, wo und wie sie gelebt haben.“

Kleinere Beiträge weiterhin auf der Homepage

Den Lennep-Fundus aus Fotomaterial, Urkunden, Plakaten hat Schmidt an das Stadtarchiv Remscheid übergeben. „Es folgen noch Lenneper Stammbäume und historische Baupläne aus Lennep und der Wupperindustrie.“

In Zukunft möchte Wilhelm R. Schmidt im Kleinformat weitermachen. „Auch wenn ich keine Ausstellungen mehr plane, hin und wieder werden kleinere Beiträge über und um Lennep auf meiner Website und auf Facebook zu finden sein.“

lennep.eu

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