Genehmigungsverfahren dauern zu lange

DOC sorgt auch in Lennep weiter für Gesprächsstoff

165 Millionen Euro sollen in den Bau des DOC mit 125 Geschäften investiert werden.
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165 Millionen Euro sollen in den Bau des DOC mit 125 Geschäften investiert werden.

Markus Kötter (CDU) hatte interessierte Lenneper zum Austausch eingeladen.

Von Frank Michalczak

Markus Kötter hatte die Lenneper eingeladen.

Remscheid. Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke rechnet nicht damit, dass 2022 beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig das letzte Wort über das Designer Outlet Center (DOC) gesprochen wird. „Es könnte zwar theoretisch entscheiden. Wahrscheinlicher ist es aber, dass es das Verfahren an das Oberverwaltungsgericht in Münster zurücküberweist. Das sagen uns Experten.“ Dies würde dazu führen, dass sich der endgültige Beschluss über die Klagen gegen das Großprojekt erst für 2023 abzeichne, erklärte sie bei einem Treffen, zu dem CDU-Fraktionschef Markus Kötter die Lenneper eingeladen hatte.

Bei der Zusammenkunft mit rund 30 Teilnehmern in der Nobis-Bar konnten sie Fragen stellen und Themen ansprechen, die ihnen unten den Nägeln brennen. Das Spektrum reichte von der mangelnden Sauberkeit im Ort bis zu den personellen Engpässen bei der Verwaltung, die zu langen Wartezeiten auf diverse Dienstleistungen führen. „Der OB hätte viel früher darauf reagieren müssen“, kritisierte Kötter, der unter anderem den Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt (CDU) begrüßte.

Dieser nutzte die Gelegenheit, um einen Einblick in das CDU-Wahlprogramm zu geben. Dabei spannte er auch einen Bogen zum DOC. „Das Thema begleitet auch mich mindestens zehn Jahren. Es ist ein Beispiel dafür, dass Genehmigungsverfahren viel zu lange dauern. Wir müssen effizienter werden.“

Das gilt aus Sicht von Markus Kötter auch für die Zukunft Lenneps. „Eine weitere Bürgerwerkstatt bringt uns nichts. Wir müssen endlich in die Umsetzung kommen“, spielte er auf einen Vorstoß von SPD, Grünen und FDP an, die Beteiligung der Lenneper bei den Zukunftsfragen einforderten.

Diese aber seien müde geworden, stellte Klaus Kreutzer heraus. „Es wurde von der Stadt vieles auf die Schiene gesetzt. Der Zug fuhr aber nicht los“, blickte der Vorsitzende des Verkehrs- und Fördervereins auf den immer wieder verschobenen Umbau der Kölner Straße zurück. Dabei sei ihre Attraktivierung dringend geboten: „Lennep sind im Laufe der Jahre 160 Einzelhändler verlorengegangen,“ erklärte Kreutzer, der einen „Generalplan“ forderte.

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