Über 200 Geschäfte und Dienstleister verschwunden

DOC: Klaus Kreutzer hofft auf Klarheit

Klaus Kreutzer, hier auf der Kölner Straße in Lennep, ist Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins.
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Klaus Kreutzer, hier auf der Kölner Straße in Lennep, ist Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins.

Der Vorsitzende des Verkehrs- und Fördervereins sieht einen Stillstand in Lennep.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Klaus Kreutzer hofft auf endgültige Klarheit, ob das Designer-Outlet-Center (DOC) gebaut werden darf – oder nicht. „Seit zehn Jahren herrscht in Lennep Stillstand“, beklagt der Vorsitzende des Verkehrs- und Fördervereins. „Alle warten auf eine Entscheidung. Aber: Eine Bluttransfusion nutzt niemanden, der schon Jahrzehnte unter dem Sauerstoffzelt liegt.“ Er werde sich am 25. Januar in Leipzig ein Bild von dem Urteilsspruch des Bundesverwaltungsgerichts machen, das darüber entscheidet, ob der Bebauungsplan rechtskräftig ist.

Kreutzer verfolgt schon seit langem, wie sich der Einzelhandel in Lennep verändert hat. In den vergangenen 50 Jahren seien über 200 Geschäfte, Dienstleister und Anlaufstellen verschwunden. Dabei habe Lennep mit seiner reizvollen Altstadt und der idyllischen Umgebung mit den Talsperren und der reizvollen Landschaft so viel zu bieten. Das aber müsse in das Bewusstsein potenzieller Tagestouristen verankert werden. Professionelle Hilfe sei dabei nötig. „Wir brauchen einen Citymanager, der in Lennep nicht nur Ansprechpartner sein soll, sondern auch anpacken muss“, nennt Kreutzer eine Forderung an die Stadt Remscheid.

Alles zum geplanten Outlet-Center in Lennep

Impulse will der Verein 2022 aber auch selber setzen. Der Pandemie zum Trotz plant der Vorsitzende das traditionelle Osterfeuer für den 16. April. Auch der Martinszug am 13. November soll stattfinden, wenn es die Corona-Auflagen zulassen. Dies gilt ebenso für das Volksfest, dass der Verein im Zelt am Lenneper Bahnhof arrangiert. „Der Rahmen wird so bleiben wie bisher. Allerdings wird sich der Name ändern“, kündigt Kreutzer an. Die Stadt München habe sich den Begriff Oktoberfest schützen lassen. „Möglicherweise wird daraus nun Septembersause“, kündigt Kreutzer an. „Aber weitere Ideen sind willkommen.“

Zudem werde der Verein auch weiterhin die Rosendamen unterstützen, die den Garten gegenüber dem Hardtpark pflegen. Und er will für mehr Licht in Lennep sorgen. Geplant sei eine Beleuchtung der Baumkronen am Kreishaus. „Und vielleicht eine Investition in die Weihnachtsbeleuchtung.“ Als Vorbild für die Kölner Straße, für die Kreutzer nach wie vor auf eine Revitalisierung durch einen Umbau pocht, könnten die Sterne in Lüttringhausen dienen.

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