Alter Markt in Lennep

Dachstuhlbrand in Lennep: Suche nach Ursache ist schwierig

Die Freiwillige Feuerwehr Hasten blieb für Nachlöscharbeiten.
+
Die Freiwillige Feuerwehr Hasten blieb für Nachlöscharbeiten.

Dachstuhlbrand in der Lenneper Altstadt: Die Einsatzkräfte kämpfen gegen Flammen in verschachteltem Gebäude.

+++ Update +++ Nach dem Dachstuhlbrand mit einem schwer verletzten Bewohner in Lennep ist die Ursache weiter unklar. Der 58-jährige Mann konnte noch nicht befragt werden. Das berichtet die Polizei auf RGA-Nachfrage. Auch die Untersuchung der zerstörten Wohnung ergab noch keinen Hinweis darauf, was genau sich in der Nacht von Sonntag auf Montag in dem Haus an der Wetterauer Straße ereignet hatte.

Wie berichtet, hatte der Lenneper, der in einer versteckt liegenden Dachgeschosswohnung lebte, bei dem Feuer schwere Brandverletzungen erlitten. Auf der Flucht vor den Flammen stürzte er noch vor Eintreffen der Feuerwehr aus dem ersten Obergeschoss in den Hinterhof des Hauses. Unter anderem überflog die Polizei im Verlauf ihrer Ermittlungen den ausgebrannten Dachstuhl mit einer Drohne. Demnächst werden die Brandermittler die verkohlten Räume noch einmal betreten. „Die Suche nach der Brandursache ist schwierig“, sagt Polizeisprecher Stefan Weiand. ric

Artikel vom 16. Januar: Dachstuhlbrand: 58-Jähriger stürzt aus Fenster

Von Axel Richter

Von den Dächern lenkte die Feuerwehr das Wasser in die Flammen. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude konnte sie so verhindern.

Remscheid. Noch am Morgen danach liegt beißender Brandgeruch über dem Alten Markt in Lennep. Eine Mitarbeiterin des Reformhauses Bacher in der Wetterauer Straße 2 schließt auf, um ihren Laden gleich wieder abzusperren. „Ich muss mich erst einmal sammeln“, sagt sie. Darüber hinaus erinnert zunächst wenig an die dramatischen Szenen, die sich in der Nacht zuvor in dem Fachwerkhaus abgespielt haben.

Ein 58-jähriger Lenneper, der oberhalb des Reformhauses und des Restaurants Mon Ami in einer kaum einsehbaren Wohnung lebte, liegt unterdessen mit schweren Brandwunden auf der Intensivstation der Fachklinik Bergmannsheil in Bochum. Beim Sturz aus dem ersten Obergeschoss des Gebäudes zog er sich zudem weitere Verletzungen zu.

Der versteckt liegende Hinterhof in der Wetterauer Straße 2.

Was genau in der Nacht geschah, ist bislang unklar. Am Vormittag suchten sich Brandermittler der Polizei und Mitarbeiter der städtischen Bauaufsicht ihren Weg in die versteckt liegende Wohnung im Dachgeschoss. Sie wollen wissen, wie es zu dem Feuer kommen konnte. Und ob die Räume im ausgebauten Dachgeschoss überhaupt bewohnt werden durften.

Gegen 22.45 Uhr waren die Einsatzkräfte zu dem Brand am Alten Markt gerufen worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen die Flammen bereits aus dem Obergeschoss des Fachwerkhauses.

Die Helfer fanden den Bewohner im Hinterhof. Er sei auf der Flucht vor den Flammen aus dem Fenster seiner Wohnung gesprungen, hieß es zunächst. Mittlerweile nehmen die Einsatzkräfte an, dass der Mann versucht hatte, sich über ein Gerüst in Sicherheit zu bringen und dabei abstürzte. Er kam unglücklich auf. Aufgrund der Schwere der Verletzungen konnte der 58-Jährige noch nicht befragt werden, wie es zu dem Feuer in seiner Wohnung gekommen war.

„Aus Feuerwehrsicht war das eine Horrorsituation.“

Christian Wette, Freiwillige Feuerwehr Lennep

Die Flammen bekämpfte die Feuerwehr über zwei Drehleitern und zeitgleich im Innenangriff über den Treppenraum. 13 Trupps unter Atemschutz drangen in das Gebäude vor. Dabei mussten die Einsatzkräfte zunächst einmal den Eingang finden und sich Zugang zum Ober- und Dachgeschoss verschaffen. „Aus Feuerwehrsicht war das eine Horrorsituation“, sagt Christian Wette, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Lennep: „Das war eine ganz schmale Löf, hinter der man keine Wohnung vermutet.“

Ähnlich äußerte sich Josef Köster, Brandamtmann der Berufsfeuerwehr Remscheid: „Die Flucht- und Rettungssituation ist zumindest grenzwertig.“ Ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude konnte die Feuerwehr verhindern. „Die Hitze war so stark, dass Fenster auf der gegenüberliegenden Seite geplatzt sind“, berichtet Köster.

Auch zwei Drehleitern kamen zum Einsatz.

Insgesamt befanden sich in der Nacht mehr als 60 Feuerwehrmänner und -frauen der Berufswehr sowie der Freiwilligen Feuerwehren Lennep, Lüttringhausen und Hasten im Einsatz. Erst gegen 5.30 Uhr konnten die letzten von ihnen den Brandort verlassen. Immer wieder waren einzelne Glutnester in den Zwischendecken zu löschen.

Die Ursache des Feuers blieb nach der ersten Begehung der vollständig ausgebrannten Wohnung unklar. Die Frage, ob die Räume überhaupt als Wohnung genehmigt war, ließ die Stadt mit Verweis auf den Datenschutz unbeantwortet. Nur so viel teilte die Bauverwaltung mit: 2019 sei mit der damaligen Eigentümerin die zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten des damals leerstehenden Objektes beraten worden. Mit welchem Ergebnis sagt die Stadt nicht.

Entwarnung gibt die Bauverwaltung für die umliegenden Gebäude und auch das Brandobjekt selbst. Das Haus in der Wetterauer Straße sei nicht akut einsturzgefährdet. Allerdings müsse in absehbarer Zeit „vermutlich mindestens das Dach- und Obergeschoss niedergelegt werden“.

Geschätzter Schaden: 250.000 Euro

Das Reformhaus Bacher blieb wegen Stromausfalls am Montag geschlossen

Auf 250.000 Euro schätzt die Polizei den bei dem Brand entstandenen Sachschaden. Weil es der Feuerwehr mit Hilfe einer so genannten Riegelstellung gelang, den Brand auf das Obergeschoss und den Dachstuhl zu beschränken, wurden die umliegenden Gebäude nur in geringem Maße beschädigt. Zum Beispiel platzten mehrere Fensterscheiben. Die Bewohner konnten dennoch bereits in der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren. Viel Lob zollen sie den Feuerwehrmännern und -frauen für ihren Einsatz.

Unser Artikel von 15 Uhr

Von Verena Willing und Axel Richter

Remscheid. Brandgestank liegt über dem Alten Markt in Lennep. Am Morgen nach dem Feuer in einer Wohnung im Hinterhof des Reformhauses Bacher erinnert sonst wenig an die dramatischen Szenen, die sich dort in der Nacht zu Montag abgespielt haben. Eine Mitarbeiterin des Geschäfts in der Wetterauer Straße 2 sieht nach dem Rechten. „Ich muss mich erst einmal sammeln“, sagt die Frau.

Das Haus, das in der Nacht gebrannt hat, befindet sich in einem Hinterhof.

Ein 58-jähriger Lenneper, der oberhalb des Reformhauses in einer kaum einsehbaren Wohnung lebte, liegt unterdessen mit schweren Brandwunden und einer Rauchvergiftung auf der Intensivstation der Fachklinik Bergmannsheil in Bochum. Noch bevor die Feuerwehr in der Nacht zum Montag am Brandort ankam, fiel er aus großer Höhe. Dabei zog er sich weitere Verletzungen zu.

Brand in Lennep: Flammen schlagen aus dem Obergeschoss des Fachwerkhauses

Am Vormittag werden Brandermittler der Polizei und Mitarbeiter der Baufaufsicht die versteckt liegende Wohnung im Dachgeschoss betreten, um herauszufinden, was genau sich dort in der Nacht ereignete. Und ob die Räume überhaupt bewohnt werden dürfen. Die Feuerwehr hat da so ihre Zweifel. Es gibt aus Lennep Hinweise darauf, dass dort niemand hätte wohnen dürfen. Ob das so ist, will die Stadt jetzt klären.

Gegen 22.45 Uhr waren die Einsatzkräfte zu dem Brand am Alten Markt gerufen worden. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden.

Es heißt in Lennep, die Reformhauskette Bacher sei auch Eigentümer des Gebäudes. Das ist laut Bacher nicht so. Man sei lediglich Mieter der unteren Räume, heißt es aus der Firmenzentrale in Düsseldorf. 

Gegen 22.45 Uhr waren die Einsatzkräfte zu dem Brand am Alten Markt gerufen worden. Zahlreiche Notrufe gingen in der Leitstelle ein. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen die Flammen bereits aus dem Obergeschoss des Fachwerkhauses. Den Bewohner fanden die Helfer im Hinterhof. Er hatte sich mit einem Sprung aus dem Obergeschoss aus den brennenden Räumen gerettet, war dabei aber „unglücklich aufgekommen“, berichtet die Feuerwehr.

Die Flammen bekämpfte die Feuerwehr über zwei Drehleitern und zeitgleich im Innenangriff über den Treppenraum. Dabei mussten die Einsatzkräfte zunächst einmal den Eingang finden und sich Zugang zu der Dachgeschosswohnung verschaffen. „Das Haus ist sehr verschachtelt“, berichtet Josef Köster, Brandrat bei der Berufsfeuerwehr Remscheid. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäudeteile konnten die Löschkräfte verhindern. Auch die bestehen aus alten Fachwerkkonstruktionen, das Feuer hätte darin weitere Nahrung gefunden.

Insgesamt befanden sich in der Nacht mehr als 60 Feuerwehrmänner und -frauen der Berufswehr sowie von Freiwilligen Feuerwehren aus  Lennep, Lüttringhausen und Hasten im Einsatz. Erst gegen 5.30 Uhr konnten die letzten von ihnen den Brandort verlassen. Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Die Flucht und Rettungssituation in dem alten Fachwerkgebäude nennt die Feuerwehr grenzwertig. Auch deshalb soll das Fachwerkhaus jetzt genau untersucht werden. Allerdings ist noch ungewiss, ob die Räume überhaupt betreten werden können.

Unter anderem kam eine Drehleiter zum Einsatz.

Die Brandursache ist nach Begehung von Brandsachverständigen weiter unklar. Der Mann konnte noch nicht befragt werden. Möglicherweise hatte er versucht, sich über ein Gerüst in Sicherheit zu bringen und ist dabei abgestürzt. Die Wohnung, die sich im ausgebauten Dachstuhl befand, ist komplett zerstört. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 250.000 Euro.

Das Reformhaus Bacher bleibt derweil geschlossen. Die EWR haben den Strom abgeklemmt. Möglicherweise hat das Löschwasser für weitere Gebäudeschäden gesorgt. ric

Unser erster Artikel, 8 Uhr

Remscheid. Ein 58-Jähriger ist bei einem Dachstuhlbrand in Remscheid so schwer verletzt worden, dass Rettungskräfte ihn in eine Spezialklinik bringen mussten. Offenbar zog er sich unter anderem schwere Verbrennungen zu.

Die Feuerwehr rückte am Sonntagabend gegen 22.30 Uhr zum Alter Markt nach Lennep aus. Dort war der Dachstuhl eines Fachwerkhauses in Brand geraten. Der Bewohner der betroffenen Wohnung soll ersten Informationen zufolge aus dem Fenster gesprungen sein.

Feuerwehr und Polizei waren mit zahlreichen Kräften vor Ort. Zur Klärung der genauen Ursache für das Feuer werden sich wohl am heutigen Montag Brandsachverständige die betroffenen Räume ansehen. wi

Weitere Blaulicht-Meldungen aus Remscheid

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

DSDS: Riccardo aus Remscheid bekommt die Goldene CD
DSDS: Riccardo aus Remscheid bekommt die Goldene CD
DSDS: Riccardo aus Remscheid bekommt die Goldene CD
Energiekrise setzt dem H<sub>2</sub>O zu
Energiekrise setzt dem H2O zu
Energiekrise setzt dem H2O zu
Wer erkennt dieses Haus mit Historie?
Wer erkennt dieses Haus mit Historie?
Wer erkennt dieses Haus mit Historie?
Ketten des Leopard 2 kommen aus Remscheid
Ketten des Leopard 2 kommen aus Remscheid
Ketten des Leopard 2 kommen aus Remscheid

Kommentare