Bildung

Lange Wunschliste für die Bibliothek - mit Café, 3-D-Drucker und mehr

Noch befindet sich die Stadtbibliothek an der Scharffstraße.
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Noch befindet sich die Stadtbibliothek an der Scharffstraße.

Leiterin Nicole Grüdl-Jakobs skizziert im Ausschuss die Zukunft der Stadtbibliothek. Hier soll es künftig viel mehr als Bücher und Co. geben.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Großzügig, innovativ und inklusiv - so stellt sich Nicole Grüdl-Jakobs die zukünftige Stadtbibliothek in Remscheid vor. Im Kulturausschuss skizzierte die Leiterin des Kommunales Bildungszentrums ihre Idee von einem sogenannten „Dritten Ort“. Unabhängig davon, wo dieser realisiert wird.

5500 bis 6000 Quadratmeter, davon 3500 bis 4000 Quadratmeter Nutzfläche, soll das neue Gebäude haben, so Grüdl-Jakobs. Zum Vergleich: Das aktuelle an der Scharffstraße hat etwa 3800 Quadratmeter Grundfläche. Zudem sei eine zentrale Lage wichtig, gut per ÖPNV zu erreichen und mit ausreichend Parkraum. Neben einem großen Veranstaltungsraum wünscht sich die Leiterin ein Lesercafé. „Das könnte durch die Lebenshilfe oder einen Pächter betrieben werden.“ Auch ein Innenhof oder eine Dachterrasse stehen auf der Wunschliste.

Remscheid arbeitet an Bibliothek der Zukunft

Mindestens genauso wichtig: die technische Ausstattung. Vom schnellen und flächendeckenden W-Lan (Grüdl-Jakobs: „Das ist uns in der heutigen Zeit ein ganz wichtiges Anliegen.“) über je einen eigenen Robotik-, 3-D-Druck- und Gaming-Bereich bis hin zu ausleihbaren Laptops. Zudem sei eine zweite von außen zugängige RFID-Anlage zur Rückgabe der Medien sinnvoll: „Allein schon, wenn mal eine nicht funktioniert.“

Außerdem regt die Leiterin des Kommunales Bildungszentrums die Anschaffung einer Video-Überwachung und eines digitalen Zutrittssystems an. „Nicht weil ich ein Kontrollfreak bin“, wie sie betonte, sondern um das Konzept einer Open Library zu realisieren. Damit seien bei vergleichbarer Personaldecke Öffnungszeiten von 7 bis 22 Uhr denkbar. Und das sieben Tage pro Woche.

Und den vor vielen Jahren aus Kostengründen abgeschafften Bibliotheksbus würde Nicole Grüdl-Jakobs gerne wiederbeleben. Um die Menschen zu erreichen, die aus welchen Gründen auch immer keinen der Bibliotheksstandorte aufsuchen können oder wollen. Dies sei auch eine Lehre aus Corona, so die Leiterin, die anregt, das mobile Angebote mit Dienstleistungen aus dem Bürgerservice zu verknüpfen.

Die Ausschuss-Mitglieder nahmen die Anregungen interessiert auf. Schließlich sei es falsch, bereits mit Scheuklappen zu denken, erklärt der Vorsitzende Karl Heinz Humpert: „Inwieweit wir das hinterher umsetzen können, ist eine völlig andere Frage.“

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