Heimatbund sammelt Spenden

Land fördert Wasserspiel am Lüttringhauser Rathaus

Einst schmückte die beiden Kinder die Fassade des Hallenbades, bald sollen sie Teil eines Wasserspiels werden.
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Einst schmückte die beiden Kinder die Fassade des Hallenbades, bald sollen sie Teil eines Wasserspiels werden.

Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich mit 40 Prozent an den Kosten am geplanten Wasserspiel hinter dem Lüttringhauser Rathaus.

In einer Montage wurde der Brunnen vorgestellt.

Remscheid. Laut Stadt sei der Zuwendungsbescheid für den Heimat-Fonds „Erinnerungskultur Steinernes Badepärchen der alten Badeanstalt Lüttringhausen in Verbindung mit einem Wasserspiel am historischen Rathaus Remscheid-Lüttringhausen“ bewilligt worden. Die zuwendungsfähigen Gesamtkosten betragen 43.000 Euro. Hiervon trägt das Land 50 Prozent, der Heimatbund Lüttringhausen übernimmt 40 Prozent, die Stadt Remscheid beteiligt sich mit 10 Prozent.

Die Vorgabe lautet, das Wasserspiel in diesem Jahr zu realisieren. Die Vergabe und bauliche Realisierung erfolgt durch die Technischen Betriebe Remscheid, heißt es in einem Schreiben der Stadtverwaltung. Die genauen Details zur Förderung und zum Ablauf der Bauarbeiten werden Stadt und Heimatbund in den kommenden Tagen ausführlich vorstellen, kündigt eine Sprecherin an.

Artikel vom 16.09.2020

Ein Stück Badeanstalt kehrt bald nach Lüttringhausen zurück

Der Heimatbund sammelt Spenden für das Wasserspiel am Rathaus.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Mehr als 15 Jahre nach der Schließung der Städtischen Badeanstalt Lüttringhausen könnte die Plastik, die einst ihre Fassade schmückte, eine neue Bestimmung finden. Der Heimatbund hat vorgeschlagen, die etwa ein Meter hohe Figuren, ein Kinderpärchen, zum Mittelpunkt eines Wasserspiels am Lüttringhauser Rathaus zu machen. Für das Vorhaben werden nun Spenden gesucht.

Rund 38 000 Euro soll das Wasserspiel nach Abzug des Kostenbeitrags der Stadt laut Heimatbund kosten. Bis zur Hälfte davon würde das Land NRW mit seinem „Heimat Zukunft Nordrhein-Westfalen-Fonds“ übernehmen – wenn sich für den Rest genügend Spender finden. „Wir rufen deshalb alle Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen auf, uns mit einer Spende bei der Realisierung der Planungen zu unterstützen“, heißt es in einer Mitteilung.

„Wir wollen eine kleine, aber feine Fläche zur Entspannung schaffen.“ 

Peter Maar, Heimatbund

Die Umgestaltung des Rathaus-Umfeldes war eines der wichtigsten Projekte des Heimatbundes in den vergangenen Jahren. Vor allem die verwahrloste Flächen zwischen Gneisenaustraße und Parkplatz Kreuzbergstraße war den Ehrenamtlern lange ein Dorn im Auge. Im Mai schließlich einigte sich die Bezirksvertretung nach mehrjähriger Beratung auf eine Gestaltung, eine familienfreundliche Parkanlage mit Sitzgelegenheiten. Und damals noch mit dem Wasserspiel als Option.

Denn während die Kosten der Umgestaltung aus städtischen und Fördermittel getragen werden, muss für das Wasserspiel vor allem der Heimatbund aufkommen, der es auch vorgeschlagen hat. Immerhin ein Eigenanteil von 19 000 Euro und Folgekosten von rund 2000 Euro pro Jahr.

Ob der Verein das stemmen kann, stand beim BV-Beschluss vor bald vier Monaten noch nicht fest. Entsprechend wurde ein Vorschlag verabschiedet, der mit oder ohne Wasserspiel funktioniert. Und dann dem Heimatbund die Entscheidung überlassen, ob er das Geld auftreiben möchte.

Dass er das möchte, wurde schließlich bei der Jahreshauptversammlung Anfang September bekannt. Dort wurden auch die Pläne für das Wasserspiel vorgestellt: Sieben kleine Wasserfontänen sollen entstehen, mit der Stein-Plastik eines Kinderpärchens als prägende optische Komponente im Hintergrund.

Eigens für einem solchen Zweck hatte sich der Heimatbund die Plastik beim Abriss der Städtischen Badeanstalt gesichert. Die war 1929, nur wenige Monate vor der Eingemeindung der bis dahin eigenständigen Stadt Lüttringhausen nach Remscheid, eröffnet worden. „Über viele Jahrzehnte war dieses Hallenbad ein sportlicher und auch sozialer Mittelpunkt für die Bürgerinnen und Bürger von Lüttringhausen“, sagt der Heimatbund. Generationen von Lüttringhausern hätten hier das Schwimmen gelernt. Bis das nicht mehr zeitgemäße Bad 2004 von der Stadt geschlossen wurde.

Dank einer Spende der Remscheider Stadtwerke konnte die Plastik, die über dem Eingang der Badeanstalt angebracht war, restauriert und eingelagert werden. Bisherige Pläne, sie an anderer Stelle zu nutzen, scheiterten aber. Bis sich nun erneut die Chance dazu bot.

Das Gelände am Rathaus soll ein „zentraler Treffpunkt, besonders für Familien mit kleinen Kindern“ werden, hofft der Heimatbund. Oder wie es Peter Maar, langjähriger Vorsitzender des Heimatbundes und einer der Initiatoren der Umgestaltungsidee, ausdrückte: „Wir wollen eine kleine, aber feine Fläche zur Entspannung schaffen.“ Dazu sei auch eine Informationstafel zur Badeanstalt geplant, um „damit ein vergangenes Kapitel an Heimatgeschichte in Erinnerung zu bewahren“.

Spenden

Geld für das Wasserspiel kann auf die Konten des Heimatbundes überwiesen werden. Die Spenden seien steuerlich absetzbar, sagt der Heimatbund, eine Quittung könne ausgestellt werden. Infos gibt es unter Tel. (02191) 5 06 63.

Wenn es nach dem Heimatbund geht, dann ist Lüttringhausen bald um eine Attraktion reicher. Der Bürgerverein schlägt vor, im Zuge der Aufwertung des Rathausumfeldes hinter dem 110 Jahre alten Gebäude an der Kreuzbergstraße einen Brunnen aufzustellen.

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