Pandemie

Die Lage im Sana hat sich entspannt

+
Bis zu 36 Intensivbetten kann das Sana-Klinikum bereitstellen. Sind 30 und mehr belegt, schaltet die Corona-Ampel auf Rot. Mittwoch war das der Fall. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt.
  • Axel Richter
    VonAxel Richter
    schließen

Stadt und Klinikum bewerten die Lage auf der Intensivstation höchst unterschiedlich.

Von Axel Richter

Remscheid. Die Zahl der Remscheider, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben sind, ist erneut gestiegen. Ein 84-jähriger Mann, der an einer schweren Vorerkrankung litt und an Covid-19 erkrankt war, ist gestorben. Er ist der 22 Remscheider, den das Robert-Koch-Institut offiziell zu den Opfern der Corona-Pandemie zählt.

Wie ist die aktuelle Betten-Situation auf der Intensivstation des Sana-Klinikums?

Das Sana-Klinikum kann bei Bedarf auf bis zu 36 Intensivbetten aufstocken. Laut Robert-Koch-Institut hielt das Krankenhaus an der Burger Straße am Donnerstag 31 Intensivbetten vor. Davon waren 27 Betten belegt, 8 davon mit Covid-19-Patienten, wovon wiederum 5 Patienten beatmet werden mussten. Bei den übrigen 19 Intensivpatienten handelte es sich um solche, die nach Operationen, schweren Krankheitsverläufen oder Unfällen die besondere Form der Überwachung, Betreuung und Behandlung benötigen.

Am Mittwoch hatte die Stadt mit Blick auf das Klinikum Alarm geschlagen. Warum?

Das Sana-Klinikum hatte sich am Mittwochmorgen in der Krisenstabssitzung der Stadt Remscheid intensivmedizinisch als nicht aufnahmefähig gemeldet und schaltete seine „Corona-Ampel“ auf Rot. Damit signalisierte das Krankenhaus, dass die Intensivstation ausgelastet ist. Zu dem Zeitpunkt war die Zahl der Intensivpatienten auf 30 gestiegen. „Gegen 13 Uhr hatte sich die intensivmedizinische Situation in unserem Klinikum jedoch wieder beruhigt, da die Zahl unserer Intensivpatienten auf 24 gesunken und unsere Ampel entsprechend auf Grün zurückgesprungen war“, heißt es aus der Sana-Zentrale in München.

Wie bewertet die Stadt die Lage im Remscheider Krankenhaus?

Thomas Neuhaus (Grüne), Gesundheitsdezernent und Leiter des Krisenstabes, reagierte besorgt. Das Krankenhaus arbeite am Rande seiner klinischen und personellen Möglichkeiten. Er bittet die Landesregierung um Hilfe, denn weder in Remscheid noch im Bergischen stünden weitere Betten zur Verfügung. Eine Verlegung von Patienten komme deshalb nicht in Frage. „Insofern erfolgt neben Gesprächen auf Remscheider Ebene mit Kliniken, Ärztekammer, Feuerwehr und Gesundheitsamt und auf regionaler Ebene der Oberbürgermeister eine entsprechende Rot-Meldung an den Krisenstabsbericht an das Land“, erklärt Neuhaus. Er fordert eine zentrale Stelle auf Landesebene, die nach freien Betten sucht und sie verwaltet. Dazu schlägt er vor, dass die Krankenhäuser finanziell entschädigt werden, die alle Operationen zurückstellen, die nicht sofort erfolgen müssen.

Was sagt Sana selbst dazu?

Das Unternehmen zeig sich gelassen. Aus München heißt es: „Grundsätzlich handelt es sich bei der grassierenden Corona-Pandemie um ein sehr dynamisches Ereignis, weswegen sich die Zahl eventuell zu versorgender Patienten – stationär wie intensivmedizinisch – stündlich ändern kann.“

Corona-Ampel

Die Corona-Ampel soll einen Überblick über die aktuelle Gefahrenlage geben. In den Kliniken zeigen die Farben Grün, Gelb und Rot, wie es um die Kapazitäten bestellt ist.

Das Sana-Klinikum kann auf 36 Intensivbetten aufrüsten. Bei bis zu 26 Intensivpatienten steht die Corona-Ampel auf Grün. Bei bis zu 29 Patienten schaltet sie auf Gelb. Ab einer Zahl von 30 zeigt die Ampel Rot. Dann gilt die Intensivstation als nicht mehr aufnahmefähig.

In unserem Live-Blog finden Sie alle Informationen rund um das Coronavirus in Remscheid. Der Blog wird laufend aktualisiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Fluten schädigen die Ökosysteme langfristig
Fluten schädigen die Ökosysteme langfristig
Fluten schädigen die Ökosysteme langfristig
Corona: Corona-Hilfe für Vereine - Inzidenz sinkt auf 13,5
Corona: Corona-Hilfe für Vereine - Inzidenz sinkt auf 13,5
Corona: Corona-Hilfe für Vereine - Inzidenz sinkt auf 13,5
L412 ist vorerst wieder befahrbar
L412 ist vorerst wieder befahrbar
L412 ist vorerst wieder befahrbar
Nach Unfall mit hohem Sachschaden: Die L 74 ist wieder frei
Nach Unfall mit hohem Sachschaden: Die L 74 ist wieder frei
Nach Unfall mit hohem Sachschaden: Die L 74 ist wieder frei

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare