Freiheitstraße ist Thema in Ortspolitik

Lärmschutz an B 229: Grüne fordern Messungen

Die Wirkung des Tempolimits auf der Freiheitstraße wurde Thema im Bauausschuss. Foto: Roland Keusch
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Die Wirkung des Tempolimits auf der Freiheitstraße wurde Thema im Bauausschuss.

Die Wirkung von Tempo 30 auf der Freiheitstraße wurde Thema in Ortspolitik.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Das Thema Lärmschutz rückte in den Mittelpunkt des Bauausschusses, der sich unter dem Vorsitz von Otto Mähler (SPD) am Dienstagabend neu formierte. Dem Gremium ordneten die Ortspolitiker nach der Kommunalwahl auch die Bereiche Umwelt, Stadtentwicklung und Klimaschutz zu, was sich in der Tagesordnung widerspiegelte – unter anderem mit Beratungen zum Lärmaktionsplan.

Von diesem leiten sich Maßnahmen ab, die dazu dienen sollen, Remscheider vor Krach zu schützen, der vom Straßenverkehr vor ihrer Haustür ausgeht. Ein markantes Beispiel dafür ist die vierspurige Freiheitstraße, auf der seit März 2019 Tempo 30 in der Nacht gilt.

Rechtsdezernentin brachte eine Anwohnerbefragung ins Gespräch

Susanne Fiedler (Bündnis 90/Die Grünen) erkundigte sich nach der Wirkung, die dadurch und durch die Optimierung der Ampelphasen auf dem Teilstück der Bundesstraße 229 erzielt werden konnte. „Vom Lärm gehen hohe Gesundheitsgefahren aus“, erinnerte sie an die Bedeutung des Themas. Wo es nötig ist, müsse es zu Geschwindigkeitsreduzierungen kommen. Grundsätzlich gelte es, dem Radverkehr und Fußgängern Vorrang zu gewähren, erklärte Susanne Fiedler die Position ihrer Partei.

Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke konnte ihr bei der Frage nach der Lärmentwicklung auf der Freiheitstraße nur bedingt weiterhelfen. Sie gehe aber davon aus, dass auch durch die permanenten Geschwindigkeitskontrollen zwischen 22 und 6 Uhr mehr Ruhe eingekehrt sei. Dort ist eine neue Blitzanlage der Stadt im Einsatz, die an unterschiedlichen Standorten versetzt werden kann und damit für die Autofahrer unberechenbar ist. Sie soll Raserei stoppen.

Allein in der ersten Testphase des Geräts vom 7. September und 7. Oktober 2019 wurden über 2600 Verfahren gegen Autofahrer eingeleitet, die auf der Freiheitstraße zu schnell unterwegs waren. Nun ist Michael, wie die Stadtverwaltung den grauen Kasten, getauft haben, im Dauereinsatz an der B 229. „Eine Befragung der Anwohner könnte Aufschluss geben, wie die Maßnahmen wirken“, schlug die Dezernentin vor, die daran erinnerte, dass die Lärmbelastung auf der Grundlage diverser Parameter berechnet und nicht gemessen werde.

Grünen-Sprecher David Schichel fand es hingegen sinnvoll, anhand von Stichprobenuntersuchungen zu überprüfen, ob Messungen des Lärms mit den Rechenmodellen und den Eindrücken der Anwohner übereinstimmen. Ein Beschluss darüber wurde jedoch nicht gefasst.

Michael haben die Mitarbeiter der Stadtverwaltung den grauen Kasten getauft, der seit Mai 2020 am Straßenrand platziert wird, um die Geschwindigkeit von Autos und Motorrädern zu messen. Seinen Kaufpreis in Höhe von 220.000 Euro hat er bereits erwirtschaftet.

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