Aktionstag

Die Remscheider Kulturszene gewährt exklusive Einblicke

Sieglinde und Martin Haase betreiben im Keller ihres Hauses an der Ackerstraße ein Papiertheater und ein Museum. Hier ist eine Szene aus „Typisch Bergisch“ zu sehen. Da darf natürlich die Wupper nicht fehlen. Martin Haase entwirft die Bühnenbilder mit viel Liebe zum Detail. Foto: Roland Keusch
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Sieglinde und Martin Haase betreiben im Keller ihres Hauses an der Ackerstraße ein Papiertheater und ein Museum. Hier ist eine Szene aus „Typisch Bergisch“ zu sehen. Da darf natürlich die Wupper nicht fehlen. Martin Haase entwirft die Bühnenbilder mit viel Liebe zum Detail.

Maximilian Süss geht mit „KuK“ online – Aktionstag am 28. November.

Von Melissa Wienzek

Sie sind noch da. Und sie sind viele. Wie bunt und vielfältig Remscheids Kulturszene ist, zeigt Veranstalter Maximilian Süss ab sofort mit seinem Projekt „Kunst und Kultur in Remscheid“, kurz KuK.

Er hatte die Idee zu KuK: Veranstalter Maximilian Süss.

Bei der Alternativveranstaltung zur ausgefallenen „Vaillant Nacht der Kultur und Kirchen“ gibt er der Remscheider Szene eine Bühne – und die hat schließlich derzeit keine anderen Auftrittsorte. Theater und Kulturstätten sind wegen der Pandemie mindestens noch bis Ende November geschlossen. „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass Kultur noch stattfindet“, betont Süss.

Er tritt mit seiner Firma MS Events als Veranstalter des Projektes auf, für das er 8500 Euro aus dem Notfallfonds Kultur erhalten hat. Die Firma Vaillant ist als Sponsor mit im Boot, die Stadt Remscheid unterstützt KuK ebenfalls. Auch dem RGA liegt die Kulturszene am Herzen: In loser Folge präsentiert der Tüpitter Künstlerporträts.

Heute gehen die ersten Inhalte auf der Internetseite www.kuk-remscheid.de online. Die Homepage ist die erste digitale Anlaufstelle: Kulturschaffende stellen sich vor, Veranstaltungsorte öffnen ihre Türen. Interessierte Gäste finden hier Künstler mit ihren Werken und können sich über die Seiten und Online-Kanäle der Kunstschaffenden weitere Informationen holen. Die Seite befindet sich noch im Aufbau. Sie soll aber ab 28. November mit allen Inhalten zur Verfügung stehen.

Der Aktionstag: Denn an jenem Samstag startet der KuK-Aktionstag. „Am 28. November präsentieren wir Kunstprojekte und Musik von Remscheider Künstlern, garniert mit interessanten Interviews, über unsere digitalen KuK-Kanäle“, erzählt Süss. Der genaue Ablauf folgt. Er wird immer aktuell auf der Homepage und den Online-Kanälen bekanntgegeben. Reinklicken lohnt sich.

Und danach geht’s weiter: Der 28. November bildet den Startschuss für viele weitere Aktionen, die in den darauffolgenden zwei Wochen in Remscheid über die Bühne gehen sollen. „Es wird KuK-Schaufenster geben, in denen Künstler ihre Werke präsentieren, und wir werden die Remscheider Kunst- und Kulturszene mit ihren Projekten über unsere digitalen KuK-Kanäle vorstellen.“ Das heißt: auf der Homepage, bei Facebook und Instagram.

Soziale Netzwerke: Über Facebook und Instagram will das Team um Maximilian Süss besondere Inhalte und informative Videos zu den Künstlern präsentieren. Es sind Live- Streams mit Talks, Lesungen und Musik geplant.

Die Künstler: Bislang machen schon viele Kreative mit. Wer mag, kann sich noch anmelden (siehe unten). Auf den Online-Kanälen gibt es ab sofort Appetithäppchen. Und hinter das erste Türchen schauen KuK und RGA heute schon mal gemeinsam:

Kurzporträt 1: Haases Papiertheater

Ein absolutes Unikat ist das Papiertheater von Martin und Sieglinde Haase. Im Keller ihres Wohnhauses an der Ackerstraße haben die Haases ein kleines Theater eingerichtet, das von der Gartenseite aus sogar barrierefrei erreichbar ist. In der ehemaligen Einliegerwohnung nebenan haben die Remscheider zudem ein kleines Papiertheater-Museum eingerichtet. Etwa 20 Ausstellungsstücke aus verschiedenen Ländern und von verschiedenen Verlagen sind hier zu sehen. „Sie sollten nicht einfach in der Schublade lagern“, sagt Sieglinde Haase. Gerade habe man fünf tschechische Theater aufgebaut. Auch in Spanien sei man fündig geworden. Erst seit ein paar Jahren sammelt das Ehepaar die kleinen Bühnen aus Papier, seit über 20 Jahren spielen sie jedoch schon selbst. Er schreibt die Texte und erstellt in liebevoller Detailarbeit die Bühnenbilder, sie spielt. Und dabei gibt es sogar richtige Spezialeffekte.

Was fasziniert die Haases am Papiertheater? „Das bedeutendste Merkmal ist die Tiefe der Bilder, die mit einfachsten Mitteln entstanden sind“, sagt Sieglinde Haase. Schon im 19. Jahrhundert gab es die typischen 3-D-Effekte. „Besonders bei den bergischen Stücken sagen uns das die Zuschauer immer wieder. Sie fühlen sich richtig in den Kasten hineingezogen.“ Aktuell schreibt Martin Haase an neuen Stücken. Zudem warten die Haases gespannt auf Nachricht von der Unesco: Sieglinde Haase hatte sich mit dem Papiertheater um die Aufnahme in die Liste des „Immateriellen Kulturerbes“ der Unesco in Deutschland beworben. Anfang Dezember soll die Entscheidung fallen.

Exklusive Einblicke ins Papiertheater gibt es bei „Kuk ma!“:

kuk-remscheid.de

Hier spielt die Musik

Mitmachen: Wer noch an dem Projekt teilnehmen oder sein Schaufenster zur Verfügung stellen möchte, kann sich gerne bei Maximilian Süss unter Tel. (0 21 91) 4 49 14 71 oder per E-Mail melden:

kontakt@kuk-remscheid.de

Die Homepage: Hier gibt es Orte, Events und Künstler zu entdecken:

www.kuk-remscheid.de

Facebook & Instagram: Auch in den sozialen Netzwerken ist KuK aktiv:

www.facebook.com/KuKRemscheid; Instagram: kuk.rs

Das bergische Orchester ist weiterhin in Kurzarbeit – In finanzieller Schieflage ist es aber nicht.

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