Denkmal

Kulturpolitiker suchen weiter nach der Zukunft vom Haus Cleff

7,7 Millionen Euro sind für die Sanierung vom Haus Cleff in Hasten vorgesehen. Foto: Roland Keusch
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7,7 Millionen Euro sind für die Sanierung vom Haus Cleff in Hasten vorgesehen. 

Bis 2023 soll die Sanierung des Denkmals abgeschlossen sein.

Von Frank Michalczak

Remscheid.Weitgehend harmonisch verliefen die Haushaltsberatungen im Kulturausschuss, der sich unter dem Vorsitz von Karl Heinz Humpert (CDU) mit geplanten Investitionen der Stadt Remscheid befasste. Breiteren Raum nahm am Dienstagabend das Haus Cleff in Hasten ein. Mit einem Volumen von 7,7 Millionen Euro soll das über 200 Jahre alte Patrizierhaus bis 2023 instand gesetzt werden.

Es zählt zum Historischen Zentrum in Hasten in der Nachbarschaft zum Deutschen Werkzeugmuseum und bot zuletzt Gemälden von Johann Peter Hasenclever und Werken des Remscheider Grafikers Gerd Arntz eine Heimat. Das Gebäude ist für die Öffentlichkeit geschlossen, seit 2014 erstmals Schädlingsbefall festgestellt worden war. Der gescheckte Nagelkäfer hatte weite Teile der Eichendielen zersetzt.

Fritz Beinersdorf (Linkspartei) mahnte an, dass nach wie vor eine inhaltliche Konzeption fehle, welche Angebote künftig im Haus Cleff vorgehalten werden sollen. „Vorschläge gab es ja schon viele“, blickte er auf die zurückliegenden Debatten zurück. Für die Zeit nach der Sanierung habe es zahlreiche Ideen gegeben. „Es sollte Kunst gezeigt und die Geschichte der Bewohner erzählt werden. Auch ein Trauzimmer war im Gespräch oder ein Museum zur Stadtgeschichte Remscheids.“

Remscheid: Fritz Beinersdorf forderte die Gründung einer Arbeitsgruppe

Nun gebe es „die erfreuliche Nachricht, dass bis Ende des Jahres die Außenhaut des Gebäudes fertiggestellt sein wird“. Beinersdorf forderte daher, dass sich eine Arbeitsgruppe mit diversen Experten nun rasch mit der künftigen Gesamtkonzeption für das Denkmal befassen solle. „Damit wir bestimmte Aspekte beim Innenausbau berücksichtigen können.“

Drei Millionen Euro sind für die museale Gestaltung in der Finanzplanung der Stadt bis 2025 vorgesehen. Kämmerer Sven Wiertz (SPD) kündigte zunächst einen Sachstandsbericht zum Themenkomplex an und will den Ortspolitikern eine weitere Vorgehensweise bei der Frage empfehlen, was aus dem Haus Cleff werden soll. So wurde der Antrag der Linken vertagt. Ausschussvorsitzender Karl Heinz Humpert unterstrich, welche große Bedeutung das Thema für die Remscheider Kulturpolitik habe: „Uns allen liegt am Herzen, dass ein gutes Konzept zum Tragen kommt.“ Allerdings seien bereits manche Ideen aus Denkmalschutzgründen und der Statik des Gebäudes gescheitert. Dazu zählten unter anderem gastronomische Angebote.

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