Kulturdialog

Neue Chancen für Remscheider Kulturschaffende

Miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsame Projekte zu entwickeln, ist eine der Zielsetzungen des Kulturdialogs, der erstmals wieder als Präsenzveranstaltung am Dienstagabend im Rotationstheater stattgefunden hat. Archivfoto: Peter Klohs
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Miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsame Projekte zu entwickeln, ist eine der Zielsetzungen des Kulturdialogs, der erstmals wieder als Präsenzveranstaltung am Dienstagabend im Rotationstheater stattgefunden hat.

Remscheider Kulturschaffende trafen sich im Rotationstheater zum Kulturdialog.

Von Sabine Naber

Remscheid. Bevor es mit dem Remscheider Kulturdialog im Rotationstheater losging, nahm Gastgeber David Schmidt am Dienstagabend die Gelegenheit wahr und führt die Gäste per Video durch das kleine Theater. Und sprach auch das größte Problem an, das wohl alle Theater zurzeit beschäftigt: Wie kriegen wir nach dem langen Lockdown die Zuschauer wieder ins Theater.

„Endlich wieder ein Kulturdialog in Präsenz. Das ist eine große Freude“, befand Claudia Gottschalk-Elsner, von der Remscheider Kulturförderung. Erstes Thema war dann, dass die Stadt seit Anfang des Jahres Mitglied im NRW-Kultursekretariat in Gütersloh ist und sich dadurch Chancen und Möglichkeiten für Remscheider Kulturschaffende ergeben.

„Wir setzen Fördermittel aus dem Kulturetat des Landes ein, um die kommunale Kulturarbeit in den Mitgliedsstädten zu stärken. Und entwickeln unter anderem gemeinsam mit unseren Mitgliedern kulturpolitische Ziele“, machte Antje Nöhren, Geschäftsführerin des Kultursekretariats NRW in Gütersloh deutlich. Eine Landesförderung von 1,3 Millionen Euro würde eins zu eins an die Städte weitergegeben. „Wir reagieren auf die Bedarfe der Städte. Und geben mehr als rein monetäre Förderung“, versicherte Nöhren.

Das konnte Sven Graf, künstlerischer Leiter des Teo Otto Theaters bestätigen: „Ich habe noch kein Förderprogramm gesehen, wo es so schnell geht wie hier.“ Auf die Frage Claudia Sowas, der Intendantin des Westdeutschen Tourneetheaters, ob ihr Theater auch Fördermittel beantragen könnte, trotzdem es bereits vom Land gefördert werde, sagte die Fachfrau: „Das schließt sich nicht aus. Sie können sich durchaus für ein konkretes Projekt bewerben.“

Auch beim Thema Kulturstrolche zeigte Nöhren einen Weg auf: „Da gibt es bei uns eine Ansprechpartnerin, mit der zusammen ein Katalog in der jeweiligen Stadt entwickelt wird. Vor allem müssen die Schulen mit ins Boot geholt werden.“ Je lebendiger eine Stadt bei den Projekten mitwirke, umso mehr profitiere sie.

2022 soll sich die Krea-Convention im Teo Otto Theater präsentieren

Jetzt hoffen die Kulturschaffenden, dass sich die Kulturbörse, die zukünftig „Krea-Convention“ heißen soll, 2022 wieder präsentieren wird. Geplant ist sie im Teo Otto Theater für den 11. und 12. Juni. „Kapazitäten für 39 Teilnehmende sind gegeben. Sie können sich an Ständen vorstellen und sich am Bühnenprogramm beteiligen“, erklärt Sowa. Und kann sich auf der kleinen Bühne Lesungen vorstellen, auf der großen Tanzvorstellungen.

„Durch eine Förderung konnten wir eine Tanzcompagnie aus Bremen nach Remscheid holen. Geplant für das Wochenende sind Tanzinstallationen um unser Theater herum. Die Bühne bleibt also frei“, erklärt Graf. Auch ein Kultur-Tödder, der beim letzten Mal gut angekommen sei, ist angedacht.

Annegret Calaminus stellte „Kubi“ vor, das Fortbildungsprogramm für Remscheider Akteure und Akteurinnen der kulturellen Bildung. Es bietet Workshops, Vorträge und Gespräche mit dem Ziel an, die kulturpädagogische Szene in Remscheid zu vernetzen und weiterzuentwickeln. Die Auftaktveranstaltung findet am 23. November, 15.30 Uhr in der Akademie der Kulturellen Bildung statt. „Da geht es um Kooperation und Vernetzung, zehn Impulsgeber stellen sich vor“, sagt Calaminus.

Mehr Informationen gibt es unter www.kubi-remscheid.de.

Hintergrund

Die gerade herausgebrachte Freizeit- und Kulturkarte stellte Claudia Gottschalk-Elsner kurz vor. Hier können sich Kulturstätten vorstellen, sind auf der Karte zu sehen. Wer dabei sein will, diese Einrichtungen müssten der Stadt Remscheid die Veröffentlichung auch erlauben. Das gehe beim Stadtmarketing telefonisch unter Tel. 16 29 37.

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