Remscheid ist vorbereitet

Krisenstab „Ukraine“ koordiniert den Zustrom

Von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz eingerichtet: der Krisenstab „Ukraine“ mit Dezernentin Barbara Reul-Nocke als Leiterin. Foto: Roland Keusch
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Von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz eingerichtet: der Krisenstab „Ukraine“ mit Dezernentin Barbara Reul-Nocke als Leiterin.

Ab Montag kann Remscheid mit Landeszuweisungen von Geflüchteten rechnen. Stadt sieht sich für Erstaufnahme gut gerüstet.

Von Andreas Weber

Remscheid. Siebzig Flüchtlinge aus der Ukraine sind bislang über persönliche Initiativen in Remscheid untergekommen, überwiegend in Privathaushalten. Nur dreißig Menschen bezogen städtische Unterkünfte. Die ersten Flüchtlinge sind in Burg angekommen. „Remscheid sieht sich für die Erstaufnahme dieser Menschen gut gerüstet“, teilt Stadtsprecherin Viola Juric mit. In einer unmittelbar nach Kriegsbeginn am 24. Februar installierten Arbeitsgruppe wurden passende Strukturen geschaffen, um Menschen in Remscheid kurzfristig aufnehmen und Hilfe bieten zu können. Am Donnerstag wurde aus der Arbeitsgruppe der Krisenstab „Ukraine“, der diese Strukturen weiterentwickeln soll.

Remscheid zeigt sich solidarisch mit der Ukraine - So können Sie jetzt helfen

Wer leitet den Krisenstab?

Die Federführung hat Barbara Reul-Nocke, Dezernentin für Ordnung, Sicherheit und Recht, ihr Stellvertreter ist Stadtdirektor und Kämmerer Sven Wiertz.

Wie setzt sich der Krisenstab sonst zusammen?

Dem generellen Aufbau eines Krisenstabs folgend gehören „Ukraine“ ständige und ereignisspezifische Mitglieder sowie die Bevölkerungsinformation und Medienarbeit (BuMA) an. Eine aus städtischen Mitarbeitenden bestehende Koordinierungsgruppe sorgt für die administrative Funktionsfähigkeit. Zu den ständigen Mitgliedern gehören das Kommunale Integrationszentrum, das Gebäudemanagement sowie vier Fachdienste: Soziales und Wohnen, Gesundheitswesen, Zuwanderung und Feuerwehr und Rettungsdienst.

Ständig ist außerdem die Kreispolizeibehörde Wuppertal dabei. Als ereignisspezifische Mitglieder sitzen die Fachdienste Digitalisierung und Informationstechnologie, Schule und Bildung, Sport und Freizeit, Jugend sowie Bürger, Recht und Ordnung und die Psychologische Beratungsstelle mit am Tisch. Außerdem sind das Schulamt, die Technischen Betriebe Remscheid, Stadtwerke und das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr involviert.

In welchen Schritten geht der Krisenstab vor?

Schritt 1: Unter Leitung von Claudia Schwarzweller (Fachdienst Zuwanderung) wird die strukturierte Erfassung persönlicher Daten organisiert, die gesundheitliche Anamnese oder die Unterbringung und Leistungsgewährung sowie der Umgang mit der besonderen Personengruppe der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge;

Schritt 2: Unter Leitung von Sevinc Brilling (Kommunales Integrationszentrum) werden die Ankommenden integriert. Kita- und Schulbesuche sollen ermöglicht werden. Zur Ermöglichung des Spracherwerbs werden Beratungs- und Unterstützungsleistungen sowie soziale Betreuung angeboten. Auch mögliche Unterstützung durch Ehrenamt und Wohlfahrtspflege oder die Integration in den Arbeitsmarkt werden thematisiert.

Schritt 3: Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan leitet die strategisch-operativen Fragestellungen zur Daseinsvorsorge und zum Zivilschutz. Es geht dabei um Beschaffung und Bevorratung von Energie, Kraftstoffen, Medikamenten. Und: Mit welchen Warnsystemen lässt sich der Zivilschutz verbessern? Was benötigt man für die kritische Infrastruktur?

Konfliktpotenzial

Konfliktpotenziale macht Remscheid unter den hier lebenden Russen und Ukrainern nicht aus. Im Stadtgebiet leben 840 Staatsangehörige der Russischen Föderation, davon besitzen 648 auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Ferner leben 131 ukrainische Staatsangehörige in Remscheid, von denen 54 die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Besonders gefährdete Einrichtungen wurden bisher nicht identifiziert.

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