Trägerschaft nicht geklärt

Krebsberatung ist wieder für die Patienten in Remscheid da

Mirjana Tegtmeyer-Ancic, Dr. Peter Ball, Siegfried Landau, Gabriele Gusdorf, Annette Wallbrecht und Angelika Sielmann (v.l.) bilden das Team der Krebsberatung Remscheid. Foto: Roland Keusch
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Mirjana Tegtmeyer-Ancic, Dr. Peter Ball, Siegfried Landau, Gabriele Gusdorf, Annette Wallbrecht und Angelika Sielmann (v.l.) bilden das Team der Krebsberatung Remscheid.
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Das Team will nicht länger warten.

Remscheid. Noch ist nicht klar, unter welcher Flagge sie am Ende segeln. Doch die Psychoonkologin Mirjana Tegtmeyer-Ancic, der Gerontologe Dr. Peter Ball und der Hastener Pfarrer Siegfried Landau lassen die Krebspatienten nicht länger warten. Während die Diakonischen Werke in Remscheid und Solingen noch über die Trägerschaft der Krebsberatung in beiden Städten verhandeln, haben sie ihre verwaiste Beratungsstelle wieder geöffnet. Und werden auch Ratsuchende aus Solingen nicht abweisen.

„Selbstverständlich lassen wir niemanden im Regen stehen“, sagt Annette Wallbrecht, die mit Gabriele Gusdorf und Angelika Sielmann zum Team der Helferinnen zählt. Patienten aus Remscheid und den umliegenden Städten gehören von jeher zu den Ratsuchenden, die die Sprechstunden im Gesundheitsamt in Hasten wahrnehmen. Ihnen geht es um Rehamaßnahmen nach erfolgten Behandlungen, um finanzielle Fragen, um die damit verbundenen Behördengänge. Oder auch um die Frage, ob und was auf den Tod folgt, wenn der Krebs doch stärker sein sollte.

Die diakonischen Werke in Remscheid und Solingen wollen Trägerschaft übernehmen

Seit dem Herbst 2019 war das Team um die bei den Patienten beliebte Mirjana Tegtmeyer-Ancic für solche und andere Fragen ansprechbar. Bis zu 70 Patienten suchten die Fachberaterin auf. Bis sie dann vor wenigen Monaten vor verschlossenen Türen standen. Der Grund: Der Verein Krebsberatung Solingen, der die Beratungsstelle im Hastener Gesundheitsamt eröffnet hatte, mochte nicht länger Träger der Einrichtung sein. Aktuell betreibt er seine Selbstauflösung.

Neue Träger sind zwar bereits gefunden: Die Diakonischen Werke der Evangelischen Kirchenkreise Lennep und Solingen wollen die Krebsberatung in beiden Städten übernehmen. Doch ein, zwei Monate werde es noch dauern, hieß es Mitte März. Noch sind nicht alle formaljuristischen Fragen beantwortet.

Die Remscheider wollen darauf nicht warten. Sie wissen: Je nach Verlauf der Krankheit drängt die Zeit. „Deshalb haben wir jetzt einfach wieder losgelegt“, sagt Annette Wallbrecht. Trotz Corona kann die Sprechstunde – immer donnerstags von 13 bis 15 Uhr – besucht werden.

Wir lassen wir niemanden im Regen stehen

Annette Wallbrecht

Zwar hat Mirjana Tegtmeyer-Ancic zwischenzeitlich in Gelsenkirchen eine neue berufliche Perspektive gefunden. Den Ratsuchenden in Remscheid will sie nun jedoch als Ehrenamtlerin einmal im Monat zur Verfügung stehen. Dr. Peter Ball bringt seine ärztliche Profession als ehemaliger Mediziner der Fabricius-Klinik ein während Siegfried Landau den seelsorgerischen Auftrag übernimmt. Der Bedarf ist ungebrochen. Remscheid hat eine hohe Krebsrate.

Kontakt: Gesundheitshaus, Hastener Str. 15, Tel. 16 39 70, Mail: Termine_Krebsberatungremscheid@web.de

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