Finanziert von Ministerium

Kraftstation-Fassade verwandelt sich in Weltraumlandschaft

Belinda Tillmanns (17) darf gemeinsam mit dem freischaffenden Künstler Lukas Pauer die Fassade der Kraftstation besprühen. Foto: Doro Siewert
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Belinda Tillmanns (17) darf gemeinsam mit dem freischaffenden Künstler Lukas Pauer die Fassade der Kraftstation besprühen.

Graffiti-Künstler legen gemeinsam mit Jugendlichen Hand an.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Zwei Profis, 12 Teilnehmer, 270 Quadratmeter Fläche und endlos viel Farbe - die Fassade der Kraftstation erfordert großen Einsatz, um bald in neuem Glanz zu erstrahlen. Es ist ein großes Projekt, das unter anderem vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW finanziert wird.

Im Rahmen des Ferienprogramms arbeiten zwei professionelle Graffiti-Künstler gemeinsam mit den Teilnehmern ab 16 Jahren an der großen Fassade, die sich seit dem 5. Juli in eine Weltraumlandschaft verwandelt. Paul Etzelmüller von der Kraftstation erzählt, dass bei der Ideenfindung vorab viele Ideen im Raum standen. „Neben dem Weltraum waren Unterwasserwelten und auch der Dschungel in der Diskussion, aber alle haben sich recht schnell auf das Weltall-Thema geeinigt.“

Einige Unterwasserelemente werden aber auch dabei sein. In der Tat kann man trotz des Gerüsts schon gut erkennen, dass auf der Wand Planeten, Aliens, Raumschiffe, aber auch Goldfische und das Gesicht einer Frau, die Seifenblasen macht, entstehen. Dafür werden teilweise auch die Fenster mit in die Motive einbezogen, ganz blickdicht sollen sie aber nicht werden.

Allerdings macht das Wetter den Künstlern im Moment häufiger einen Strich durch die Rechnung, als ihnen lieb ist. Mit dem Regenfall der letzten Tage sind sie in einen Rückstand geraten, der nun dringend aufgeholt werden muss.

Belinda Tillmanns regt legale Spray-Flächen an

„Wir müssen auf jeden Fall auch das Wochenende nutzen, obwohl wir jeden Tag durchaus fünf Stunden beschäftigt sind“, erklärt Lukas Pauer. Er ist einer der Profis, die die Jugendlichen anleiten – und ist dabei selbst höchst fleißig. Pausen müssen zwischendurch auch eingelegt werden, Materialien besorgt oder ausgetauscht werden. Bis Montag muss der größte Teil der bis zu 14 Meter hohen Wand fertig sein, denn dann wird das Gerüst abgebaut. So viel Spaß das Großprojekt auch macht, Sicherheit geht trotzdem vor. Mit speziellen Masken sind sie vor Dämpfen geschützt, und mit maximal sechs Personen gleichzeitig auf dem Gerüst sollen Unfälle vermieden werden. Glücklicherweise blieb die Gruppe davon bislang verschont.

Mit am Werk ist auch Belinda Tillmanns. Sie hat schon Erfahrung mit Graffiti, denn sie war bereits bei einem anderen Kunstprojekt der Kraftstation dabei. „Zu Hause tobe ich mich aber auch aus, zum Beispiel an der Garagenwand“, erzählt die 17-Jährige, die auch Mitglied des Remscheider Jugendrates ist und angeregt hat, in Remscheid eine freie Fläche zum legalen Sprühen einzurichten. Der Antrag dazu liegt im Moment der Stadt zur Bearbeitung vor.

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