370.000 Euro für Umbau

Regierungspräsidentin bringt Förderbescheid für Kraftstation persönlich vorbei

Treffpunkt Kraftstation: Regierungspräsidentin Brigitta Raderrmacher brachte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz den Förderantrag für den Umbau vorbei.
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Treffpunkt Kraftstation: Regierungspräsidentin Brigitta Raderrmacher brachte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz den Förderantrag für den Umbau vorbei.
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Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher brachte den Förderbescheid vorbei.

  • 370 000 Euro fließen in den Umbau der Kraftstation in Stachelhausen.
  • Die Freizeiteinrichtung bietet nicht nur vielfältige Kinder- und Jugendarbeit.
  • Die Teilhabe und Integration aller Menschen soll ermöglicht werden.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Die Kraftstation in Stachelhausen steht vor einem Umbau. Rund 370 000 Euro fließen in die Jugend-Einrichtung, deren Untergeschoss umgestaltet wird. Geplant sind unter anderem ein barrierefreier Zugang und neue Gemeinschaftsräume, die den Anwohnern als Treffpunkt dienen. Genau dies ist im Sinne von Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher, die am Donnerstag in Remscheid vorbeischaute, um den Förderbescheid vorbeizubringen. „Es ist wichtig, dass wir hier in Menschen und in Konzepte investieren – und nicht nur in Steine und Wände“, sagte sie.

Das neue Untergeschoss steht im Zusammenhang mit dem Stadtumbau West. Seit etlichen Jahren fließen Mittel der Städtebauförderung nach Honsberg und Stachelhausen, wo sich viele Bewohner „wie Gottes vergessene Kinder“ gefühlt haben, erklärte OB Burkhard Mast-Weisz mit Blick auf den Strukturwandel in den Quartieren. Entstanden sind bereits unter anderem der Neue Lindenhof als Begegnungszentrum in Honsberg, eine Boulebahn, zusätzliche Aussichtspunkte und neue Wegeverbindungen zwischen den Stadtteilen. „Nun wird Stachelhausen ein ganz neues Profil erhalten“, kündigte der Oberbürgermeister an.

„Viele Bewohner fühlten sich wie Gottes vergessene Kinder.“
OB Burkhard Mast-Weisz

Denn: Die Umgestaltung der Kraftstation knüpft an einen Platz an, der in ihrer direkten Nachbarschaft entstehen wird. Dieser soll allen Generationen Sport, Spiel und Bewegungsmöglichkeiten bieten. 980 000 Euro kostet das Areal auf dem Gelände der ehemaligen Kfz-Zulassungsstelle. Das „grüne Wohnzimmer Stachelhausen“ soll ab 2021 Formen annehmen, erklärte die zuständige Rathausmitarbeiterin Adelheit Böhm, die für ihren gut begründeten Förderantrag großes Lob von der Regierungspräsidentin erhielt.

Remscheid: Kraftstation bietet der Jugend und den Senioren ein Zuhause

Es lag nahe, Platz und Kraftstation miteinander zu verzahnen, berichtete Peter Apel, der den Stadtumbau West seit über vier Jahren fachlich begleitet. Der Geschäftsführer des Planungsbüros Stadtkinder mit Sitz in Dortmund zeigte auf, dass insbesondere Familien von dem Umbau des Untergeschosses profitieren. „Wenn sie mit ihren Kindern, die neuen Spielgeräte auf dem Platz nutzen wollen, stehen sie auch vor der Frage, wo sie denn Toiletten vorfinden.“ Die Frage werde sich erledigen – durch die neuen WCs im Untergeschoss der Kraftstation.

Auf der anderen Seite gehe von den Nutzern der Einrichtung soziale Kontrolle aus, die beitragen könne, auf dem neuen Areal Vandalismus zu verhindern.

Wolfgang Zöller, Geschäftsführer der Kraftstation, zeigte sich erfreut, dass die Einrichtung eine Frischzellenkur erleben werde. Die Modernisierung des Untergeschosses habe ihm und seinem Team schon seit Jahren am Herzen gelegen. Die Freizeiteinrichtung bietet nicht nur vielfältige Kinder- und Jugendarbeit, sie ist auch das Zuhause des Vereins Sport für Seniorinnen und Senioren Remscheid. Deren Mitglieder seien froh, dass ihnen der Zugang ins Gebäude erleichtert werde, erklärte Zöller, dem für eine Modernisierung des Untergeschosses jahrelang das Geld fehlte.

Dieses stammt nun aus dem „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“, der das Bundesbauministerium gemeinsam mit den Ländern gestartet hat.

Im Fokus stehen dabei bauliche Maßnahmen zum Erhalt und zum Ausbau von sozialer Infrastruktur. Es sollen laut Ministerium „Räume für Bildung und Begegnung geschaffen“ werden, um vor Ort die Teilhabe und Integration aller Menschen zu ermöglichen – unabhängig von ihrem Einkommen, ihrem Alter, ihrer Herkunft und Religion. In Stachelhausen soll dies durch die Kombination aus neuem Platz und modernen Räumen in der Kraftstation gelingen.

Hintergrund

Herzstück des Stadtumbaus ist der Neue Lindenhof, der in Honsberg entstanden ist. Das Gemeinschaftshaus ist das Zuhause diverser Vereine und Initiativen – unter anderem Stadtteil e.V. Auch das Planungsbüro Stadtkinder, das die einzelnen Umbauschritte in Stachelhausen und Honsberg begleitet, hat hier zwischenzeitlich ein Büro bezogen. Das Projekt an der Kraftstation soll 2021 umgesetzt werden. Zur Platzgestaltung konnten Interessenten Anregungen beisteuern.

Es soll auch an anderen Stellen der Remscheider Innenstadt umgebaut werden. Der Busbahnhof-Umbau wird 2021 beginnen.

Auch die Allee-Straße soll in zehn Jahren anders aussehen. Dabei bitten Planungsbüros die Remscheider im Internet um ihre Meinung.

Bei der Baustelle Ring-/Rader Straße gab es Verzögerungen. Der schlechte Zustand des Untergrunds war der Grund dafür.

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