Freizeitpark Kräwinkler Brücke

Kräwi: Straßenbahn rostet vor sich hin

Freizeitpark Kräwi vor der alten Straßenbahn: Vorarbeiter Stephan Schiffer und sein Team bei Saisonvorbereitungen. Foto: Roland Keusch
+
Freizeitpark Kräwi vor der alten Straßenbahn: Vorarbeiter Stephan Schiffer und sein Team bei Saisonvorbereitungen.
  • Axel Richter
    VonAxel Richter
    schließen

Der ausrangierte Waggon im Freizeitpark Kräwinkler Brücke scheint nicht zu retten.

Von Axel Richter

Remscheid. So viel ist sicher: Die alte Straßenbahn an der Kräwi hat ihre besten Tage hinter sich. Seit einigen Jahren steht sie auf dem Gelände des Freizeitparkes an der Wuppertalsperre, der heute von der Arbeit Remscheid gGmbH betrieben wird. Und deren Mitarbeiter haben schon so einige Rettungsversuche unternommen, doch, sagt Geschäftsführer Ralf Barsties: „Da können Sie so viel spachteln und lackieren wie Sie möchten, die Bahn rostet dennoch unaufhaltsam vor sich hin.“

2011 galt der ausrangierte Waggon der Rheinbahn Düsseldorf als neue Attraktion im Freizeitpark Kräwinkler Brücke. Die Gabe gGmbH aus Solingen, wie die Arbeit Remscheid eine Gesellschaft, die junge Menschen in Arbeit und Ausbildung bringen will, hatte das Tonnen schwere Gefährt aus den 60er Jahren als Unterstand und Café auf das Gelände schaffen lassen und auf Schienen gestellt.

Remscheid: Weniger Vandalismus im Corona-Sommer 2020

2015 übernahm die Arbeit Remscheid den Betrieb der Kräwi. Und die Mitarbeiter und Ein-Euro-Jobber, die das Unternehmen beschäftigt, machten sich auch wiederholt ans Werk, um das in die Jahre gekommene Schienenfahrzeug zu erhalten. Mit Gewebematten versuchten sie, Löcher zu stopfen, den Rost hielt das nicht auf. Heute ist vom einstigen Hingucker nicht mehr viel übrig geblieben. Auch in den bereits anlaufenden Planungen zur Öffnung der Kräwi im Sommer spielt der Waggon keine besondere Rolle. In der Pandemie hat die Arbeit Remscheid schlicht anderes zu tun. Ziel ist es, die Liegewiesen im Sommer wieder zu öffnen. Coronakonform, versteht sich. Im vergangenen Jahr war das gelungen, auch weil es von der Stadt Remscheid einen ordentlichen Zuschuss gab.

Ralf Barsties konnte zusätzliches Personal beschäftigen, das den Eintritt regelte und dafür sorgte, dass die Menschen die Abstandsregeln einhielten. Das Wetter spielte mit. Wer im Sommer nicht in Urlaub fahren konnte, genoss deshalb ein paar schöne Tage an der Kräwi. Tage zudem, an denen sich die Mitarbeiter an der Kräwi über Vandalismus nicht zu ärgern brauchten.

Der Grund: Im Coronasommer 2020 war die Sport- und Freizeitanlage erstmals in ihrer Geschichte abgeschlossen worden. „Das ist auf große Akzeptanz gestoßen“, berichtet Ralf Barsties. „Und die Vandalismus-Schäden sind im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurückgegangen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Jakobsstollen: Eindringlinge riskieren ihr Leben
Jakobsstollen: Eindringlinge riskieren ihr Leben
Jakobsstollen: Eindringlinge riskieren ihr Leben
Brand an der Honsberger Straße: Polizei geht von Defekt aus
Brand an der Honsberger Straße: Polizei geht von Defekt aus
Brand an der Honsberger Straße: Polizei geht von Defekt aus
Biker-Mode wird in Remscheid in Handarbeit hergestellt
Biker-Mode wird in Remscheid in Handarbeit hergestellt
Biker-Mode wird in Remscheid in Handarbeit hergestellt

Kommentare