Raum für Musik

Kombinat will Musikzentrum schaffen

Jens (l.) und Yannic Zwinscher sind Teil des Teams, das einen Begegnungsraum in Remscheid schaffen will. Foto: Michael Schütz
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Jens (l.) und Yannic Zwinscher sind Teil des Teams, das einen Begegnungsraum in Remscheid schaffen will.

Unterstützt wird das Projekt von der Deutschen Rockmusik Stiftung.

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Laute Gitarren und donnernde Schlagzeuge: Wer Musik macht, weiß, wie laut Musikinstrumente sein können und wie wichtig geeignete Proberäume sind. Doch das Angebot an solchen Räumen ist in Remscheid knapp, erklärt Steffanie Bieletzki, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Das Kombinat“. Der Bedarf sei aber umso größer. „Proberäume sind das, was Musiker brauchen, um Musik zu machen“, sagt Bieletzki, die zwar nicht selbst Musik macht, aber alles Organisatorische rund um das Kombinat managt. Und deswegen hat das Kombinat eine Idee: „Wir wollen nicht nur neue Räume für Remscheid, sondern einen Begegnungsraum schaffen“, so Bieletzki.

Proberäume sind das, was Musiker brauchen, um Musik zu machen.

Steffanie Bieletzki, Das Kombinat

Zusammen mit Yannic Zwinscher (ebenfalls Kombinat) und seinem Vater Jens Zwinscher, die zu dritt einen erweiterten Arbeitskreis gebildet haben, arbeitet sie an der Idee, bezahlbare Proberäume mit Auftrittsmöglichkeiten, einer Instrumentenwerkstatt und einem Begegnungscafé zu kombinieren. „Wir wollen Musikern einen Raum bieten, wo sie andocken können. Bands, die sich gerade erst gründen, könnten auf Experten zugehen“, erklärt sie. Gerade Schüler sollen dadurch angesprochen werden, die oft im Privaten keine Möglichkeit haben, sich mit ihrer Band zu treffen.

Unterstützt wird das Kombinat bei der Umsetzung der Ideen von Holger Maack, Vorstand der Deutschen Rockmusik Stiftung mit Sitz in Hannover, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Möglichkeiten für das Ausüben von Musik zu verbessern – beispielsweise durch die Förderung von Fortbildungsmöglichkeiten, mobilen Einrichtungen und Seminar- und Übungsräumen. In welche Richtung die Reise für die Musiker dabei gehe, sei aber noch unklar. „Am Schönsten wäre ein großes Gebäude, von Grund auf hergerichtet, schallisoliert und beheizbar. Mit Räumen in verschiedenen Größen für kleine und große Bands, aber auch für Einzelpersonen, wo jeder 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche proben kann, ohne jemanden zu stören“, fasst Steffanie Bieletzki zusammen.

Sie wünsche sich eine Bühne, auf der Auftritte möglich wären, die „nicht nur musikalisch sein müssen“. Ebenso könnte ein Café Anklang finden, dass auch nach Außen hin für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehe: „Ein Café für den Austausch, in dem die Leute auf die Musiker zugehen, sich neue Konstellationen bilden können und niemand mehr in seinem Kämmerlein verschwindet.“ In einer Instrumentenwerkstatt könnten Musiker Ersatz bekommen, wenn eine Gitarrensaite reißt oder Drumsticks kaputtgehen. Das Kombinat will sich nun mit Remscheidern zusammensetzen, Ideen sammeln und sich über die Möglichkeiten austauschen.

„Was wünschen wir uns? Was brauchen wir? Wie kann das Projekt finanziert werden? Gründen wir einen Verein?“, seien Fragen, die dabei geklärt werden müssen. Bislang stoße das Kombinat auf sehr positive Resonanz. „Wir sind mit unserer Idee noch ganz am Anfang“ sagt Steffanie Bieletzki. „Wir hoffen darauf, mit anderen zusammenzukommen, die etwas bewirken können“, so Jens Zwinscher. Wer will, kann Kontakt zu dem Team aufnehmen: s.bieletzki@gmx.net jenszwinscher@gmail.com

Das Kombinat

Vor etwas mehr als zwei Jahren haben die vier Remscheider Sebastian Haiduk, Kai Kotzyba, Yannic Zwinscher und Steffanie Bieletzki von Das Kombinat zwei der Künstlerwohnungen von der Kulturwerkstatt Ins Blaue angemietet – und bilden seitdem eine Untergruppe des Vereins. An der Halskestraße arbeitet das Quartett Tür an Tür mit anderen Kreativen der Szene.

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