Bachelorstudium

Kolleg verknüpft Ausbildung mit BWL-Studium

Vorfreude auf das SiA-Projekt: Konrektor Achim Zyto.Archivfoto:Doro Siewert
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Vorfreude auf das SiA-Projekt: Konrektor Achim Zyto.

Bildungslandschaft wird um ein Pilotprojekt des Landes NRW erweitert.

Von Andreas Weber

Remscheid. Die Rheinische Fachhochschule Köln (RFH) verabschiedet sich aus Remscheid, die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) steigt über ein innovatives Projekt intensiver ein. Mit dem Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung bietet die private Institution ab August 2022 die Möglichkeit, eine kaufmännische Ausbildung zum Industriekaufmann/frau parallel zum Bachelorstudium Betriebswirtschaft zu starten.

Remscheid wird Standort für ein vom Bund finanziertes NRW-Pilotprojekt, das vergangenes Jahr an drei Standorten begann und 2022/2023 in weiteren sechs Städten fortgesetzt wird. Die studienintegrierende Ausbildung (SiA) verknüpft erstmalig systematisch die drei Lernorte Betrieb, Berufskolleg und Hochschule.

Die Stoßrichtung von RFH und FHM lässt sich zwar nicht vergleichen, gleichwohl ist Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz froh, dass sich in der Bildungslandschaft eine weitere Tür öffnet. „Nach der großen Enttäuschung, dass die Rheinische Fachhochschule Köln ihren Betrieb in Remscheid zum Wintersemester 2024 einstellt, freue ich mich sehr, dass wir hiesigen Unternehmen im betriebswirtschaftlichen Bereich eine Perspektive bieten und dem Fachkräftemangel entgegenwirken.“

Standort wird der Neubau des Berufskollegs am Hauptbahnhof sein, der im Sommer eingeweiht wird. Dort wird es einen Hörsaal, ein Studienzentrum sowie eine kleine Bibliothek geben. Die universitäre Atmosphäre soll in dem modernen Komplex so gut wie möglich abgebildet werden.

Seit 2015 gibt es eine Zusammenarbeit des Berufskollegs mit der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld. Diese wird mit SiA verfeinert. Es gilt: „Ein Ausbildungsgang, zwei Abschlüsse, drei Lernorte, vier Jahre.“ In den ersten 18 Monaten durchlaufen die Azubis in der Grundstufe wesentliche Teile einer dualen Berufsausbildung. Zusätzlich vermittelt die Hochschule fachbezogene Studieninhalte. Flankiert wird SiA durch ein Berufs- und Laufbahncoaching, das sich durch die vier Jahre zieht und die Azubis bei ihren Entscheidungen unterstützt. Der Abschluss der dualen Ausbildung erfolgt im dritten Jahr, im vierten Jahr ist der Bachelor an der Reihe. Klassenarbeiten werden eins zu eins als Studienleistungen anerkannt. Die Gebühren liegen bei 180 Euro im Monat.

Konrektor Achim Zyto, der SiA federführend am Kolleg koordinieren wird, hält die Summe für vertretbar: „Man muss sehen, dass Industriekaufleute in Ausbildung um die 1000 Euro im Monat verdienen. Wer noch zu Hause lebt und keine Miete zahlen muss, kann dies aufbringen.“ Bereits heute kann am Berufskolleg BWL studiert werden. Aus den Reihen der Industriekaufleute wählen jährlich vier bis sechs das Studium. Für das SiA-Projekt geht Zyto maximal von zehn Studierenden aus. Dafür will das Berufskolleg auch die hiesigen Gymnasien und deren Absolventen ansprechen.

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