Frühe Hilfen

Kleinkinder: Pandemie bringt Probleme beim Spracherwerb

Der Arbeitskreis 0-3 der Frühen Hilfen in Remscheid tauschte sich am Mittwoch über die Folgen der Pandemie für Kinder aus. Foto: Roland Keusch
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Der Arbeitskreis 0-3 der Frühen Hilfen in Remscheid tauschte sich am Mittwoch über die Folgen der Pandemie für Kinder aus.

Netzwerk Frühe Hilfen in Remscheid tauscht sich aus.

Von Peter Klohs

Remscheid. Während der Pandemie hat der Arbeitskreis 0-3 der Frühen Hilfen seine Hilfsangebote für Familien und ihre Kinder im Alter von null bis drei Jahren aufrechtgehalten. Der Arbeitskreis kam am Mittwoch zusammen, um sich darüber auszutauschen, welche Auswirkungen die Krise auf Familien, Kinder, Fachkräfte und Hilfsangebote hatte.

21 Frauen unterschiedlicher Fachbereichen kamen im Gemeindehaus Büchel zusammen: Familienhebammen waren ebenso dabei wie Mitarbeiterinnen des Jugendamtes, des Sozialpädiatrischen Zentrums des Sana-Klinikums und des kommunalen Integrationszentrums. 20 Institutionen sind im Arbeitskreis involviert, die Schwangeren und Kindern im Alter bis zu drei Jahren helfen.

Das Netzwerk, seit Anfang 2009 tätig, bietet unter anderem Hilfe und Förderung von Beziehungs- und Erziehungskompetenz an. Grundlage sei das Bundeskinderschutzgesetz – wobei der Arbeitskreis schon vor der Initiierung 2011 seine Arbeit aufgenommen habe.

Die Beteiligten des Netzwerktreffens sehen in der Krise deutliche Auswirkungen auf ihre Arbeit. Die Kontaktaufnahme zu Ämtern und Behörden war deutlich erschwert, das Abstandsgebot führte zuweilen zu Abstand zwischen Trägern, Institutionen und Kolleginnen, der Verzicht auf persönliche Begegnungen verzögerte und erschwerte das Netzwerken erheblich.

„Digital ist schön und gut“, sagte Annette Stevens, „aber ersetzen kann man die persönliche Begegnung auch damit nicht.“ Allerdings stellte der Arbeitskreis auch fest, dass Kinder die coronabedingten Änderungen besser annehmen konnten als Erwachsene. „Die Kinder in den Kitas sind viel selbstständiger und selbstbewusster geworden. Man darf aber nicht verschweigen, dass der höhere Medienkonsum leider negative Auswirkungen auf die Sprache hat.“ Im Allgemeinen, so Alexandra Krause, haben Existenzsorgen und finanzielle Sorgen die Themen der Beratung geprägt. „Sie haben deutlich zugenommen.“

Dass Netzwerk verzeichnet rund 300 Anrufe pro Jahr. „Manche stellen nur eine Frage“, sagte Annette Stevens, „andere wollen sich direkt zur Beratung anmelden.“ Der Arbeitskreis wird über die Bundesstiftung Frühe Hilfen finanziert, seit dem Jahr 2013 auch von der Stadt. Kontakt: Tel. (0 21 91) 7 91 41 70.

fachstelle@fruehe-hilfen-rs.de

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