Kinderschutzbund

Kleiderläden öffnen für die Kinder

Bei der Arbeit: Hebaa Karemalden, Andrea Homfeld und Kristina Pütz im Kleiderladen, Zur Böckerswiese 7. Foto: Roland Keusch
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Bei der Arbeit: Hebaa Karemalden, Andrea Homfeld und Kristina Pütz im Kleiderladen, Zur Böckerswiese 7.
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Drei Secondhand-Geschäfte des Kinderschutzbundes dürfen wieder Textilien anbieten

Remscheid. Die Kleiderläden vom Kinderschutzbund Zur Böckerswiese in der Innenstadt und an der Schwelmer Straße in Lennep öffnen wieder. Der Lockdown endet aber nur, um den Bedarf für den Nachwuchs zu stillen. „Wir dürfen Kinderkleidung verkaufen, aber auch Spielzeug und Jugendbücher“, berichtet der Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Remscheid Karl-Richard Ponsar mit Blick auf das abgespeckte Angebot, das er nun in der Pandemie vorhalten kann.

Er kann viele Geschichten über Eltern erzählen, die durch Corona vor einem Problem stehen: Ihr Nachwuchs ist in den vergangenen Monaten gewachsen und passt nicht mehr in die Sommerbekleidung, die im Schrank hängt. „Und längst nicht jeder kann es sich leisten, Kinderkleidung im Internet zu bestellen. Deshalb sind wir systemrelevant“, erklärt Karl-Richard Ponsar. Das heißt: „Alles, was mit Kindern zu tun hat, dürfen wir verkaufen. Das Sortiment für Erwachsene hingegen nicht.“

„Längst nicht jeder kann es sich leisten, Kinderkleidung im Internet zu bestellen.“

Karl-Richard Ponsar, Vorsitzender des Kinderschutzbunds

Und so hieß es für die Teams in den Kleiderläden zuletzt, die Artikel neu zu sortieren. Kindermode und sonstige Waren für Mädchen und Jungen bis 14 Jahre galt es, nach vorne zu holen. Alles andere wurde in den Hintergrund verbannt. Darum kümmerte sich unter anderem Andrea Homfeld, die beim Remscheider Kinderschutzbund als Koordinatorin die Arbeit der ehrenamtlichen Verkäuferinnen organisiert. Der Startschuss für den Verkauf startet am Montag, 10. Mai, kündigt sie an. „Wir dürfen Artikel in den Größen 56 bis 164 anbieten, aber auch Schuhe und Tornister“, erklärt Andrea Homfeld. Eine Terminvereinbarung ist nicht nötig. Allerdings müssen die Kunden mit Wartezeit rechnen. „Wir dürfen nur jeweils einem Elternteil mit Kind Eintritt gewähren. Sie haben 10 bis 15 Minuten Zeit“, fügt Andrea Homfeld mit Blick auf die Coronaschutzmaßnahmen hinzu.

Eine Ausnahme bildet der Kleiderladen an der Rosenhügeler Straße. Hier bleibt es bei „Call und Collect“. Dies bedeutet, dass die Kunden Waren bestellen und abholen können: „Wir haben hier einfach nicht den Platz, um das Sortiment umsortieren zu können“, erklärt Karl-Richard Ponsar.

Remscheid: Im Laden an der Rosenhügeler Straße bleibt es bei „Call and Collect“

Dabei zeigt er sich froh, dass trotz der Pandemie der Betrieb aufrecht erhalten kann. In normalen Zeiten zählt er in den drei Anlaufstellen bis zu 60 Helferinnen an seiner Seite. „Jetzt sind es vielleicht 30, die mehr oder weniger regelmäßig vor Ort sind.“ Einige zögern noch, weil es Vorbehalte wegen der möglichen Ansteckungsgefahren gebe. „Dafür habe ich natürlich Verständnis“, sagt der Vorsitzende des Kinderschutzbunds.

Die Helferinnen kümmern sich auch um die Annahme von Secondhand-Textilien, die während der Öffnungszeiten der Kleiderläden in Empfang genommen werden. Dazu reicht es, die Säcke mit der Kleidung vor der Eingangstür abzulegen. „Spenden sind uns sehr willkommen“, unterstreicht Andrea Homfeld.

Mit dem Verkauf ist auch ein wirtschaftlicher Aspekt verbunden. Schließlich gelte es, die Kosten für die Ladenlokale aufzubringen. „Auch deshalb bin ich froh, dass der Betrieb wenigstens in dieser Form wieder aufgenommen werden kann“, erklärt Karl-Richard Ponsar. „Denn die Miete und sonstige Ausgaben laufen ja weiter.“

Kleiderläden

Der Kleiderladen, Zur Böckerwiese 7, ist ab 10. Mai montags bis donnerstags von 9.30 bis 11.30 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet, Tel. (02191) / 21875.

Der Kleiderladen Lennep, Schwelmer Straße 12, ist dienstags und mittwochs von 9.30 bis 12 Uhr geöffnet, Tel. (02191) / 68942.

Call und Collect wird weiterhin im Kleiderladen des Südbezirks, Rosenhügeler Straße 22, angeboten, Tel. (02191) / 4631959.

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