Einrichtung setzt sich aus 13 Modulen zusammen

Kita in Hackenberg wird im Januar öffnen

Die neue Kita in Hackenberg kommt von oben: (v.l.) Stefanie Ackermann-Friedrich, Rainer Bannert (AWo) und Michael Wellershaus (Sparkasse) schauen zu. Foto: Roland Keusch
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Die neue Kita in Hackenberg kommt von oben: (v.l.) Stefanie Ackermann-Friedrich, Rainer Bannert (AWo) und Michael Wellershaus (Sparkasse) schauen zu.
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Leiterin stellte sich geladenen Gästen auf dem Baugelände vor

Remscheid. Über den Häuptern der eingeladenen Gäste senkte sich gestern Mittag eines der 13 Module für die neue Kita auf das Baugelände an der Ecke Hackenberger Straße/Hackenberg. In unmittelbarer Nachbarschaft der Grundschule Hackenberg und der Elterninitiative Kita Hackenberg entsteht eine weitere Einrichtung, die die Kita-Not in Remscheid lindern wird, speziell die besonders schwierige Versorgung in Lennep.

Anfang Januar 2022 soll der Betrieb für 80 Kinder öffnen. Auch die designierte Leiterin Stefanie Ackermann-Friedrich zückte beim Pressetermin ihr Handy, um Bilder von dem per Kran einschwebenden Gebäudeteil zu machen. Sie werden Teil einer Dokumentation, die die Zwei- bis Sechsjährigen später an die Bauphase erinnern soll.

In den nächsten Tagen wird der Innenausbau beginnen mit vielen Funktionsräumen mit einer Mensa, in der Frühstück und ein frisch zubereitetes Mittagessen eingenommen werden. Das Konzept des Trägers, der AWo-Elterninitiative, verfolgt einen offenen Ansatz. Feste Gruppen sind bis auf die Nestgruppe (U 3) aufgelöst, Kinder sollen viel kreativen Gestaltungsspielraum erhalten, selbst entscheiden können, was ihnen Spaß macht. So sind unter anderem Atelier, Bauraum, Werkstatt, Bewegungsraum, Bücherei, Experimentierraum und Rollenspielraum in dem eingeschossigen Bau geplant.

Mitarbeiterin Stefanie Ackermann-Friedrich: „Es macht einfach Spaß, ein neues Haus mit Leben zu erfüllen.“

„Jedes Kind hat seinen Bezugserzieher, wird begleitet, geht aber seinen eigenen Weg“, erklärt Ackermann-Friedrich. Die 53-jährige Remscheiderin weiß, dass sich darin ein Stück Montessori-Pädagogik widerspiegelt. „Hilf mir es selbst zu tun, hieß ein Leitsatz von Maria Montessori“, sagt sie. Die Kinder werden mit ihren Neigungen und Wünschen in den Alltag eingebunden. „Es wird auch irgendwann bei uns ein Kinderparlament geben“, kündigt die neue Leiterin an.

Die Idee der offenen Arbeit stammt aus den 70er-Jahren, in Remscheid wird sie nicht oft, aber zum Beispiel in der Kita Henkelshof praktiziert wie am Engelsberg, wo Ackermann-Friedrich momentan für die AWo eingesetzt ist.

Für die vierfache Mutter und langjährige städtische Mitarbeiterin Stefanie Ackermann-Friedrich bedeutet die neue Kita eine Chance: „Es macht einfach Spaß, ein neues Haus mit Leben zu erfüllen.“ Das rund 15-köpfige Team von Fachkräften steht noch nicht. Einige sind gefunden, manche Stellen müssen besetzt werden. „Wir suchen qualifiziertes Personal“, betont Rainer Bannert (AWo-Elterninitiative). Bannert ist zuversichtlich, trotz Fachkräftemangels, bis Anfang 2022 die benötigte Stärke präsentieren zu können. Die AWo bildet auch aus, sowohl nach dem klassischen Vollzeitmodell wie auch nach der vom ersten Tag an adäquat vergüteten PIA-Variante.

Hilf mir es selbst zu tun, hieß ein Leitsatz von Maria Montessori.

Stefanie Ackermann-Friedrich

Zu den städtischen Vertretern vor Ort gestern gehörte auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Der OB drückte seine Freude aus, dass sich das Loch in der Kita-Unterversorgung weiter schließt, dass aber die Realisierung dieser Kita eines längeren Vorlaufs bedurft hätte, eine Herausforderung gewesen sei. Gestern aber senkte sich der letzte der individuell geplanten Baukörper der Firma Alho an seinen Bestimmungsort. Das Unternehmen aus dem oberbergischen Morsbach liefert witterungsunabhängige, montagefertige Raummodule, die auf der Baustelle zusammengefügt werden.

„Dadurch verkürzt sich die Bauzeit um rund 70 Prozent, ohne dass es zu Qualitätseinbußen im Vergleich zur konventionellen Bauweise kommt“, erläutert Jörg Böing, Architekt bei der Stadtsparkasse. Diese hat als Investor mit der Oststraße die erste ihrer beiden Kitas fertiggestellt und eröffnet. Dass es weitere Projekte in dieser Hinsicht geben wird, hält Vorstand Michael Wellershaus für denkbar. „Unser Anspruch ist es, etwas für die Stadtgesellschaft zu tun. Mit der Umsetzung der ersten beiden Kitas sind wir jetzt in Übung.“

Die letzten 500

Mit den 80 Plätzen in der Oststraße und weiteren 80 Plätzen in Hackenberg nimmt die Zahl der fehlenden Kita-Plätze weiter ab. „Mit den beiden Sparkassen-Kitas greifen wir die letzten 500 an“, erklärte Sozialdezernent Thomas Neuhaus gestern beim Ortstermin. 340 fehlen somit jetzt noch. Als Nächstes steht der Baubeginn in der Sedanstraße an – gegenüber der Walther-Hartmann-Grundschule.

Der Bedarf an Kitaplätzen in Remscheid wird bald gedeckt sein.

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