Betreuung

Kita in alter Kirche soll Ende August öffnen

In der ehemaligen Kirche St. Bonifatius in Honsberg sollen bald Kinder betreut werden. Foto: Roland Keusch
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In der ehemaligen Kirche St. Bonifatius in Honsberg sollen bald Kinder betreut werden.
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300 Kindergartenplätze fehlen weiterhin – Diverse Einrichtungen nehmen aber Formen an.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Die Not ist gelindert, behoben ist sie noch nicht: Etwa 300 Eltern werden nach Auskunft der Stadtverwaltung im neuen Kindergartenjahr keinen Betreuungsplatz für ihren Nachwuchs finden. Aber es gebe Anlass zur Hoffnung, betont der Chef des Jugendamts, Egbert Willecke: „Durch die Eröffnung neuer Einrichtungen wird sich im Laufe der nächsten Monate die Lage weiter entspannen.“

Dies bestätigt Werner Grimm, der bei der Stadt Remscheid für die Schaffung von Kita-Plätzen zuständig ist. Er hat dafür zu sorgen, dass bis Ende 2023 über 1100 Kita-Plätze entstehen, um den wachsenden Bedarf zu decken. 200 Plätze seien bereits durch Neubauten, etwa an der Fritz-Ruhrmann-Straße in Lüttringhausen und durch die Erweiterung bestehender Einrichtungen geschaffen worden.

„Und nun steht eine weitere Neueröffnung unmittelbar bevor“, erklärt er mit Blick auf die Kita, die in der ehemaligen Kirche St. Bonifatius in Honsberg Konturen annimmt. Bis zu 75 Mädchen und Jungen sollen hier ein Zuhause finden. „Vermutlich ab Ende August“, erklärt Grimm.

„Ich bin heilfroh, dass auf dem Hasten weitere 110 dringend benötigte Kita-Plätze entstehen.“
OB Mast-Weisz über den Kindergarten an der Arturstraße

Grimm konnte erst in der vergangenen Woche in Honsberg ein Richtfest erleben: An der Arturstraße entsteht die Kita Waldkrönchen, die ab Januar 2021 rund 110 Kinder in sechs Gruppen aufnehmen wird. Die größte Kita Remscheids entsteht auf dem Gelände einer ehemaligen Brotfabrik „aus der Kaiserzeit“, wie es Grimm formuliert. Später seien im verschachtelten Komplex ein Möbellager und ein Auto-Aufbereiter ansässig gewesen. Dass der Schandfleck beseitigt sei und dort nun unter der Regie des Trägers Stepke Kitas (Wuppertal) ein Kinderhaus entsteht, sei für den gesamten Stadtteil ein Gewinn.

OB Burkhard Mast-Weisz zeigt sich darüber erfreut: „Ich bin heilfroh, dass auf dem Hasten weitere 110 dringend benötigte Kitaplätze entstehen und sich die Situation für die Familien verbessert.“ Zudem freue er sich darüber, dass Remscheider Handwerker bei der Vergabe von Aufträgen berücksichtigt worden seien.

Gut möglich, dass Maurer, Dachdecker und Co. schon demnächst zusätzliche Arbeit erhalten werden. Insbesondere Lennep wird zum Schwerpunkt bei der Schaffung neuer Kita-Plätze: Unter der Regie der Stadtsparkasse soll zum Beispiel in Hackenberg eine Kita mit 80 Plätzen errichtet werden. Die Baugenehmigung stehe kurz bevor, erklärt Grimm. „Zudem werden zwei weitere Standorte in Lennep konkret“, kündigt er an. Zum einen wollen die Grillardor-I-Betreiber in der Nachbarschaft zu ihrem Fachmarkt für Grills und Zubehör eine Kita für bis zu fünf Gruppen schaffen.

Zudem anderen sei das Unternehmen Kita-Concept aus Wuppertal als Spezialist für betriebliche Kinderbetreuung dabei, auf einem städtischen Grundstück nahe Oerlikon-Barmag eine Einrichtung zu konzipieren. „Damit sollte der Bedarf in Lennep abgedeckt werden“, erklärt Grimm.

Als Neu-Standorte im Südbezirk wurden derweil die Oststraße an der Dörpfeldschule, ein Grundstück an der Sedanstraße nahe der Walther-Hartmann-Schule und die Mannesmann-Villa an der Burger Straße auserkoren. In Alt-Remscheid soll die Container-Lösung am Stadtpark einem Neubau weichen. „Es wird ein Kindergarten unter städtischer Trägerschaft werden“, erklärt der Kita-Koordinator, der sich zuversichtlich zeigt, bis 2023 die Planziele zu erreichen. Dann wäre die Platznot in den Kindergärten nicht nur gelindert, sondern einstweilen behoben.

Zahlen

Laut Auskunft des Jugendamtes hält Remscheid 3310 Kita-Plätze für Mädchen und Jungen im Laufe des neuen Kindergartenjahrs vor. Dies entspreche einer Bedarfsquote von 95,7 Prozent. Bei den Mädchen und Jungen unter drei Jahren werde der Betreuungsbedarf rein rechnerisch mit 35,8 Prozent gedeckt. Es sei aber schwer zu kalkulieren, wie viele Eltern sich für die Betreuungsform entscheiden, also ihren Nachwuchs bereits mit unter drei Jahren in die Kita schicken wollen.

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