Kino am Hauptbahnhof

Cinestar-Chef blickt optimistisch ins Jahr 2023: „Das Kino wird es immer geben“

Theaterleiter Jörg Bender im Cinestar vor den Plakaten eines Animationsabenteuers: Am 22. Dezember startete in dem Multiplex „Der gestiefelte Kater – der letzte Wunsch“, der momentan in fünf Vorstellungen am Tag gezeigt wird.
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Theaterleiter Jörg Bender im Cinestar vor den Plakaten eines Animationsabenteuers: Am 22. Dezember startete in dem Multiplex „Der gestiefelte Kater – der letzte Wunsch“, der momentan in fünf Vorstellungen am Tag gezeigt wird.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Jörg Bender sieht die Durststrecke im Cinestar überwunden und freut sich auf zahlreiche Blockbuster von „Dune 2“ bis „Arielle“.

Remscheid. Theaterleiter Jörg Bender ist zufrieden. Seit Mitte 2022 läuft es im Cinestar am Hauptbahnhof. Erst sehr ordentlich, dann folgten Höhen und Tiefen, zum Ende des Jahres nun ist richtig viel los. So, wie es sich der Chef des Hauses für seine sechs Säle mit den insgesamt 1097 Plätzen wünscht. Ein Garant für Betriebsamkeit momentan ist „Avatar: The Way of Water“.

Die Science-Fiction-Saga zieht das Publikum scharenweise in die Kinositze. Angelaufen am 14. Dezember und nachts zuvor um Mitternacht vorab mit 20-prozentiger Auslastung in einem Preview in Remscheid gezeigt, ist Avatar 2 ein Blockbuster, der dem durch Corona lange darbenden Kinos gut tut. Avatar wird als Interlock gezeigt, einem Projektionssystem in Kinos, bei dem mehrere Säle mit derselben Filmkopie bespielt werden. Bis zu acht Vorstellungen heißt dies für Avatar im Cinestar. Der 192-minütige Streifen wird dort auf jeden Fall zehn Wochen gespielt.

„In der Spitze bis zu achtzig Prozent Auslastung bei einzelnen Vorstellungen in den großen Sälen haben wir bei Avatar gehabt“, freut sich Bender, der das Multiplex seit der Eröffnung am 12. Dezember 2018 führt. Flankierend läuft im Cinestar zurzeit „I wanna dance with somebody“, die Whitney-Houston-Biografie und „Oskars Kleid“, eine Komödie mit Florian David Fitz.

Fitz ist jener Schauspieler, der als Stargast zur Eröffnung in Remscheid war, um seinen Film „100 Dinge“ vorzustellen. 15 Monate später stürzte die gesamte Freizeitbranche in eine schwere Krise. Dass in dieser Zeit die Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime, Disney+, Paramount+ oder AppleTV+ verstärkt auf den Markt drängten und Rahm abschöpften, sieht Jörg Bender gelassen: „Es lässt sich nicht abstreiten, dass wir zahlreiche Mitbewerber bekommen haben, aber ich glaube deshalb nicht, dass wir vor gravierenden Einschnitten stehen.“ Benders Credo ist, sich auf die eigenen Stärken besinnen: „Das Kino wird es immer geben. Dieses Erlebnis, sich mit Freunden vor eine riesige Leinwand zu setzen, danach gemeinsam etwas Essen oder Trinken zu gehen, wird nicht sterben.“

Zwischendurch gab es 2022 immer wieder Highlights mit ausverkauften Vorstellungen: Der Horrorfilm „Smile – Siehst Du es auch?“ und „One Piece“, der Anime-Film, zählten in Remscheid zu den größten Erfolgen. Auch wenn angesichts der Teuerungsraten im alltäglichen Leben, der Energiekrise, den Nachwehen von Corona, die die gesamte Freizeitbranche spürte, und der Möglichkeit, sich großes Kino via Bezahldiensten in den eigenen Haushalt zu holen, keine Besucherrekorde gebrochen wurden, blickt Jörg Bender mit viel Optimismus voraus. „Der Vorsatz für 2023 lautet: Kino bei Popcorn genießen.“

Seine Zuversicht wird genährt durch die neuen Produktionen, die ihren Weg ins Kino finden werden. Bender zählt die Namen aus dem Stand auf. Starttermine gibt es 2023 unter anderem für „Fast & Furios 10“ (18. Mai), „Super Mario Bros.“ (6. April), „Oppenheimer“ von Christopher Nolan zur Entwicklung der Atombombe im 2. Weltkrieg (20. Juli), „Creed III“ (2. März), „John Wick, Kapitel 4“ (23. März), „Dune 2“ (2. November), „Arielle, die Meerjungfrau – Realverfilmung“ (26. Mai), „Barbie“ (20. Juli), „Indiana Jones und der Ruf des Schicksals“ (29. Juni), „Aquaman 2“ (21. Dezember).

Weiter verfolgt wird im Cinestar auch die Schiene mit den Live-Konzerten. Am 31. Dezember wird um 17 Uhr das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker gezeigt, André Rieu in Dublin folgt am 8. Januar (17 Uhr).

Beibehalten wird das „Happy Family“-Angebot an Sonn- und Feiertagen. Vor 18 Uhr kosten Filme mit FSK 0-12 Jahre für Kinder unter zwölf Jahren mit Begleitung je 6,50 Euro.

Das Cinestar wird ab 1. Januar auch der gesetzlichen Mehrwegpflicht nachkommen. Essen und Trinken wird in Mehrwegverpackungen angeboten, die im Kino von den Besuchern stehengelassen werden können, dann zum Reinigen an eine externe Firma vergeben werden.

Die Preise im Cinestar

Das Cinestar nimmt montags bis mittwochs im Parkett für Kinder unter 12 Jahren 6 Euro, Erwachsene 8,50 Euro und Schüler/Studenten 7,50 Euro; Loge kostet 1,50 Euro mehr. Donnerstags bis sonntags liegen die Preise im Parkett bei 6,50 Euro (unter 12), 9,50 Euro (Erwachsene), 8,50 Euro (Schüler/Studenten); Loge 1,50 Euro mehr. Zuschläge für 3-D (3 Euro) plus 1 Euro für Brille, ggf. 2,50 Euro für Überlänge.

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