Sommerferienprogramm in der OGS

Kinder bauen die Lenneper Altstadt nach

Die Kinder der OGS Hasenberg mit ihrer Lenneper Altstadt, die gestern fertig wurde. Foto: Roland Keusch
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Die Kinder der OGS Hasenberg mit ihrer Lenneper Altstadt, die gestern fertig wurde.

Projekt der OGS-Hasenberg

Von Peter Klohs

Remscheid. Die Altstadt von Lennep nachzubauen ist ein sehr ambitioniertes Projekt, zumal dann, wenn die Architekten zwischen 6 und 10 Jahre alt sind. Trotzdem machten sich zehn interessierte Schülerinnen und Schüler der OGS Hasenberg Anfang dieser Woche auf, eben diese gestalterische Leistung zu vollbringen.

Im Rahmen des Sommerprogramms der Schule, das in diesem Jahr unter dem Motto „Unsere Stadt und ihre Umgebung“ steht, wurde von den jungen Baukünstlern sechs große Gebäude entworfen und gebaut, zusätzlich noch ein kleineres Nachtwärterhäuschen, die Stadtkirche und eine Stadtmauer.

An den aus Kartonpappe hergestellten Gebäuden fällt sofort die Liebe zu den Kleinigkeiten auf: Da stehen die Schlagläden offen, Dachterrassen, in die man hineinsehen kann, wurden gebaut, der Schriftzug am Röntgenmuseum ist fast der Originale, die Gans am Gänsebrunnen entlockt den Beobachtern ein Lächeln, den Boden der nachgebauten Altstadt bedeckt Kopfsteinpflaster. Alles auf knapp vier Quadratmetern.

Die Teamleiterin der OGS Hasenberg, Andrea Ohler, die Erzieherin Ingrid Rabe sowie die pädagogische Ergänzungskraft Manuela Hagenbach loben vor allem die überbordende Fantasie der Kinder, denen beim Bau der Anlage immer wieder neue Ideen gekommen seien.

Wie die jungen Schülerinnen und Schüler berichten, begannen die Bauarbeiten mit der Stadtmauer. „Das war am einfachsten“, finden sie. Danach wurden nach und nach die Häuser gebaut, indem die sorgfältig ausgeschnittenen Pappstücke mit Kleister zusammengeklebt wurden. „Die Anpassung der Dächer war eine schwere Aufgabe“, weiß Ingrid Rabe. „Da passte hier was nicht, dann war es dort zu schief, dann wieder da zu klein.“ Aber mit viel Fleiß und etwas handwerklichem Geschick lösen auch sehr junge Architekten solche Herausforderungen. Als einfach schildern die Kinder die Herstellung des Straßenbelags. „Kartoffeldruck und Schwämmchen“, erzählen sie. „Zeitlich aufwendig, aber effektvoll.“ Der Gesamteindruck ist stimmig und passend.

Eine Woche harte Arbeit hat sich ausgezahlt. „Wenn man bedenkt, dass manche Kinder vor diesem Projekt nicht wussten, was der Begriff ‚Altstadt’ aussagen will oder was ein Fachwerk ist, dann ist das Ergebnis schon toll“, sagt Ingrid Rabe und fügt hinzu: „Die Kinder sind in diesem Alter sehr wissbegierig und saugen alle Informationen, die sie bekommen, wie ein Schwamm auf.“

Andrea Ohler legt Wert darauf, dass die Kinder nur Projekte begleiten, die sie interessieren. „Die Mitbestimmung der Kinder ist uns sehr wichtig. Viele sind in den Ferien täglich 8 Stunden hier, und dann dürfen sie auch ihren Tagesablauf selbst bestimmen.“

Das Sommerprogramm der OGS Hasenberg endet am heutigen Freitag.

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