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Kfz-Versicherung: Sparen lässt sich auch ohne Wechsel

Wenn’s knallt, braucht’s eine Versicherung. Noch besteht die Gelegenheit zum Wechsel.
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Wenn’s knallt, braucht’s eine Versicherung. Noch besteht die Gelegenheit zum Wechsel.

Sollte man die Kfz-Versicherung wechseln? Die Verbraucherzentrale erklärt, wann eine Kündigung sinnvoll ist.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Das Jahresende bedeutet traditionell auch das Ende vieler Autoversicherungen. Die meisten Versicherungsnehmer könnten ihre Kfz-Verträge zum Jahreswechsel kündigen, erklärt Lydia Schwertner, Leiterin bei der Remscheider Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW: „Und wenn der Versicherungsbeitrag steigt, gibt es ein Sonderkündigungsrecht.“ Oftmals eine gute Gelegenheit, durch einen Wechsel Geld zu sparen, so Schwertner. Je nach Tarif seien einige Hundert Euro pro Jahr drin.

In der Regel müssen Versicherungen schriftlich gekündigt werden, sagt Lydia Schwertner. Bei vielen Kfz-Versichern endet das Versicherungsjahr am 31. Dezember, die Kündigung muss dann bis zum 30. November dort eingehen. Einige Gesellschaften weichen davon ab, passen die Laufzeit zum Beispiel ans Anmeldedatum an. Wurde das Fahrzeug im Juni zugelassen, läuft der Vertrag bis zum nächsten Juni. Hier lohnt sich ein Blick in die Versicherungsunterlagen.

Unabhängig davon kann der Vertrag im Falle einer Beitragserhöhung gekündigt werden – die bereits viele Unternehmen fürs neue Jahr angekündigt haben. Hier gilt meist eine Frist von vier Wochen nach Zugang der Erhöhung.

Kfz-Versicherung: Wechseln oder bleiben?

Bei der Wahl des neuen Anbieters sollte nicht nur der Preis zählen, auch ein Blick auf die Leistungen ist wichtig. Die Deckungssumme in der Haftpflicht sollte mindestens 50 Millionen Euro betragen, besser 100 Millionen. In der Kasko sollte grobe Fahrlässigkeit mitversichert werden. Wer dem Versicherer im Schadenfall die Wahl der Werkstatt überlässt, kann Beiträge sparen, verliert aber Flexibilität.

Nicht wechseln sollte, wer einen Unfall verursacht hat und einen Tarif mit Rabattschutz hat, rät Lydia Schwertner: Diese Sonderregelung, die eine Zurückstufung in der Schadenfreiheitsklasse verhindert, gelte nur bei diesem Anbieter: „Bei einem Wechsel stuft der neue Versicherer meist in die SF-Klasse unter Berücksichtigung des Unfalls ein, also zurück. Das kann eine Ersparnis zunichtemachen.“

Und auch ohne Wechsel lässt sich Geld sparen, betont Schwertner. Zum Beispiel durch eine jährliche statt einer monatlichen Zahlweise. „Günstiger wird es auch, wenn die Kinder aus dem Haus und nicht mehr als junge Fahrer eingetragen sind. Das sollte man der Versicherung zeitnah mitteilen.“ Gleiches gelte, wenn man durch Umzug, Ruhestand oder Homeoffice deutlich weniger Kilometer pro Jahr fährt. „Günstiger wird es auch ohne Vollkaskoversicherung, die gerade bei älteren Autos verzichtbar ist.“ In der Teilkasko ließen sich die Kosten durch eine höhere Selbstbeteiligung senken.

Weitere Tipps gibt es online bei der Verbraucherzentrale.

Lesen Sie auch: Strompreis: EWR schicken 17.000 neue Bescheide

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