„Von O bis O“ bleibt der Maßstab

Kfz-Obermeister gibt Tipps, wie das Auto winterfest wird

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Auch wenn das Wetter der vergangenen Tage zwischendurch immer wieder Lichtblicke mit sich brachte: Der Winter kommt mit großen Schritten näher.

Auch wenn das Wetter der vergangenen Tage zwischendurch immer wieder Lichtblicke mit sich brachte: Der Winter kommt mit großen Schritten näher.

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Und damit besondere Anforderungen an das Auto. Hans-Jürgen Auras, Obermeister der Remscheider Kfz-Innung, gibt Tipps, wie sich Fahrzeuge auf die kalte Jahreszeit vorbereiten lassen.

Reifen: „Beim Thema Reifen gilt noch immer die alte Faustregel: von O bis O“, erklärt der 75-Jährige. Das bedeutet: Von Oktober bis Ostern sollte auf Winterrädern gefahren werden: „Darauf zu verzichten, kann ich in unserer Region nicht empfehlen.“ Wer also noch nicht gewechselt hat, sollte sich beeilen. Wichtig: Die Tiefe des Profils muss mindestens vier Millimeter betragen. „Ansonsten haben Sie nicht den richtigen Grip.“, erklärt Auras.

„Bei etwas älteren Batterien kann es im Winter zu Problemen kommen.“
Hans-Jürgen Auras, Kfz-Obermeister

Beleuchtung: Noch bis Ende Oktober bieten Kfz-Meisterbetriebe in Remscheid einen kostenlosen Licht-Test an. Dabei wird zum einen überprüft, ob die Beleuchtung einwandfrei funktioniert. Zum anderen geht es um die richtige Einstellung der Scheinwerfer: Blenden sie andere Verkehrsteilnehmer? „Da wird das volle Programm gemacht“, betont Hans-Jürgen Auras. Ist alles in Ordnung, gibt es eine Plakette. Die Remscheider Innung schreibt auf ihrer Website, dass im vergangenen Jahr jeder fünfte Autofahrer mit mangelhaften Schweinwerfern unterwegs war.

Kühler und Scheiben: Bevor es das erste Mal richtig kalt wird, sollten Autobesitzer den Frostschutz im Kühler und Scheibenwischwasser ihres Fahrzeugs überprüfen.

Batterie: Mehr als jeder dritte Einsatz der ADAC-Pannenhelfer geht auf eine defekte Autobatterie zurück. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt stellen für das wichtige Bauteil eine besondere Herausforderung dar: Es büßt Leistung ein. „Bei etwas älteren Batterien kann es deshalb im Winter zu Problemen kommen“, erklärt Hans-Jürgen Auras. Insbesondere wenn das Fahrzeuge viel auf kurzen Strecken mit eingeschaltetem Licht, laufender Heizung und aktiven Scheibenwischern gefahren wird. Um einer Panne vorzubeugen, empfiehlt Auras, den Zustand der Batterie vor dem Winter testen zu lassen. „Sonst steht man irgendwann da.“ Es gibt Anzeichen dafür, dass die Batterie unter Umständen nicht mehr in einem einwandfreien Zustand ist. Der Fachmann erläutert: „Wenn man etwas Ahnung hat, kann man hören, wenn beim Anlassen die Kraft fehlt, alles etwas gequält klingt.“

Türen: Zugefrorene Schlösser, kaum zu öffnende Türen – diese Herausforderungen standen für viele Autofahrer noch vor einigen Jahren auf der Tagesordnung. Inzwischen sind Probleme dieser Art aber immer seltener zu finden. „Durch die moderne Technik braucht man gar keinen Schlüssel mehr und zwischen die Türgummis kommt auch kaum noch Feuchtigkeit“, sagt Auras. Wer ein älteres Auto fährt, sollte dagegen im Winter Türschlossenteiser dabei haben und die Türdichtungen pflegen. Dazu eignet sich etwa Glycerin.

In jedem Fall empfiehlt Hans-Jürgen Auras, vor dem Winter der Werkstatt des Vertrauens einen Besuch für einen kurzen Check abzustatten – auch wenn es insbesondere im Oktober bisweilen schwierig ist, einen Termin zu bekommen. Der wichtigste Tipp für die kalte Jahreszeit sei jedoch: „Fahren Sie vorsichtig und an die Witterung angepasst.“

Zur Person

Von 1977 bis 2007 betrieb Hans-Jürgen Auras eine Werkstatt an der Sternstraße in Bliedinghausen. Seit 1999 ist er Obermeister der Remscheider Kfz-Innung. Diesen Posten bekleidete er in den vergangenen zwölf Jahren, ohne noch berufstätig zu sein. Im November tritt er ab. Ihm soll sein bisheriger Stellvertreter Thomas Bliß nachfolgen.

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