Tradition

Kerzen, Schwibbögen oder Sterne sollen beim Lichterfest leuchten

Auch in diesem Jahr wird es ein Lichterfest in der Hindenburgstraße geben, aber in etwas anderer Form als vor Corona. Archivfoto: Roland Keusch
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Auch in diesem Jahr wird es ein Lichterfest in der Hindenburgstraße geben, aber in etwas anderer Form als vor Corona.

Die Interessengemeinschaft Hindenburgstraße will die Tradition auch in diesem Pandemie-Jahr beibehalten.

Von Sabine Naber

Remscheid. Seit vielen Jahren ist es schöne Tradition, dass in der Hindenburgstraße am Dienstag nach Totensonntag zum Lichterfest eingeladen wird. Aber wie so vieles Schöne in diesem Jahr kann auch dieses Fest nicht in der gewohnten Weise zelebriert werden.

„Die Andacht und die Aktionen der Händler mussten leider abgesagt werden. Trotzdem aber wollen wir ein Zeichen setzen und die Fenster in unserer Straße schmücken“, sagt Constanze Epe von der Interessengemeinschaft Hindenburgstraße (IGH). Sie stellt sich das so vor: „Einfach eine Kerze oder ein Licht, einen Schwibbogen oder Stern ins Fenster stellen, um das Lichterfest auf diese Weise zu feiern und die Adventszeit einzuläuten.“ Losgehen soll es um 16.30 Uhr und dann bis in den Abend hinein.

„Das soll Licht in die Herzen der Menschen bringen“, hofft Florian Böker, Vorsitzender der IGH. Angedacht ist auch, dass Fotos, die vielleicht auf dem Nachhauseweg, aus dem Auto heraus oder beim Schlendern durch die Straße gemacht wurden und besonders schön geschmückte Fenster und Schaufenster zeigen, unter dem Hashtag „#hierlebtremscheid“ gepostet werden sollen. „Wir planen für den Abend des 24. November dann um 19 Uhr einen kleinen Livestream auf Instagram, bei dem wir Grüße an Nachbarn vorlesen“, schildert Constanze Epe weitere Aktionen.

Anwohner Martin Meyer, Inhaber der Kommunikationsagentur sgp, hatte zudem die Idee, Vorlagen für Laternen zu plotten. Im Eckhaus Hindenburg- Gewerbeschulstraße können sie dort ab kommenden Freitag kostenlos abgeholt und am Lichterfest in die Fenster gestellt werden. Martin Meyers Töchter wollen bis dahin Laternen gebastelt haben, damit man das fertige Produkt schon einmal sehen kann.

Die gute Gemeinschaft wird immer mehr spürbar

„Unser Lichterfest ist eine wunderschöne Tradition. Und auch, wenn in diesem Jahr keine großen Aktionen möglich sind, so haben wir uns gedacht, dass es jetzt erst recht angebracht ist, ein Zeichen zu setzen“, sind sich Gabriele und Herbert Büttner, die an der Hindenburgstraße 73 wohnen, einig. Man müsse sich doch gegenseitig zeigen, dass man auch in diesen Zeiten für einander da ist und sich eine Freude machen: „Das ist doch das, was guttut und was wir jetzt brauchen. Zeigen, dass niemand allein sein muss, dass wir zusammenhalten“, fasst es Herbert Büttner zusammen.

Das Ehepaar freut sich schon darauf, seine Fenster wie gewohnt zu schmücken. Und die beiden hoffen, dass möglichst viele Nachbarn mitmachen. Die Hindenburgstraße habe in den letzten Jahren einen tollen Wandel erlebt, die Gemeinschaft würde immer mehr spürbar.

„Man kennt inzwischen mehr und mehr Nachbarn. Es ist ein lebendiges Viertel, in dem sich gut Leben und Arbeiten lässt“, betont Constanze Epe. Das habe sie und ihre Mitstreiter auch beflügelt, das Lichterfest in diesem Jahr nicht ausfallen zu lassen, sondern es in abgespeckter Version zu feiern.

Zum neunten Mal hatte die Interessengemeinschaft Hindenburgstraße 2019 zum Lichterfest eingeladen.

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