Für die Anschaffung fehlen die Mittel im Haushalt

Keine Wasserspender für die Schulen

Tabea Dehn (17 J.), Seyda Sahan (17 J.) und Tom Beyer (16 J.) von der Stadtschülervertretung möchten, dass in Zukunft an allen Remscheider Schulen, wie hier am Emma-Herwegh-Gymnasium, Wasserspender stehen.
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Tabea Dehn (17 J.), Seyda Sahan (17 J.) und Tom Beyer (16 J.) von der Stadtschülervertretung möchten, dass in Zukunft an allen Remscheider Schulen, wie hier am Emma-Herwegh-Gymnasium, Wasserspender stehen.

Vier Schulen betreiben die Spender auf eigene Kosten.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Wichtige Punkte auf den Plänen von Jugendrat und der Stadtschülervertretung Remscheids ist die Forderung nach Wasserspendern für alle Schulen. Auch im Schulausschuss war es bereits Thema. Dennoch wird es in naher Zukunft keine Wasserspender an allen Schulen Remscheids geben.

Grund dafür seien die anfallenden Kosten, die für insgesamt 43 Wasserspender, einer pro Schule. Alleine die Anschaffungskosten beliefen sich laut Kalkulationen auf 98 000 Euro. „Die Haushaltsmittel sind derzeit dafür nicht da“, sagt Stadtkämmerer Sven Wiertz. Dazu kämen außerdem noch nicht unerhebliche Kosten für die Wartung und Reinigung.

Diese hohen Kostenfaktoren hätten auch unter anderem etwas mit rechtlichen Grundlagen zu tun, gewisse Rahmenbedingungen müssten eingehalten werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, so Wiertz. Sprich kein Sicherheitsrisiko für die nutzenden Schulen darzustellen durch Verunreinigungen des Wassers oder Ähnlichem. Deswegen seien da die Betreiber für tägliche Reinigung und Wartung gefordert, was im laufenden Betrieb eben viel koste. „Das ist im Lebensmittelbereich nicht unüblich“, fügt Wiertz hinzu.

An vier Remscheider Schulen gibt es aber bereits Wasserspender – dem Emma-Herwegh-Gymnasium, dem Leibniz-Gymnasium, der Albert-Schweitzer-Realschule und dem Röntgengymnasium. Dort gibt es sogar gleich zwei. Was haben diese also anders gemacht und wie ist das für sie finanzierbar?

An den Schulen werden dieWasserspender rege genutzt

Manche nutzen dafür ihre Mensa- oder Fördervereine. Am Emma-Herwegh-Gymnasium haben sich die Eltern für den Wasserspender stark gemacht. „Die Elternpflegschaft kümmert sich vollständig darum“, sagt Rainer Schulz, Schulleiter der Emma. Dort gibt es bereits seit Jahren den Wasserspender in der Mensa, bei dem man stilles oder auch Sprudelwasser in kalt und Zimmertemperatur zapfen kann.

Die Reinigung, wie die Wasserschale leeren, das Gehäuse reinigen und ähnliches, geschehe täglich durch das Personal. Regelmäßig würde das Gerät gewartet, aber auch diese Kosten seien im Bereich von 150, vielleicht 200 Euro, sagt Schulz. Zudem müssten die Geräte nicht gekauft werden, über einen Zeitraum von 60 Monaten sei Mieten schon ab 50 Euro im Monat möglich.

Verzichten will man auf den Spender, der von den Schülerinnen und Schülern, aber auch den Lehrkräften rege genutzt wird, an der Schule nicht mehr. Denn viel Trinken halte den Kopf fit, auch an langen Sommertagen.

„Außerdem gibt es viel weniger Müll“, sagt Rainer Schulz. Trinkpäckchen, Dosen und damit verbundener Verpackungsmüll seien gegen wiederverwendbare Flaschen ausgetauscht worden. Gegen Ende des Sommers soll das derzeitige Gerät durch ein neues ausgetauscht werden und nicht nur das – es soll auch einen zweiten Spender an dem schülergeführten Kiosk der Emma geben.

Info

Über den Zeitpunkt, wann es vielleicht doch Wasserspender geben könnte, neben dem finanziellen Aspekt, würde die Beschaffung und Ausstattung mehrere Jahre dauern. Zwischenzeitlich hat sich die Verwaltung, mit der EWR darauf verständigt, allen Schülerinnen und Schülern mit dem Eintritt in die fünfte Klasse eine hochwertige, langlebige Mehrweg-Flasche zu schenken.

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