Hauptausschuss

Kein freier Eintritt für Jugendliche im H2O - Stadt prüft Alternative

So leer wird das H2O in den Osterferien sicherlich nicht sein – auch ohne freien Eintritt für alle Kinder und Jugendliche. Den wird es frühestens wieder in den Sommerferien geben. Archivfoto: Michael Sieber
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So leer wird das H2O in den Osterferien sicherlich nicht sein – auch ohne freien Eintritt für alle Kinder und Jugendliche. Den wird es frühestens wieder in den Sommerferien geben.

CDU und Linke wollten Kinder und Jugendliche in den Osterferien unterstützen, doch es fehlt das Geld.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. In den am Montag beginnenden Osterferien wird es keinen freien Eintritt für Kinder und Jugendliche ins H2O geben. Ein gemeinsamer Antrag von CDU und Linke, der am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss noch eine Mehrheit gefunden hatte, scheiterte tags darauf im Hauptausschuss. Stattdessen soll die Verwaltung nun prüfen, ob Vergleichbares in den Sommer- und Herbstferien möglich ist. Und wie man sicherstellen kann, dass von dem freien Eintritt vor allem die Kinder und Jugendlichen profitieren, sie sich einen Besuch im H2O sonst gar nicht oder nur schwer leisten können.

Christdemokraten und Linke wollten mit ihrem Vorschlag eigentlich Pandemie- und Inflationsfolgen für Familien abfedern. Wie schon in den vergangenen Sommerferien sollten alle Remscheiderinnen und Remscheider bis 18 Jahre kostenfrei im Lenneper Spaßbad schwimmen und planschen können. Damit wolle man sich bei den Kindern und Jugendlichen bedanken, hieß es zur Begründung. Denn die seien von der Pandemie „massiv betroffen“.

Doch der Antrag scheiterte, unter anderem am fehlenden Geld – und an seiner eigenen Kurzfristigkeit. Die Stadt könne dem Bad, nicht wie in den Sommerferien, die fehlenden Einnahmen erstatten, machte Sozialdezernent Thomas Neuhaus deutlich. Im Vorjahr habe man dafür Mittel verwendet, die eigentlich für den Röntgenlauf und das Freibad eingeplant waren. „In diesem Jahr wird es aber voraussichtlich wieder eine Freibad-Saison und auch einen Röntgenlauf geben.“ Auch Fördermittel würden derzeit keine bereitstehen, so Neuhaus. Das Programm „Aufholen nach Corona“ sei ausgelaufen. Um einen möglichen anderen Topf zu finden, fehle die Zeit.

Alternativvorschlag für die Sommerferien

An dem vergleichsweise geringen Betrag, geschätzt eine niedrige fünfstellige Summe, wollten die Antragssteller ihre Idee allerdings nicht scheitern lassen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass das möglich ist, wenn wir das wollen“, sagte Alexander Schmidt (CDU). Und auch Brigitte Neff-Wetzel (Linke) warb für die Idee: „Wir wollen, dass die Kinder einfach mal Spaß haben.“

Gäbe es Geld für solche Maßnahmen, sei das wohl besser an anderer Stelle investiert, entgegnete David Schichel (Grüne): „Ich bin nicht mehr bereit, damit Schwimmbadtickets zu bezahlen.“ Und Sven Chudzinski (FDP) mahnte, dass man zur Finanzierung des Vorhabens neue Schulden machen müsse: „Und die müssen dann die zurückzahlen, die jetzt kostenlos schwimmen können.“ Auch OB Burkhard Mast-Weisz (SPD), der die Sitzung leitete, machte deutlich, dass der Antrag so keine Chance hat: „Wird er ohne Deckungsvorschlag beschlossen, muss ich ihn beanstanden.“

So einigte man sich nach kurzer Beratung auf einen Alternativvorschlag: Die Verwaltung sucht für die weiteren Ferien im Jahr nach einer Möglichkeit, erneut den freien Eintritt zu finanzieren, möglicherweise über Fördermittel. Zugleich soll geprüft werden, ob es möglich ist, nur denen freien Eintritt zu gewähren, die ihn sich sonst nicht leisten könnten. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

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