Vorerst nicht nachhaltig

Kein E-Antrieb: Züge fahren weiterhin mit Diesel

Auch die Investitionen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) in Elektrozüge und der ab Dezember fahrende Direktzug nach Düsseldorf ändern nichts daran, dass im Bergischen Land weiterhin mit Dieselantrieb gefahren wird.

Von Andreas Tews

Remscheid. Der neue Regionalexpress 47 (von Remscheid über Solingen nach Düsseldorf) werde zunächst mit Dieselzügen fahren, kündigte VRR-Sprecher Dino Niermann an. Für die S-Bahn 7 („Müngstener“) strebe der Verkehrsverbund gegen Ende des Jahrzehnts einen elektrischen Betrieb mit Batterie-Fahrzeugen an. Offiziell wird der Fahrplanwechsel im Dezember 2028 angepeilt.

Nun hatte der VRR angekündigt, dass er zusammen mit dem Nahverkehr Westfalen-Lippe 63 elektrisch betriebene Oberleitungs-Triebfahrzeuge anschaffen will. Diese sollen ab 2025 im Niederrhein-Münsterland-Netz fahren. So werde das Ziel erreicht, bis 2030 90 Prozent der VRR-Strecken elektrisch zu bedienen, erklärte VRR-Geschäftsführer Ronald Lünser dazu.

Neuer Regionalexpress hält nicht überall in Remscheid

Auf der Strecke des Müngsteners soll es auch in Zukunft keine Oberleitungen geben – unter anderem, weil sie dem Denkmalschutz auf der Müngstener Brücke entgegenstünden. Simulationen von Fahrzeugherstellern haben zudem ergeben, dass e+in Betrieb mit batterieelektrischen Zügen ohne Probleme möglich sei – und wirtschaftlicher als eine Elektrifizierung mit Oberleitungen. Beim Land scheiterte vor einem Jahr dennoch ein Vorstoß der Grünen, dies durch ein Modellprojekt zu beschleunigen.

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