FIP-erkrankte Samtpfote

Kater Floyd bittet ums Daumendrücken

Ramona Sinemus mit dem FIP-Kater Floyd (l.) und seinem besten Kumpel Merlin. Foto: Roland Keusch
+
Ramona Sinemus mit dem FIP-Kater Floyd (l.) und seinem besten Kumpel Merlin.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
    schließen

Der Kater ist in der Obhut eines Tierschutzvereins und war an FIP erkrankt. RGA-Leser spendeten für die Behandlung von Floyd.

Remscheid. Tageszeitung wirkt, der RGA kann etwas bewegen. Diese Erfahrung hat auch Ramona Sinemus gemacht. Jedes Mal, wenn der RGA über ihren Tierschutzverein „Unsere Herzen für Pfoten und Tatzen“ berichtet hat, meldeten sich neue Unterstützer bei ihr, viele besuchten sie, einige halfen sogar im Alltagsbetrieb. „Auch einige jüngere Leute“, freut sie sich.

Einer der Spender ist Tim Purkert aus Wermelskirchen. Der Inhaber der Firma „Shirtwood“ spendete dem Verein 25 T-Shirts, die das Team nun bei jedem Einsatz stolz trägt. „Wir haben niemals damit gerechnet, dass wir so viel Aufmerksamkeit bekommen. Wir haben so viel Zusammenhalt erfahren. Das treibt mir immer noch die Tränen in die Augen“, sagt die Tierschützerin, die im Morsbachtal in einem großen Wohnhaus vor allem Katzen aufpäppelt und vermittelt.

Remscheid: Leser spendeten für Behandlung von kranken Katzen

So auch Kater Floyd. Die kleine rote Samtpfote war bereits einmal an FIP (Feliner Infektiöser Peritonitis) erkrankt, die RGA-Leser spendeten für ihn und seinen Bruder Archie. Letzterer hat es nicht geschafft. Und nun kämpft Floyd nach einer ersten Therapiephase mit „GS“ erneut ums Überleben. Seine zweite Spritzentherapie ist nun beendet, jetzt heißt es abwarten. „Wir hoffen und bangen jeden Tag“, sagt Sinemus. Floyd gehe es aber gut. „Er spielt und tobt und genießt sein Leben.“

Kater Floyd (hinten) ist wieder besser bei Kräften und kann mit seinem besten Kumpel Merlin spielen. 

Die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit FIP galt lange als Todesurteil. Nun gibt es eine „GS-Therapie“ mit einem Medikament aus Amerika, das in Deutschland noch nicht zugelassen ist. Tierärzte dürfen es nicht verschreiben, die Patienten jedoch während der Therapie begleiten. Kostenpunkt: rund 3.000 Euro.

Noch 44 Tage hat Floyd vor sich. Gemeinsam mit seinem Kumpel Merlin lebt er derzeit bei einer Pflegestelle. „Er rast da durchs ganze Haus“, freut sich Sinemus. Sollte die Therapie dieses Mal anschlagen und der kleine Kater geheilt werden, darf er dort für immer bleiben. „Ohne die Spenden der Leser hätten wir es nicht geschafft, wir sind unendlich dankbar für alles“, sagt die Tierschützerin, die am Sonntag wieder zwei neue FIP-Katzen aufgenommen hat. „Ein Verein hat uns diese übergeben, weil wir uns mittlerweile mit FIP auskennen. Zum Glück hat uns dieser auch direkt einen großen Vorrat des GS-Serums mitgegeben.“

Mehr Infos: www.unsere-herzen-für-pfoten-und-tatzen.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Impfstelle öffnet Mittwoch: Ab Montag gibt es Termine
Impfstelle öffnet Mittwoch: Ab Montag gibt es Termine
Impfstelle öffnet Mittwoch: Ab Montag gibt es Termine
Corona: Viele falsche Impfausweise - Sonderimpftag bei einigen Ärzten am Samstag
Corona: Viele falsche Impfausweise - Sonderimpftag bei einigen Ärzten am Samstag
Corona: Viele falsche Impfausweise - Sonderimpftag bei einigen Ärzten am Samstag
Jetzt muss gelten: Bußgeld statt Bratwurst
Jetzt muss gelten: Bußgeld statt Bratwurst
Jetzt muss gelten: Bußgeld statt Bratwurst
Verordnung soll Auto-Poser aus Lennep vertreiben
Verordnung soll Auto-Poser aus Lennep vertreiben
Verordnung soll Auto-Poser aus Lennep vertreiben

Kommentare