Landtagswahl

Kandidaten von CDU und SPD stehen nun auf Landeslisten

Sie vertreten Rade und Remscheid im Landtag und treten erneut gegeneinander an: Jens Nettekoven (CDU, l) und Sven Wolf (SPD). Foto Roland Keusch
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Sie vertreten Rade und Remscheid im Landtag und treten erneut gegeneinander an: Jens Nettekoven (CDU, l) und Sven Wolf (SPD). Foto Roland Keusch
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Landtagswahl: Sven Wolf belegt bei der SPD den siebten Platz, Jens Nettekoven erreicht bei der CDU Rang 38.

Remscheid. CDU und SPD beschäftigten sich am Wochenende bei ihren Parteitagen mit den Vorbereitungen für die Landtagswahl am 15. Mai. Dabei legten sie die Reihenfolge der Kandidaten auf ihrer Landesliste fest. Es gilt: Je besser die Platzierung, umso größer sind die Chancen, ein Mandat zu erhalten – und zwar dann, wenn die Politiker in ihrem Wahlkreis nicht die meisten Stimmen erzielen.

Die Ausgangslage für die beiden Remscheider Abgeordneten ist dabei unterschiedlich: Sven Wolf (SPD) belegt den siebten Platz auf der Liste seiner Partei, Jens Nettekoven (CDU) rangiert auf Rang 38. Er gewann den Wahlkreis für Remscheid und Radevormwald vor fünf Jahren: 38,5 Prozent votierten für ihn, Wolf erzielte 36,1 Prozent – ergatterte aber denkbar knapp über die Landesliste der SPD einen Sitz im Parlament. Damals „zog“ sie bis Platz 16, den Wolf 2017 belegt hatte. Erst im Morgengrauen nach dem Wahlsonntag und der komplizierten Berechnung von Ausgleichs- und Überhangmandaten war damals klar, dass dies für den SPD-Politiker reicht.

„Ich will den Wahlkreis natürlich gewinnen.“

Sven Wolf über seinen aussichtsreichen Listenplatz

Auf einen Nervenkrimi wie diesen würde Sven Wolf 2022 sicher gerne verzichten, und mit dem Listenplatz unter den Top 10 der SPD in Nordrhein-Westfalen stehen die Chancen gut, dass ihm eine Zitterpartie erspart bleibt. Jens Nettekoven muss eher darauf bauen, dass er so wie 2017 die meisten Erststimmen in Remscheid und Radevormwald sammelt. In Remscheid lag er hauchdünn vor Wolf – 17 601 zu 17 570 Stimmen lautete das Ergebnis. In Radevormwald sah das Resultat eindeutiger aus: Für Nettekoven votierten 4 459 Wähler, für Wolf 3 098, was in der Endabrechnung schließlich den Vorsprung von 2,4 Prozentpunkten ergab.

Mit dem Listenplatz 38, der um vier Ränge höher als 2017 liegt, zeigt sich Nettekoven zufrieden. „Wir stellen die Landesregierung. Und auf den vorderen Rängen werden naturgemäß Minister und Staatssekretäre berücksichtigt“, erklärt er. Zudem habe bei der Rangfolge auch die Mitgliedschaft in den einzelnen Bezirksverbänden der CDU in Nordrhein-Westfalen Berücksichtigung finden müssen.

Listenplatz 7 sei für ihn kein Ruhekissen, betont Sven Wolf. „Ich will den Wahlkreis natürlich gewinnen und bewerbe mich um das Vertrauen der Menschen in Remscheid und Radevormwald.“ Dass er eine so gute Platzierung bekommen habe, sei eine große Ehre für ihn. „Genauso wie die überzeugende Zustimmung der Delegierten von 94 Prozent“, blickt Wolf auf die Listenwahl zurück. Er ist seit 2010 Abgeordneter des NRW-Landtags, Nettekoven seit 2013.

Beide gehören ebenso dem Stadtrat an wie die übrigen Kandidaten, die am 15. Mai um die Erststimme werben. David Schichel (Bündnis 90/Die Grünen), Torben Clever (FDP) und Peter Lange (Linkspartei) wurden nominiert. Wen die AfD in Remscheid und Rade ins Rennen schickt, steht nach Auskunft der Landtagsfraktion noch nicht fest. AfD-Mann Andreas Keith, der vor fünf Jahren in Remscheid kandidierte, werde diesmal in Leverkusen antreten. Mit dem Listenplatz 3 hat er sehr gute Chancen, erneut einen Sitz im Landtag zu erlangen. Deutlich schwieriger wird dies für Schichel, Clever und Lange, die mit ihren Platzierungen wenig Aussichten auf ein Mandat haben.

Wahlkreis

Erst seit 2017 wählen Remscheid und Radevormwald einen gemeinsamen Abgeordneten für den NRW-Landtag. Zuvor bildete Remscheid einen eigenen Wahlkreis. Die Radevormwalder wählten ihren Vertreter mit Nachbarstädten im Oberbergischen Kreis, zum Beispiel mit Hückeswagen. Dass sich Remscheid nun den Abgeordneten mit Rade „teilen“ muss, ist der gesunkenen Einwohnerzahl geschuldet.

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