Vor dem Gefängnis in Lüttringhausen

JVA-Beschäftigte machen Mittagspause zur Protestaktion

Mittagspause statt Streik: Die Mitarbeiter der JVA in Lüttringhausen machen Druck im aktuellen Tarifkonflikt. Foto: Roland Keusch
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Mittagspause statt Streik: Die Mitarbeiter der JVA in Lüttringhausen machen Druck im aktuellen Tarifkonflikt.

Die Beschäftigten der Justizvollzugsanstalt in Lüttringhausen streikten zwar nicht, machten aber eine „aktive Mittagspause“, um Druck auf die aktuellen Tarifverhandlungen auszuüben.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Streiken dürfen sie nicht, die überwiegend verbeamteten Beschäftigten der Justizvollzugsanstalt in Lüttringhausen, deswegen nutzten sie am gestrigen Dienstag eine „aktive Mittagspause“, um Druck in den aktuellen Tarifverhandlungen zu machen. Um 12 Uhr kamen sie vor dem Haupteingang der Haftanstalt zusammen, ihre Vertretung, der Bund des Strafvollzugsbediensteten (BSBD), hatte auf eine Currywurst eingeladen.

Aktuell fordere man fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens 150 Euro monatlich für Beschäftigte und 100 Euro für Azubis, berichtet Horst Butschinek, stellvertretender BSBD-Landesvorsitzender, der für die Protestaktion nach Remscheid gekommen war. Kurz informierte er die JVA-Mitarbeiter, rund 300 arbeiten in Lüttringhausen, über den derzeitigen Stand.

Die Arbeitgeberseite, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder, habe auch in der zweiten Verhandlungsrunde, die Anfang November zu Ende ging, noch kein Angebot gemacht, so Butschinek. Stattdessen würden die Arbeitgeber Zugeständnisse beim Thema Arbeitsvorgang als Grundlage der Eingruppierung verlangen. „Das könnte für viele Kollegen bedeuten, dass sie in eine niedrigere Gruppe rutschen“, so der Gewerkschafter. „Dazu sagen wir als Arbeitnehmervertreter natürlich nicht Ja.“

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