Greenpeace pflanzt Bäume am Hohenhagen

Junge Apfelbäume werden in wenigen Jahren Früchte tragen

Eine Investition in die Zukunft: Fünf Apfelbäume heimischer Sorten pflanzten die Helfer von Greenpeace.
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Eine Investition in die Zukunft: Fünf Apfelbäume heimischer Sorten pflanzten die Helfer von Greenpeace.

Greenpeace pflanzte fünf heimische Sorten am Hohenhagen. Dafür war jedoch mehr nötig, als ein paar Löcher mit dem Spaten auszuheben.

Von Peter Klohs

Finkenwerder Herbstprinz. Kardinal Bea. Rheinisches Seidenhemdchen. Das sind drei von fünf heimischen Apfelsorten, die jetzt von Mitgliedern von Greenpeace Remscheid auf einer städtischen Wiese an der Straße Am alten Flugplatz angepflanzt wurden.

„So eine Baumpflanzaktion ist symbolbehaftet und in die Zukunft gerichtet“, sagt Jörg Krone von Greenpeace Remscheid. Und fügt schmunzelnd hinzu: „Ist mal was anderes als immer zu demonstrieren.“

Krone, eine Hand voll Greenpeace-Mitstreiter, private Helfer sowie Frank Stiller vom Umweltamt in Remscheid waren zugegen und packten kräftig mit an. Gärtnermeister Gerd Plückebaum gab hilfreiche Tipps.

Remscheid: Entlang von Holzpfosten sollen die Bäume gerade wachsen

Recht schnell lernten die rund 15 Helferinnen und Helfer, dass es nicht damit getan ist, ein Loch auszuheben, den jungen Apfelbaum dort hineinzulassen und das Loch wieder zu zu buddeln. Es ist weitaus mehr nötig.

„Der Boden ist hier nicht gut“, weiß Plückebaum und verweist auf zahlreiche Steine im Untergrund. Trotzdem gelingt der Aushub einer Grassode von 40 Kubikzentimetern ohne große Anstrengung. „Die Regenwürmer haben den Boden schön aufgelockert“, ist der Gärtnerprofi überzeugt.

Ein Wühlmausschutz, ein feinmaschiges Gitternetz aus abbaubarem Material, wird um die Baumwurzeln gelegt. Nachdem der Baum steht, werden Holzpfosten rund um den mehr als drei Meter hohen, aber sehr dünnen Apfelbaum befestigt. Weitere Hilfen wie ein straff gezogenes Hanfseil und eine mit Nägeln befestigte Querverbindung hilft dem jungen Baum dabei, gerade zu wachsen. Sodann wird das Gewächs beschnitten, um recht schnell eine schöne und kräftige Krone auszubilden. Anschließend wird noch ein Bastgeflecht um den Stamm gewickelt, das als Frost-, aber auch als Sonnenschutz dient und zugleich Wildfraß eindämmt.

Und wenn alles gut geht, so Plückebaum, werde der Baum in fünf bis acht Jahren die ersten Früchte tragen. Die 500 Euro für die Bäume hat Greenpeace Remscheid gesammelt.

„Das hier ist eine öffentliche Wiese“, sagt Jörg Krone von der Remscheider Greenpeace-Gruppe. „Wenn diese von uns heute eingepflanzten fünf Bäume einmal Früchte tragen, darf sich jeder davon welche mitnehmen.“

Das hat Greenpeace in Remscheid bisher erreicht

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