Mandat endet im Frühjahr

Remscheider Jugendrat geht mit Vollgas in den Endspurt

Das Jugendkulturfestival an der Gelben Villa – hier die Band The Cube – bleibt den Jugendrat-Mitgliedern aus 2021 in bester Erinnerung. Bedauern drückten indes alle Nachwuchspolitiker darüber aus, dass Burcu Aksoyek (kleines Foto) umgezogen ist und ausscheidet. Fotos: Michael Schütz/Andreas Deus
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Das Jugendkulturfestival an der Gelben Villa – hier die Band The Cube – bleibt den Jugendrat-Mitgliedern aus 2021 in bester Erinnerung.

Die zweijährige Legislaturperiode endet im Frühjahr. Die Vorsitzende Burcu Aksoyek scheidet nach Umzug frühzeitig aus.

Von Timo Lemmer

Remscheid. Sie befinden sich zwar in der Endphase ihres zweijährigen Mandats, doch der Remscheider Jugendrat hat bis März noch einiges vor. Das bekräftigten die scheidende Vorsitzende Burcu Aksoyek (siehe unten) und ihre Mitstreiter bei der letzten Sitzung des Jahres. Die sollte ursprünglich inklusive Weihnachtsessen im Remscheider Bräu stattfinden – doch auch digital untermauerte das 15-köpfige Gremium gute Zusammenarbeit. Und die Absicht, noch viel zu bewegen.

So stand neben einem Zwischenfazit zur bisherigen Arbeit beim Jahresausklang vor allem der Ausblick im Vordergrund. Liv Ajder präsentierte beispielsweise den Zwischenstand der Arbeitsgruppe Jobbörse: Den Jugendlichen schwebt eine Plattform vor, auf der Schüler-, Ferien- und Nebenjobs zu finden sind, die lokale Unternehmen einspeisen können. Eine Infobroschüre ist entwickelt worden.

„Es war total schön, dass wir uns endlich richtig kennenlernen konnten.“

Liv Ajder, Jugendratsmitglied

Dieses Projekt soll in den kommenden Wochen ebenso weiter vorangetrieben werden wie die Siebdrucke nachhaltiger T-Shirts und weiterer Materialien, die die Gruppe Nachhaltigkeit und Klimaschutz angestoßen hat. Oder das Unterfangen unter dem Stichwort „Selbstliebe“ der Projektgruppe Solidarität und Vielfalt: Das sollte bereits auf dem Weihnachtsmarkt von My Viertel umgesetzt werden, wo Projektionen zum Thema zum Austausch hätten einladen sollen – nach der Weihnachtsmarktabsage suchen die Jugendlichen aktuell fieberhaft nach einer anderen Möglichkeit, ihr Projekt umzusetzen.

Ein eher langfristiges Projekt hat unterdessen Belinda Tillmanns angestoßen: Zahlreiche Nachwuchspolitiker treten für einen Skatepark in Remscheid ein. Natürlich sei das ein Ziel, das in der Zukunft liege. Die Ideen indes sprudeln bereits: „So ein Park sollte für mehrere Sportarten entworfen werden inklusive Rollstuhlsportarten oder einem Basketballfeld.“

Die Projektgruppe Öffentlichkeitsarbeit hat inzwischen alles für die Wahl zum nächstens Jugendrat in die Wege geleitet. Sofia Rodriguez und Tiyam Esfandiari berichteten, dass die Broschüre zur Wahl überarbeitet und modernisiert wurde und der neue Imagefilm bereits 700 Aufrufe verzeichnet. Die Jungpolitiker werben aktuell an allen Ecken für die kommende Wahl.

Eine vorläufige Zwischenbilanz gab es indes auch: Die Jugendlichen, bei ihrer Wahl alle 14 bis 17 Jahre alt, zeigten sich heilfroh darüber, dass nach ihrem schwierigen, ausschließlich digitalen Start in 2020 nun endlich Präsenztreffen möglich waren. Die verschiedenen Projektgruppen hatten es in den vergangenen Monaten genossen, live miteinander zu arbeiten. Adjer: „Es war total schön, dass wir uns im letzten Jahr endlich richtig kennenlernen konnten.“

Die Arbeit habe so noch produktiver und besser sein können, befand Esfandiari. Durchweg positiv bewerteten die Jugendrat-Mitglieder die verschiedenen Workshops, die sie gemeinsam durchführen konnten. Und: Das RS-United-Festival war der Jahreshöhepunkt der Jugendlichen außerhalb ihrer Gremienarbeit. Einhellige Meinung: Aus den schwierigen Umständen der Corona-Pandemie haben die jungen Engagierten das Beste gemacht. „Sie haben viel geschafft, sind super aktiv und weiterhin mittendrin in der Arbeit“, schwärmt Marie Münstermann, Geschäftsführerin des Jugendrates.

Wahl 2022: Vom 14. bis 18. März findet die Wahl zum 10. Jugendrat statt. Darüber will die Kinder- und Jugendförderung in der kommenden Woche ausführlich informieren. Details gibt es derweil bereits online.

www.jugendrat-remscheid.de

Hintergrund

Bedauern drückten alle Nachwuchspolitiker darüber aus, dass Burcu Aksoyek umgezogen ist und ausscheidet.

Vorsitzende: Burcu Aksoyek scheidet aus dem Jugendrat aus – zum großen Bedauern ihrer Mitstreiter ist die Vorsitzende umgezogen. „Der Jugendrat hat mich facettenreich geprägt, ich durfte viel lernen und an vielem mitwirken. Gerade in Remscheid kann man sehr viel erreichen, weil es sehr viele helfende Hände gibt“, verabschiedete sie sich.

Nachrücker: Kian Mortazawi kommt ins Gremium. Bei der Sitzung im Januar wird zudem der Vorsitz neu gewählt.

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