Krieg in der Ukraine

„Die Generäle haben Putin gesagt: Das wird ein Spaziergang“

CDU-Bundestagsabgeordneter Jürgen Hardt war gestern bei der Senioren-Union zu Gast und berichtete aus Berlin. Foto: Roland Keusch
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CDU-Bundestagsabgeordneter Jürgen Hardt war gestern bei der Senioren-Union zu Gast und berichtete aus Berlin.

Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, berichtete bei der Senioren-Union.

Von Peter Klohs

Remscheid. Jürgen Hardt ist außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und hat als solcher tiefreichende Kenntnisse auch zum Krieg in der Ukraine. Diese stellte er auf Einladung der Remscheider Senioren-Union und deren Vorsitzenden Elke Rühl in den gut besuchten Räumlichkeiten des MK-Hotels am frühen Mittwochnachmittag vor.

„Ich hätte Ihnen gerne von dem neuen Schwung in der CDU berichtet“, begann der Außenpolitiker, „aber ich fürchte, wir müssen über andere Sachen reden.“ Hardt bezog die neuere Geschichte ab der Krim-Annexion durch Russland (2014) in seinen Bericht ein. „Putin versucht, mit diversen Mitteln die Ukraine zu destabilisieren. Aber bemerkenswerterweise lässt sich die Ukraine nicht provozieren.“
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Nun käme, wie er aus gesicherten, aber nicht öffentlichen Quellen wisse, folgender Fakt hinzu: „Die Generäle haben Putin gesagt: ‚Das wird ein Spaziergang. Und der Präsident der Ukraine ist ein Kabarettist’. Eine böse Fehleinschätzung“, stellte Hardt fest. Es gebe erheblichen Widerstand seitens des ukrainischen Volkes, der inzwischen zu deutlichen Verlusten bei den russischen Soldaten geführt habe. Man spreche von 5000 bis 8000 Toten. „Und das alles“, fügte Hardt hinzu, „ohne dass es einen Vorteil für Russland bringen würde, die Ukraine anzugreifen. Stattdessen droht Putin jetzt mit dem Einsatz von Atomwaffen.“

Jürgen Hardt hält vieles für möglich

Die folgenden Geschehnisse würden sich in den nächsten Tagen entscheiden, ist Hardt sicher. „Die Generäle haben Fristen bekommen, und wenn sie die nicht einhalten….“ Er hält vieles für möglich.

Darüber hinaus gestand Jürgen Hardt sein Staunen ein, als die Bundesregierung zunächst die von der CDU/CSU-Fraktion zusammengestellten Sanktionen gegen Russland ablehnte, kurz darauf jedoch Bundeskanzler Scholz in seiner Erklärung dieselben quasi 1:1 übernommen habe.

„Keine Frage“, sagte Hardt, „dass der Bundeskanzler die Regierungskoalition überrumpelt hat. Aber angesichts der Zeitenwende in der deutschen Politik wird er diese Position verteidigen und durchsetzen können. Und den Beifall der CDU/CSU dazu hat er. Es herrscht zu diesem Punkt weitgehende Einigkeit. Es werden wieder Zeiten kommen, in denen wir uns mit der Regierungskoalition fetzen werden, aber: In dieser Angelegenheit brauchen wir keinen Streit.“

Er schloss mit einer Bitte: „Vertrauen Sie auf die demokratischen Kräfte in unserem Land.“

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