Vorzeige-Streetwork-Projekt am Kremenholl

Jennifer sucht Hilfe für ihr Gartenhaus

Jennifer Lendt (24) ist bei gutem Wetter jeden Tag in ihrem Schrebergarten am Kremenholl.
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Jennifer Lendt (24) ist bei gutem Wetter jeden Tag in ihrem Schrebergarten am Kremenholl.
  • Melissa Wienzek
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In der kleinen Oase hat sich viel getan.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Am Apfelbaum prangen schon kleine, knackige Früchte, eine selbst gebaute Sitzecke lockt zum Verweilen ein und der Müll, den Spaziergänger regelmäßig hier abgeladen haben, ist entsorgt: Im kleinen Schrebergarten der 24-jährigen Jennifer Lendt hat sich nach einem Jahr eine Menge getan.

Jennifers kleine Grünoase ist ein Vorzeigeprojekt für gelungene Streetwork. Die Remscheiderin, die in einer WG bei der Augusta-Hardt-Horizonte in Lennep lebt und derzeit auf Jobsuche ist, hatte die Parzelle im Kleingartenverein in Kremenholl von den städtischen Streetworkern Amelie Sophie Preyss und Marcel Gratza vermittelt bekommen. Das Ziel: Talente fördern, die Freizeit sinnvoll nutzen. „Das Schöne ist, dass Jennifer total nett in die soziale Gemeinschaft der Kleingärtner aufgenommen wurde. Das Zusammenspiel der Generationen klappt hier sehr gut“, freut sich Marcel Gratza, der sogar zuletzt selbst im Schrebergarten angepackt hat: Gemeinsam mit Jennifer hat er ein Plateau angelegt.

Mit den anderen Hobbygärtnern kommt die junge Remscheiderin super aus. „Die Nachbarn hier rechts haben uns Holz für die Sitzecke, Kübel und Schubkarre geschenkt, und von Ingo da oben durfte ich Strom ziehen“, erzählt die 24-Jährige, für die der kleine Garten besonders in Corona-Zeiten ein Rückzugsort ist. Bei gutem Wetter ist sie jeden Tag im Garten.
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Projekt: Die Gartenhütte ist ihr Sorgenkind

Eine Stunde dauert die Busfahrt von Lennep nach Kremenholl − für sie eine absolut lohnende Sache. Jennifer sät Rasen ein, pflanzt Haselnusssträucher um, legt den Weg neu an oder harkt den selbst angelegten Kompost um. Gärtnerische Hilfe erhält sie dabei von ihren Freunden Daniel und Marvin. „Wir finden hier leider immer wieder Müll. Die Entsorgung ist teuer“, erzählt Jennifer, die stolz ist auf ihre 450-Quadratmeter-Oase. „Letztens kam die Polizei auf Streife vorbei. Die Beamten haben auch gesagt, es sei schön geworden.“ Mittlerweile kann sie sich sogar vorstellen, vielleicht auch beruflich in Richtung grün zu gehen.

Sorgen macht Jennifer die Gartenhütte. Weil das Dach undicht ist und es reingeregnet hat, schimmelt sie bereits. Daher sucht sie Hilfe von einem Dachdecker oder einer anderen Firma, um gemeinsam das Dach neu zu decken. Denn das Geld reicht gerade für die Miete.

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