Ausbildung

Jasmin Dohr aus Remscheid ist „Lehrling des Monats“

Jasmin Dohr mit Kreishandwerksmeister Detlef Weißenfeld, ihrem Ausbilder Oliver Möller und Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf (v. l.).
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Jasmin Dohr mit Kreishandwerksmeister Detlef Weißenfeld, ihrem Ausbilder Oliver Möller und Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf (v. l.).

Der „Lehrling des Monats“ der Handwerkskammer Düsseldorf heißt Jasmin Dohr – und kommt aus Remscheid.

Von Sven Schlickowey

Die 18-Jährige, die unmittelbar vor ihrer Gesellenprüfung als Tischlerin steht, erhielt die Auszeichnung am Freitag von Präsident Andreas Ehlert.

Seit sieben Jahren ehrt die Kammer so regelmäßig außergewöhnliche Vertreter des eigenen Nachwuchs, erklärte Ehlert. Das Ziel sei es, „junge Menschen herauszufiltern, die besonders sind“, und das anhand „harter Kriterien“. So wie im Mai Jasmin Dohr, die unter rund 20.000 Auszubildenden in zehn Städten und fünf Landkreisen, die zusammen den Kammerbezirk bilden, ausgewählt wurde.

„Bei Ihnen kommt ganz viel zusammen“, betonte Ehlert und hob unter anderem die Zielstrebigkeit, die Akribie und das hohe Leistungsvermögen von Jasmin Dohr hervor. Außerdem ihr ehrenamtliches Engagement bei der Lebenshilfe. Vor allem aber ihr räumliches Vorstellungsvermögen: „Sie hat die außergewöhnliche Gabe, Dinge vom Ende her zu denken.“ Und dann zu wissen, was man unternehmen muss, damit das erdachte Stück auch entsteht.

Bereits mit 15 Jahren hatte sich die angehende Tischlerin für ihre Ausbildung entschieden. Und das nie bereut, wie sie betont: „Ich würde es jederzeit wieder machen“. Früh sei ihr klar gewesen, dass ein Büro-Job nichts für sie ist, sagt sie rückblickend. Über Praktika fand sie schließlich zu ihrem heutigen Ausbildungsbetrieb, der Schreinerei von Oliver Möller.

Der hatte in knapp 16 Jahren Selbstständigkeit bisher vier Azubis. Jasmin Dohr ist die erste weibliche. Auswirkungen auf die Ausbildung habe das nie gehabt, versichert der Handwerksmeister. Was seine Auszubildende nur bestätigen kann: „Das war nie ein Thema im Umgang mit den anderen.“

Zur Auszeichnung gab es neben einer Urkunde auch eine Armbanduhr im Design der bundesweiten Image-Kampagne des Handwerks. Und einen Satz Werkzeuge aus der Hand von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Natürlich aus Remscheider Herstellung, wie der OB betonte: „Wer im Handwerk arbeitet, braucht anständiges Werkzeug.“

Und das trifft auch auf Jasmin Dohr zu, die am kommenden Montag in ihre Prüfungen startet. Neben einem mündlichen und einem praktischen Teil gehört dazu auch ein Gesellenstück. In ihrem Fall eine kleine Kommode aus massiver Eiche mit drei Schubfächern und zwei Schranktüren. Und mit Griffen aus Geweih. Der Entwurf dazu stammt natürlich von ihr.

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