Jakobsweg

Jakobsjahr endet Lesung und Musik

Der Abend zum Abschluss des Veranstaltungsreigens zum Jakobsjahr mit Peter Bonzelet am Flügel und Andy Dino Iussa in der Kirche St. Bonaventura stand unter dem Titel „Musik und Gedanken am Rande der Nacht“. Foto: Roland Keusch
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Der Abend zum Abschluss des Veranstaltungsreigens zum Jakobsjahr mit Peter Bonzelet am Flügel und Andy Dino Iussa in der Kirche St. Bonaventura stand unter dem Titel „Musik und Gedanken am Rande der Nacht“.

Lenneper Pilgerfreunde und Pfarrei St. Bonaventura und Heilig Kreuz stellten 44 Veranstaltungen auf die Beine.

Von Peter Klohs

Remscheid. Das heilige Jakobsjahr neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Da Lennep eine Station auf dem Jakobsweg ist, der quer durch Europa verläuft und im galizischen Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens endet, sind im Stadtteil die Aktivitäten zu Ehren des heiligen Jakobus immer zahlreich.

Da der Geburtstag des Heiligen auf den 25. Juli fällt, der 2021 auf einen Sonntag fiel, wurden die Feierlichkeiten im Heiligen Jakobsjahr offiziell an eben diesem Tag begonnen. Andy Dino Iussa von der katholischen Pfarrei St. Bonaventura und Heilig Kreuz erinnert sich sehr gerne an die Vorabendandacht, die am 24. Juli im Kloster Beyenburg gefeiert wurde. Die Eröffnung des Festivals „Dem Leben auf der Spur“, einen Tag später, gipfelte in einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Alter Markt, einem Pilger- und Familienfest sowie in der Einweihung der Pilgerstatue am Jokobusplatz.

Hans-Willi Oberlis von den Lenneper Pilgerfreunden erinnert sich lebhaft an diesen Tag. „Corona war allgegenwärtig“, weiß Oberlis, „und das muss man immer bedenken. Gemessen daran, war die Besucherzahl aller Veranstaltungen mehr als zufriedenstellend.

Auch zum Löffelfest am 29. August kamen erfreulich viele Besucher. Doch, wir müssen mit dem Verlauf des Heiligen Jakobsjahres sehr zufrieden sein.“ Andy Dino Iussa stimmt dem uneingeschränkt zu. „Ich war ein bisschen erschrocken, wie viele Menschen zum Pilgerfest gekommen waren“, gibt er zu. „Aber diese glänzende Freude in den Gesichtern der Menschen war so toll. Da sah man, wie groß die Sehnsucht der Menschen ist, etwas gemeinsam erleben zu können.“

Zahlreiche Aktionen in Remscheid und den Nachbarstädten

Das konnten sie in Lennep und Umgebung vom 24. Juli bis zum 15. Dezember mehr als vierzig Mal. Einige haben auch bei den Organisatoren eine nachhaltige Wirkung gezeitigt. An „Bruder Sturm“ (Der Pater und die Flüchtlinge in Mexiko) erinnern sich Iussa und Oberlis beeindruckt zurück, ebenso an den Vortrag „Leben retten auf dem Meer“, zu dem Roman Rösener den SPD-Politiker Helge Lindh eingeladen hatte.

Andy Dino Iussa gibt gerne zu, dass „Mein Gott Lennep“ zu seiner Herzensangelegenheit wurde. Zu dieser Aktion trafen sich verschiedenste Menschen, um bei Spaziergängen einen fotografischen Blick auf Lennep zu werfen. Die anschließende Ausstellung in St. Bonaventura glänzte durch einzigartige Fotos ebenso wie durch die beseelten Töne des Musikers Andre Enthöfer.

Viele andere Aktionen schlossen sich an, in Lennep, bei den Schlawinern in Lüttringhausen, im Neuen Lindenhof am Honsberg, in Wermelskirchen und Hückeswagen. 44 Veranstaltungen in einem knappen halben Jahr. Am Mittwochabend fand die letzte unter ihnen statt: Ein abschließendes Treffen von Iussa, der rezitierte, und Peter Bonzelet, der auf dem Flügel spielte. „Musik und Gedanken am Rande der Nacht“ hieß der offizielle Titel des Abends in der in einem strahlendem Violett leuchtenden Kirche St. Bonaventura, inoffiziell gab Iussa dem Abend den ironischen Titel „Last night of the proms“.

Zu kleinen Klavierimprovisationen und Arrangements bekannter Weihnachtslieder von Mathias Nagel las Andy Dino Iussa Texte von Thomas Brasch und Sabine Rückert, Franz Hohler, Sybille Berg und Rainer Maria Rilke, in dessen Text noch einmal das Pilgerthema offen und nachhaltig zu Tage trat: „Wir haben keinen Grund, gegen unsere Welt misstrauisch zu sein“ heißt es da. „Helfen, Retten und Nächstenliebe ist ja im Pilgerthema enthalten“, weiß Iussa.

Zum nächsten Heiligen Jakobsjahr, das 2027 ansteht, wird sich die Pfarrei St. Bonaventura in Kooperation mit den Lenneper Pilgerfreunden und zahlreichen anderen Institutionen wieder viel einfallen lassen, das ist sicher.

Pläne 2022

Für 2022 planen die Lenneper Pilgerfreunde die Einweihung einer Figur des in Wuppertal lebenden Künstlers Tony Cragg am Munsterplatz. „Und wenn Gott will“ sagt Hans-Willi Oberlis von den Pilgerfreunden, „dann machen wir auch wieder ein Pilgerfest.“

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