Remscheid ist auch eine Fahrradstadt

Barbara Reul-Nocke (hinten, l.) ehrte die Gewinner der Einzelwertung. Vorne (v. l.): Birgit Henke (2. Platz), Inge Raabe (1. Platz), Karoline Jungbluth (3. Platz); hinten (v. l.): Jonas Weber (2. Platz), Frank Dallmann (1. Platz), Lukas Gregori (Fachdienst Umwelt) und Arndt Braun (3. Platz). Foto: Roland Keusch
+
Barbara Reul-Nocke (hinten, l.) ehrte die Gewinner der Einzelwertung. Vorne (v. l.): Birgit Henke (2. Platz), Inge Raabe (1. Platz), Karoline Jungbluth (3. Platz); hinten (v. l.): Jonas Weber (2. Platz), Frank Dallmann (1. Platz), Lukas Gregori (Fachdienst Umwelt) und Arndt Braun (3. Platz).

Sieger und Siegerteams der Aktion Stadtradeln wurden am Freitag im Rathaus geehrt

Von Lucas Hackenberg

Remscheid. Schaut man sich die Bilanz des dritten Stadtradelns an, lässt das den Schluss zu: Remscheid ist auch Fahrradstadt. In 21 Tagen legten 643 Radelnde in 54 Teams insgesamt 176 781 Kilometer zurück – und sparten auf diesem Wege 26 Tonnen CO2 ein. Allein dies ist schon aller Ehren wert. Eine besondere Ehrung kam am Freitagnachmittag denjenigen zu, welche die besten Resultate erzielten.

Umweltdezernentin Barbara Reul-Nocke, die den in Remscheids Partnerstadt Quimper weilenden Oberbürgermeister Burkhardt Mast-Weisz vertrat, überreichte stolz die Urkunden an diejenigen, die sich mit besonders starken Leistungen hervortaten.

Den ersten Platz belegten in der Teamwertung der pro Kopf gefahrenen Kilometer die Radler des Teams „TuRa Süd and friends“. Bei den absolut zurückgelegten Kilometern hatten hingegen die „RV Adler Lüttringhausen“ die Nase vorn. Die Einzelwertung der Damen konnte Inge Raabe mit 1833 zurückgelegten Kilometern für sich entscheiden, bei den Herren lag am Ende Frank Dahlmann vorn, der in 21 Tagen 2777 Kilometer radelte.

Im Vergleich zu den Nachbarn schneidet Remscheid gut ab

„Coronabedingt war dies für mich der einzige Wettkampf dieses Jahr“, sagte Dahlmann. Er hatte seine rund 2200 Kilometer aus dem vergangenen Jahr trotzdem noch deutlich steigern können. Ähnlich ging es Inge Raabe. Auch sie verbesserte sich im Gegensatz zum Vorjahr. Die Sportlerin, deren Herz eigentlich für das Laufen schlägt, hatte jedenfalls großen Spaß an der Veranstaltung: „Wenn es mit der Zeit und der Gesundheit passt, nehme ich im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder teil“, so Raabe.

Neben dem Spaß am Radfahren und den ehrbaren Leistungen der Teilnehmer stand aber noch ein weiterer Aspekt im Fokus. Das Ziel der Veranstaltung sollte es auch sein, die Situation für Radfahrer in der Stadt auszukundschaften und Feedback zu geben. Einig war man sich bezüglich einer relativ soliden Infrastruktur in der Stadt. Vor allem im Vergleich zu den Nachbarstädten sei das Radfahren besser möglich als noch in der Vergangenheit, urteilten die Teilnehmer einheitlich. Verbesserungspotenzial gebe es hingegen noch bei der Rücksicht auf die Radfahrer im Straßenverkehr. Dies stellte sich als der Wunsch aller Teilnehmer des Stadtradelns heraus.

Christin Witt und Karoline Jungbluth, die mit ihrem Team: „Achtung: Mit dem Rad ist alles besser“ den zweiten Platz in der Team- Gesamtwertung erreicht hatten, wünschten sich vor allem für ihre Kinder im Grundschulalter mehr Vorsicht und Respekt untereinander im Stadtverkehr.

„Gerade in Lennep, auf der Neuenkamper und der Ringstraße ist die Situation noch sehr unübersichtlich. Das ist tatsächlich ein Manko, das schnellstmöglich behoben werden sollte“, wünschten sich die beiden Mütter. Hier sei mehr Mut der Beteiligten gefragt, die Stadt auch in dieser Frage zukunftsfähig zu gestalten. Doch auch hier wich die Kritik schnell wieder dem Lob für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Hintergrund

Das Stadtradeln ist ein jährlicher, deutschlandweiter Wettbewerb, bei dem möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückgelegt werden sollen. Er fand in Remscheid zum dritten Mal statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Einfamilienhaus brennt an der Honsberger Straße
Einfamilienhaus brennt an der Honsberger Straße
Einfamilienhaus brennt an der Honsberger Straße
Kriminelle sprengen Geldautomat in Lüttringhausen
Kriminelle sprengen Geldautomat in Lüttringhausen
Kriminelle sprengen Geldautomat in Lüttringhausen
Bürgerbus fährt oft allein durchs Dorp: Es fehlen die Fahrgäste
Bürgerbus fährt oft allein durchs Dorp: Es fehlen die Fahrgäste
Bürgerbus fährt oft allein durchs Dorp: Es fehlen die Fahrgäste
Mannesmann-Villa weicht Kita-Neubau
Mannesmann-Villa weicht Kita-Neubau
Mannesmann-Villa weicht Kita-Neubau

Kommentare