Bezirksvertretung

Mannesmann-Villa: Investor baut für Senioren und Kinder

Mittlerweile abgerissen: die Mannesmann-Villa in der Burger Straße 90, in der zum Schluss Freifrau Antje von Wangenheim, Enkelin von Carl Mannesmann lebte. Archivfoto: Doro Siewert
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Mittlerweile abgerissen: die Mannesmann-Villa in der Burger Straße 90. Zuletzt stand sie leer. Davor lebte die Enkelin von Carl Mannesmann hier, Freifrau Antje von Wangenheim.

Audere Equity plant an der Burger Straße 90 eine fünfgruppige Einrichtung – Weitere Kitas machen Fortschritte.

Von Andreas Weber

Remscheid. In ihrer Sitzung am 15. September hatte die Bezirksvertretung Süd den verwahrlosten Zustand des Grundstücks Burger Straße 90 beklagt. „Nicht ahnend, welche Entwicklungen sich abzeichneten“, wie Waltraud Bodenstedt (WiR) in einer Anfrage für die jüngste Sitzung nachhakte. Egbert Willecke, Fachdienstleiter Jugend, gab nun den neuesten Stand zum Kita-Neubau. Der wird nach langen Wehen tatsächlich kommen, jedoch unter anderen Vorzeichen als ursprünglich geplant.

Der erste Investor, die Kidinvest, die in der alten Mannesmann-Villa eine Kita mit einer Seniorenwohnanlage kombinieren wollte, ist ausgestiegen. Der neue Geldgeber, die Audere Equity GmbH (Fellbach) hält prinzipiell an dem Konzept fest, jedoch nicht unter einem Dach. Auf dem 5800 Quadratmeter großen Gelände soll eine fünfgruppige Kita im unteren Bereich gebaut werden und eine Seniorenanlage im oberen Bereich entstehen, erläuterte Willecke. Die einst prächtige Villa wurde dafür mittlerweile abgerissen.

Dass die Bagger im Herbst anrollten, ohne dass die BV-Vertreter davon erfuhren, verärgerte Bezirksbürgermeister Stefan Grote: „Es ist blöd, dass wir davon nichts im Vorfeld erfahren haben.“ Zu ändern wäre es aber nicht gewesen. Weder die zwischen 1907 und 1910 erbaute Villa noch der Torbogen aus Sandstein an der Einfahrt standen unter Denkmalschutz.

Kita Oststraße ist schon in Betrieb, wird 9. Dezember offiziell eröffnet

„Eine Anzeigepflicht gab es für den Investor nicht“, entschuldigte Willecke die fehlende Information. Die Audere Equity sah sich zum Handeln gezwungen, weil das leerstehende Objekt immer wieder ein Treffpunkt für illegale Partys war. Mit dem Investor wie dem späteren Träger, der Awo-Elterninitiative Remscheid will die Stadt im Dezember in die konkrete Planung gehen. „Angesichts vieler fehlender Plätze müssen wir Gas geben. Und das werden wir tun“, kündigte Willecke an. Die 100 Kinder, die an der Burger Straße 90 unterkommen werden, können nach heutigem Stand in 2023 mit der Aufnahme rechnen.

Bei einem Ausbaubedarf von 1123 Plätzen ist aber noch mehr im Fluss. Die Einrichtung Hackenberger Straße befindet sich im Bau. Der Träger bereitet die Ausstattung vor und rekrutiert Personal. Die Inbetriebnahme mit 80 Kindern wird für das erste Quartal 2022 erwartet. In der Weltkinder-Kita Sedanstraße (80 Plätze) wird mit der Eröffnung zum 1. August 2022 gerechnet. Die Baugenehmigung wurde erteilt, die Herrichtung des Wendehammers ist erfolgt.

Deutliche Fortschritt macht die neue Kita auf dem Gelände der Stiftung Tannenhof in Lüttringhausen. Eine Eröffnung könnte im April/Mai 2022 anstehen. In Planung befinden sich außerdem 80 Plätze in der Kita Grillardor. Lüttringhauser Straße 7. Der Bauantrag ist in Vorbereitung. Die Eröffnung könnte im dritten oder vierten Quartal 2022 erfolgen.

Eine erfreuliche Nachricht vermeldete Stefan Grote für die Kita Oststraße neben der Grundschule. Diese ist schon in Betrieb und wird am 9. Dezember offiziell übergeben.

Kita-Planung

Der weitere Ausbaubedarf liegt bei 1123 Plätzen. Davon sind 400 abgedeckt nach Inbetriebnahme von Zaunkönig (20), Steinackerstraße Waldgruppe (15), Honsberg Waldgruppe (20), Sterntaler (80), Waldkrönchen in Hasten (110), Engelsberg (75), Oststraße (80).

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