Aufwendiges Projekt

Historische Immobilie Richard Felde: 14 Wohnungen beleben die Sägenfabrik

Die Fassade bleibt erhalten, das Innere der Sägenfabrik Richard Felde wird kernsaniert und in eine Wohnbebauung im Herzen des Hasten umgewandelt: Bedriqerim Jashari (rechts) und sein Bruder Cerim werden das aufwendige Projekt angehen, wenn die Baugenehmigung vorliegt. Foto: Doro Siewert
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Die Fassade bleibt erhalten, das Innere der Sägenfabrik Richard Felde wird kernsaniert und in eine Wohnbebauung im Herzen des Hasten umgewandelt: Bedriqerim Jashari (rechts) und sein Bruder Cerim werden das aufwendige Projekt angehen, wenn die Baugenehmigung vorliegt.

Der Fliesenleger und Investor Bedriqerim Jashari will die alte Industrieimmobilie Richard Felde in 33 Monaten umbauen.

Von Andreas Weber

Im Herzen des Hasten werden in einem historischen Gemäuer 14 neue Wohnungen entstehen. Die betagte Sägenfabrik Richard Felde wird unter den Auflagen des Denkmalschutzes in ein modernes Mehrfamilienhaus umgewandelt.

Investor Bedriqerim Jashari hatte das Areal mit der offiziellen Adresse Büchelstraße 11 im Jahr 2012 vom Insolvenzverwalter gekauft und lange um eine Baugenehmigung gerungen. Die liegt zwar noch nicht vor, wird aber kommen. Die Bezirksvertretung Alt-Remscheid hatte keine Einwände und legte eine Empfehlung für den Bauausschuss vor, der sich am 24. August als zweites politisches Gremien mit dem Umbauprojekt befassen und beschließen wird. Seitens der Bauverwaltung sind die Bedenken ausgeräumt. „Die Nutzungsänderung hat keine prägende Wirkung auf die Umgebung, da nur das Innere des Gebäudes umgestaltet wird“, heißt es in der Ausschussvorlage.

Zugang zu den Wohnungen erfolgt über Eingänge in drei Straßen

Jashari saniert mit seiner Firma nicht zum ersten Mal verlassene Häuser. Die Immobilie Neuplatz 43 nennt der 55-jährige Kosovare, der seit 27 Jahren in Deutschland lebt, als ein Beispiel. In der Weststraße 2 hat der gelernte Fliesenleger und Maurer seinen kleinen, drei Mitarbeiter zählenden Betrieb, zu dem auch sein Bruder Cerim zählt.

Das Filetstück am Hasten wird nun eine besondere Herausforderung werden. Die 14 Wohnungen werden eine Größe von 80 bis 120 Quadratmetern aufweisen, teilweise wird es in dem zweigeschossigen Gebäude Maisonette-Einheiten über zwei Etagen geben. In den Wohnkomplex mit Shed-Dächern innen werden die Bewohner über drei Eingänge gelangen. Von der Krimstraße, der Büchelstraße und der Hastener Straße. In diesem Dreieck lag die zum Teil mit rotem Backstein eingefasste Fabrik, deren markante Fassade erhalten bleiben wird.

„Der Bedarf für sanierte Wohnungen ist da, gerade für Senioren.“

Bedriqerim Jashari, Investor

Felde wurde 1818 an diesem Standort gegründet. Sechs Generationen der Familie Felde gestalteten das Unternehmen, dessen Bedarf auf die Holzindustrie ausgerichtet und typisch für die Remscheider Industrie war. Bis 2008 wurde dort produziert.

Nach 13 Jahren Stillstand bestand dringender Handlungsbedarf, sind die Handwerker gefragt: „Alles darin ist marode. Wenn es jetzt nicht saniert wird, würden Teile der Fabrik irgendwann zusammenbrechen.“ Bedriqerim Jashari freut sich, dass die „Mission Erhalt“ bald losgehen kann. Der Bauherr hat sich für die Fertigstellung einen Zeitrahmen von 33 Monaten gesetzt.

„Es gibt zu wenig kernsanierte Wohnungen. Der Bedarf ist da, gerade für Senioren“, meint Jashari. Die exponierte Lage im Hastener Kern lässt Ortspolitiker Bernd Quinting zu der Einschätzung gelangen: „Das Projekt kann zur Belebung des Stadtteils beitragen.“

Im Innenhof soll es auch eine ausfahrbare Glasüberdachung geben für einen Bereich mit Aufenthaltsqualität für die Bewohner. Zugang zu jeder Wohnung wird über einen Aufzug möglich sein. Jeder Mieter/Eigentümer wird einen Parkplatz haben. Einige Erdgeschosswohnungen werden einen kleinen Garten haben, andere Balkone in Gaubenform.

Eine erste Marke hat Bedriqerim Jashari bereits gesetzt. Unter seiner Regie wurde das Mehrfamilienhaus Hastener Straße 80 saniert, über dessen Hinterhof einer der Zugänge zu der neuen Wohnanlage entstehen wird.

Serie

Bei der RGA-Reise durch die Remscheider Ortsteile steht diese Woche der Hasten im Fokus mit einer großen Geschichte täglich. Morgen geht es um den Abschied von Kita-Leiterin Ingrid Rosiejka in der Villa Kunterbunt.

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